Digitalisierung in der Diabetologie: Diabetes-Technologien können das Leben erleichtern

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© Kirchheim-Verlag
Digitalisierung in der Diabetologie: Diabetes-Technologien können das Leben erleichtern

Kontinuierliche Glukosemessung, Insulinpumpen, automatisierte Insulin-Dosierung – immer mehr Menschen mit Diabetes nutzen diese Technologien. Sie können das Leben und das Diabetes-Management erleichtern – und auch helfen, die individuell angestrebten Stoffwechselwerte zu erreichen. Über dies und mehr informiert eine 2021 für den Digitalisierungs- und Technologiereport Diabetes 2022 durchgeführte Umfrage. An dieser nahmen 2417 Menschen mit Diabetes und Eltern von Kindern mit Typ-1-Diabetes teil.

Von den Menschen mit Diabetes, die im Rahmen der Umfrage für den D.U.T-Report 2022 im Jahr 2021 befragt wurden, hatten 57,8 Prozent einen Typ-1-Diabetes, 20,7 Prozent einen Typ-2-Diabetes. 2,5 Prozent hatten einen anderen Diabetes-Typ und 19,0 Prozent waren Eltern von Kindern mit Diabetes. Mit einer durchschnittlichen Diabetesdauer von 28,3 Jahren bei den Menschen mit Typ-1-Diabetes und 17,4 Jahren bei den Menschen mit Typ-2-Diabetes ist der Erfahrungsschatz in Bezug auf diagnostische und therapeutische Möglichkeiten groß.

Erleichterung durch Diabetes-Technologien

Der Einsatz neuer Diabetes-Technologien geht einher mit der Hoffnung, dass sie den Menschen das Leben mit der Erkrankung erleichtern. Am stärksten empfinden das Eltern von Kindern mit Diabetes: 75,8 Prozent von ihnen sehen eine Abnahme der Belastungen im Zusammenhang mit dem Diabetes. Und nur 4,3 Prozent spüren durch die Technologien neue diabetesbezogene Belastungen. Menschen mit Typ-1-Diabetes sehen sich zu 64,8 Prozent entlastet und 7,0 Prozent denken, dass die neuen Diabetes-Technologien sie eher belasten.

Die teilnehmenden Menschen mit Typ-2-Diabetes empfinden im Vergleich die geringste Erleichterung, nämlich zu 49,6 Prozent, aber mit 5,5 Prozent auch eine geringere neue Belastung als Menschen mit Typ-1-Diabetes. Dieses optimistische Bild bestätigt sich auch dadurch, wie Menschen mit Diabetes die Digitalisierung in der Diabetologie grundsätzlich beurteilen. Jeweils über 90 Prozent der Menschen mit Typ-1-Diabetes und der Eltern und knapp 90 Prozent der Menschen mit Typ-2-Diabetes sehen hierin etwas Positives. Negativ beurteilen das in allen drei Gruppen unter 5 Prozent.


von Redaktion Diabetes-Anker

Das Redaktionsteam des Diabetes-Ankers besteht aus erfahrenen Journalistinnen und Journalisten – teils mit medizinischem und naturwissenschaftlichem Hintergrund sowie selbst von Diabetes betroffen – die seit vielen Jahren zum Thema Diabetes publizieren.

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2022; 71 (10) Seite 34

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  • jseiffert postete ein Update vor 4 Tagen, 1 Stunde

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  • lena-schmidt postete ein Update vor 1 Monat

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  • thomas55 postete ein Update vor 2 Monaten

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas