- Technik
Erstes Hybrid-Closed-Loop-System erhält CE-Kennzeichnung
2 Minuten
Nachdem die FDA als zuständige Behörde bereits Anfang letzten Jahres die Zulassung für den US-amerikanischen Markt erteilt hat, kann das weltweit erste Hybrid-Closed-Loop-System, das MiniMed 670G von Medtronic, nun dank erfolgter CE-Kennzeichnung auch in der EU bald auf den Markt gebracht werden.
Das Unternehmen Medtronic hat bekanntgegeben, dass es die CE-Kennzeichnung für sein Hybrid-Closed-Loop-System (künstliche Bauchspeicheldrüse) MiniMed 670G für den Einsatz bei Menschen mit Typ-1-Diabetes ab sieben Jahren erhalten hat. Damit kann das System nun in den Staaten der Europäischen Union auf den Markt gebracht werden. Bereits Anfang letzten Jahres erhielt es die Zulassung in den USA.
Markteinführung ab Herbst in ausgewählten EU-Ländern
Das MiniMed 670G überwacht kontinuierlich mithilfe des SmartGuard-Algorithmus und des Guardian Sensor 3 das Regulieren der Basal-Insulin-Abgabe. Für punktuelle Werte kommt zusätzlich das ContourNext Link 2.4-Blutzuckermessystem des Unternehmens Ascensia Diabetes Care (mit dem Medtronic eine langjährige Kooperation verbindet) zum Einsatz. Das Ziel des Hybrid-Closed-Loop-Systems ist, Diabetes-Patienten möglichst im optimalen glykämischen Bereich von 70 bis 180 mg/dl (3,9 bis 10 mmol/l) zu halten.
© Medtronic | Die einzelnen Komponenten des „MiniMed 670G“-Systems in der Anwendung.
Derzeit laufen klinische Studienprogramme von Medtronic, um erweiterte Indikationen für das System mit validen Daten zu stützen. Laut Unternehmensangaben ist geplant, das MiniMed 670G ab Herbst dieses Jahres in ausgewählten EU-Ländern auf den Markt zu bringen. Inwieweit das System abrechnungsfähig sein wird, also die Krankenkassen die Kosten übernehmen, wird sich aber erst nach Ablauf der entsprechenden Prozesse zeigen.
„Bessere Glukosekontrolle sowie Verbesserung der Lebensqualität“
„Wir sind stolz, auch außerhalb der USA unseren modernsten SmartGuard Auto Modus-Algorithmus einführen zu können, der nicht nur dabei hilft, zu niederige Werte zu verhindern, sondern auch die Zeit im Zielbereich zu erhöhen […], indem Hyperglykämien [Anm. d. Red.: zu hohe Blutzuckerwerte] reduziert werden“, sagte Alejandro Galindo von Medtronic. Das MiniMed 670G-System hieve die Möglichkeit auf ein neues Level, die Insulinzufuhr automatisch zu unterbrechen oder fortzuführen, indem basierend auf den sensorgestützten Glukosewerten automatisiert alle 5 Minuten die Basalinsulin-Abgabe eigenständig angepasst wird.
Dr. Pratik Choudhary vom King’s College in London fügte hinzu: „Diese Innovation stellt eine bessere Glukosekontrolle sowie Verbesserung der Lebensqualität für Menschen mit Typ-1-Diabetes in Aussicht. Die Fähigkeit des MiniMed 670G, Glukoselevel automatisch zu stabilisieren, ist ein großer Fortschritt, und ich freue mich darauf, es bei meinen Patienten in Europa einführen zu können.“
Quelle: Medtronic | Redaktion
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stephanie-haack postete ein Update vor 4 Tagen, 6 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 4 Tagen, 8 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 4 Tagen, 6 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 2 Wochen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
