- Aus der Community
Erlebnisse mit CGM #2
3 Minuten
Wie Ihr inzwischen wisst, habe ich seit einiger Zeit die Möglichkeit, das System MiniMed 640G zu tragen – eine Kombination aus Insulinpumpe und System zum kontinuierlichen Glukosemonitoring. Hier nun mein zweiter Bericht von Erlebnissen mit dem System, von Schönem, Interessantem, Verblüffendem…
29 Kilometer für den Arztbesuch
12 Kilometer fahre ich zu meinem Diabetologen hin, 17 Kilometer sind es zurück – zumindest bei Helligkeit. Bei Dunkelheit, was leider oft im Winter der Fall ist, sind es eher zweimal 12 Kilometer, weil ich dann lieber auf den belebten Straßen bleibe und nicht am Rhein entlang zurückfahre, wo es ziemlich ruhig und eher einsam ist. Denn ich nutze die vierteljährlichen Termine immer für eine Radfahrt durch das rheinhessische Hügelland von Mainz nach Ingelheim. Von meiner letzten Fahrt berichte ich Euch hier.
Basalrate gesenkt – zu wenig verbraucht
Auf der Hinfahrt nach Ingelheim geht es zuerst stetig bergauf – ein ziemlicher Energiefresser. Wie gewohnt, habe ich im Vorfeld die Basalrate auf 60 % reduziert. Meist habe ich, wenn ich dann endlich auf der Höhe angekommen bin, heftigen Gegenwind – auch diesmal. Also noch mehr Energieeinsatz. Losgefahren bin ich um 13.31 Uhr mit einem Sensorglukosewert von 182 mg/dl (10,0 mmol/l), angekommen bei meinem Arzt um 14.02 Uhr mit einem Wert von 160 mg/dl (8,9 mmol/l). Toll fand ich den Wert nicht – also habe ich die Basalratenreduktion gestoppt.
Niedriger Start der Rückfahrt
Nun ging der Wert aber während des Wartens beim Arzt und auch während des Gesprächs immer weiter nach unten. Um kurz vor 15 Uhr hatte ich 103 mg/dl (5,7 mmol/l) erreicht. Und genau jetzt stand die längere Rückfahrt an, auf die ich mich schon riesig freute. Die Sonne schien wunderbar, es war warm, aber nicht zu heiß. Ich hatte viel Zeit, denn ich hatte mir einen Tag Urlaub genommen. Zu Hause wartete auf mich nur ein leckeres Stück Kuchen, also nichts und niemand, was ungeduldig werden konnte. Also, was tun bei dem eigentlich guten Wert, für die bevorstehende Bewegung allerdings etwas zu niedrig? Ich entschied mich für 24 g Flüssigzucker, meine Insulinpumpe hatte sich bereits dank des SmartGuard dafür entschieden, die Insulinzufuhr zu unterbrechen. Und los ging’s.
Super: mit normalem Wert zu Hause
Es funktionierte wunderbar: Nach einer halben Stunde hatte sich der Glukosewert so stabilisiert, dass die Pumpe die Insulinzufuhr wieder selbsttätig einschaltete. Zufällig guckte ich 3 Minuten später aufs Display – und entschied mich für eine erneute Reduktion der Basalrate, diesmal auf 70 %, denn ich wusste, welcher Berg mir noch bevorstand: Ich fuhr in der Rheinebene und musste von 88 Meter über Normalnull auf 136 Meter über Normalnull hoch. Ich weiß, viel ist das nicht, aber auf direktem Weg ziemlich steil. Mit 104 mg/dl (5,8 mmol/l) kam ich um 16.12 Uhr wieder zu Hause an – und die Pumpe entschied sich just in diesem Moment noch einmal für eine Unterbrechung. Lecker war mein Zupfkuchen dann, als ich ihn kurz danach bei einem Wert von 94 mg/dl (5,2 mmol/l) genießen konnte.
Hier seht Ihr den Verlauf noch einmal im Bild (auch mit allem, was davor und danach war):
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 3 Tagen
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 1 Monat
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 1 Monat
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße