Erlebnisse mit CGM #1

2 Minuten

Community-Beitrag
Erlebnisse mit CGM #1

640G_Hosentasche

Viel wird über kontinuierliches Glukosemonitoring (CGM) geschrieben: vor allem über die Probleme, ein solches System zu bekommen – aber auch über seinen medizinischen Nutzen, den Gewinn an Lebensqualität dadurch und vieles mehr. Meist sind die Aussagen abstrakt, aus Studien oder auf eine große Gruppe bezogen.

Testträgerin

Ich habe nun seit einiger Zeit die Möglichkeit, das System MiniMed 640G zu tragen, als Test. Das System kombiniert eine Insulinpumpe und ein System zum kontinuierlichen Glukosemonitoring. Etwas ganz Besonderes bietet das System: Droht eine Unterzuckerung, schaltet sich die Insulinzufuhr selbständig ab.

Was ich erlebe

Damit die Berichte nicht so abstrakt bleiben, berichte ich Euch hier in unregelmäßigen Abständen von Erlebnissen mit dem System, von Schönem, Interessantem, Verblüffendem…

Hier die erste Erfahrung

Seit ich meinen Diabetes bewusst selbst wahrnehme und steuere – am Anfang mit zwei Jahren war mein Empfinden wahrscheinlich am ehesten: Wie komme ich schnell unter den Tisch, damit mich die Monsterspritze nicht erwischt? –, verhält sich das Ganze ziemlich schwankend. Klar, als es noch keine Blutzuckermessungen gab, war das natürlich nur Vermutung durch meine Gefühle und etwas unterstützt durch die Urinzuckermessung. Mit der Blutzuckermessung konnte ich dann wenigstens messen, auf welche Berge der Zucker kletterte und in welche Tiefen er sich stürzte. Zwischen den Messungen aber blieb es auch ein Raten.

Ich sehe jede Zuckerreaktion

Was mir jetzt das kontinuierliche Messen zeigt, ist gigantisch: Ich sehe jede Reaktion auf mein Radfahren, meinen genossenen Kuchen oder auch, wenn ich ordentlich Stress habe. Was ich als Erstes dabei gelernt habe: Nicht alles kann ich vermeiden – aber ich kann viel schneller reagieren. Denn das System informiert mich rechtzeitig über Werte, die mir nicht passen. Begonnen mit dem neuen System habe ich am 3. Mai.

Immer kleinere blaue Balken

Hier zeige ich Euch einmal, wie sich meine Werte im Schnitt über die Zeit verändert haben; die blauen Balken zeigen die Spannbreite, in der sich die Sensorwerte am jeweiligen Tag bewegt haben. Am Anfang sah es so aus:

Trendübersicht MiniMed 640G 4. bis 17.5.2015

Nun so:

Trendübersicht MiniMed 640G 15. bis 28.6.2015

Eine Sache habe ich deshalb inzwischen geändert: Während ich mich am Anfang erst vom System warnen ließ, wenn der Glukosewert über 250 mg/dl (13,9 mmol/l) stieg, lasse ich jetzt den Alarm schon bei 220 mg/dl (12,2 mmol/l) ertönen.

Mehr über meine Erfahrungen bekommt Ihr in Kürze.

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Ähnliche Beiträge

Kolumne „Fernweh“: „Mora mora!“
Madagaskar lehrt „Mora mora“: In ihrer Kolumne „Fernweh“ berichtet Susanne vom Besuch in Kinderheim und Schule, von herzlichen Begegnungen. Und davon, wie sie trotz CGM-Ausfällen, Diabetes-Frust und tropischer Hitze wieder Vertrauen in sich findet.
Kolumne „Fernweh“: „Mora mora!“ | Foto: aprint22com – stock.adobe.com

2 Minuten

Community-Beitrag
Diabetes-Anker-Podcast: Psychische Last durch Hyper- und Hypoglykämien und Umgang mit Glukoseschwankungen – mit Prof. Kulzer
Glukoseschwankungen sind nicht nur eine körperliche Herausforderung, sie sind auch eine psychische Last. In dieser Podcast-Folge erläutert Professor Bernhard Kulzer, Psychologe und langjähriger Diabetes-Forscher, die mentale Seite von Hyper- und Hypoglykämien – also von Über- und Unterzuckerungen – und beschreibt konkrete Lösungsansätze.
Diabetes-Anker-Podcast: Psychische Last durch Hyper- und Hypoglykämien und Umgang mit Glukoseschwankungen – mit Prof. Kulzer | Foto: diateam / MedTriX

2 Minuten

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat

    Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 1 Monat

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

Verbände