Kohlenhydrat-Apps im Überblick: Unterstützung für Diabetes-Management im Alltag

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Kohlenhydrat-Apps im Überblick: Unterstützung für Diabetes-Management im Alltag | Foto: Drazen - stock.adobe.com
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Kohlenhydrat-Apps im Überblick: Unterstützung für Diabetes-Management im Alltag

Kohlenhydrat-berechnende Apps erleichtern im Alltag die Insulin-Planung und das bewusste Essen bei Diabetes. Der vorliegende Überblick stellt verbreitete Optionen vor, bewertet Kernfunktionen wie Kohlenhydrat-Berechnung, Umfang der Datenbank, Barcode-Scanner und Tagebuch-Funktionen und zeigt, wo sich kostenlose Grundfunktionen mit kostenpflichtigen Zusatzleistungen ergänzen.

In der digitalen Diabetes-Versorgung gewinnen Apps zur Kohlenhydrat-Berechnung (KH-Berechnung) zunehmend an Bedeutung. Sie helfen Betroffenen, Mahlzeiten schneller und zuverlässiger zu planen, indem sie aus der eingegebenen oder gescannten Menge an Kohlenhydraten die passende Insulin-Menge ableiten.

Apps zur Kohlenhydrat-Berechnung

  1. Apps zur Kohlenhydrat-Berechnung können den Diabetesalltag erleichtern.
  2. Sie helfen, Mahlzeiten schneller und zuverlässiger zu planen, indem sie aus der eingegebenen oder gescannten Menge an Kohlenhydraten die passende Insulinmenge ableiten.
  3. Die Apps unterscheiden sich vor allem bei Kostenfreiheit, Basis- und optionalen Premium-Funktionen.

Im Folgenden werden gängige Modelle vorgestellt, deren Funktionsumfang sich in der Praxis bewährt hat. Wir unterscheiden Kostenfreiheit, Basis- und optionale Premium-Funktionen.

Eine Auswahl verfügbarer Apps zur Kohlenhydrat-Berechnung


WETID

WETID ist eine kostenlose App, die sich auf die KH-Berechnung konzentriert. Die breite Lebensmittel-Datenbank lässt sich durchsuchen oder über Barcode-Scanner verwenden. Für viele Produkte liefert die App bereits fertige KH-Werte. Eine weitere praktische Funktion ist, dass die App nach Eingabe einer gewünschten Portionsmenge die enthaltenen KH berechnet. Das ist besonders hilfreich beim schnellen Planen von Mahlzeiten oder Snacks unterwegs, ohne manuell Tabellen durchblättern zu müssen. Die App eignet sich gut für Nutzerinnen und Nutzer, die eine unkomplizierte, kostenfreie Lösung suchen, um im Alltag rasch KH zu ermitteln und daraus Insulin-Empfehlungen abzuleiten. Zusätzlich gibt es kostenpflichtige Premium-Versionen z.B. für Daten-Export oder Coaching.


FDDB

FDDB bietet ebenfalls eine kostenlose KH-Berechnung und ergänzt diese um eine Ernährungstagebuch-Funktion. Wie bei WETID greifen Nutzerinnen und Nutzer auf eine umfassende Lebensmittel-Datenbank zurück und können Barcodes scannen. Die KH-Werte werden bei der Eingabe automatisch berechnet. Diese Kombination aus Berechnung und Protokollierung macht FDDB besonders attraktiv für Menschen, die neben der KH-Berechnung auch ihre Ernährungsgewohnheiten kennenlernen möchten. In der kostenpflichtigen Version ermöglicht FDDB einen FoodScan, der auf künstlicher Intelligenz (KI) basiert.


MyFitnessPal

MyFitnessPal ist eine der bekanntesten Ernährungs-Apps mit KH-Berechnungsfunktion. Die Basisfunktionen sind kostenfrei nutzbar, während die erweiterte Nutzung in der kostenpflichtigen Version zusätzliche Möglichkeiten bietet. Die App durchsucht eine umfassende Lebensmittel-Datenbank und bietet einen Barcode-Scanner. Durch die Eingabe der gewünschten Menge lassen sich die Kohlenhydrate berechnen und in ein Ernährungsprotokoll integrieren. Die Stärke von MyFitnessPal liegt in der großen Produktvielfalt und der gut dokumentierten Nährwert-Datenbank, die sich in individuelle Diabetes-Apps integrieren lässt.


YAZIO

YAZIO bietet ebenfalls eine kostenlose Basisversion. Die App ermöglicht die KH-Berechnung durch die Suche in einer großen Datenbank und Barcode-Scanner. In der kostenpflichtigen Version ist zudem eine Foto-Funktion möglich. Nutzerinnen und Nutzer können die gewünschte Portionsgröße eingeben, woraufhin die KH berechnet werden. YAZIO überzeugt durch eine klare Benutzerführung und eine kompakte Darstellung von Makro- und Mikronährstoffen, was besonders hilfreich ist, um den Überblick über die tägliche Kohlenhydrat-Zufuhr zu behalten.


LifeSum

LifeSum bietet eine kostenlose Basisversion. Die Kohlenhydrat-Berechnung erfolgt in der Datenbank der App und sie verfügt über einen Barcode-Scanner. In der kostenpflichtigen Version gibt es zusätzlich unter anderem eine Foto-Funktion. Die Möglichkeit, Mengen direkt einzugeben, erleichtert das Berechnen der KH-Anteile für individuelle Mahlzeiten. Durch das integrierte Ernährungstagebuch lassen sich Verzehrmuster analysieren und langfristig optimieren. Die Premium-Version richtet sich an Nutzerinnen und Nutzer, die vertiefte Analysen, Diagramme und zusätzliche Diät-Pläne wünschen.


CarbScanner

CarbScanner ist eine kostenlose Foto-basierte KH-Erkennungs-App. Mit Hilfe eines hinterlegten Insulin-zu-Kohlenhydrat-Verhältnisses kann die App eine Empfehlung zur Insulindosis der jeweiligen Mahlzeit geben.


SNAQ

SNAQ funktioniert ebenfalls über Foto-basierte Nährwert-Erkennung. Die App ist jedoch stärker auf Diabetes-Tracking ausgelegt und verknüpft Mahlzeiten mit Glukose-Daten. Sie zeigt, wie einzelne Mahlzeiten den Blutzucker beeinflussen. Hier helfen Trends und Tagebuch-Funktionen bei der Optimierung der Zeit im Zielbereich (Time in Range, TIR). Es existiert eine kostenlose Basisversion. SNAQ bietet jedoch auch eine kostenpflichtige Premium-Version an, bei der eine komplette Historie, ausführliche Reports sowie unbegrenztes Tracking möglich sind.


Was bedeuten diese Funktionen für den Praxisalltag?

Apps zur KH-Berechnung erleichtern den Diabetesalltag deutlich, indem sie Kohlenhydrate schnell, zuverlässig und portionsgenau erfassen. Sie fördern Selbstständigkeit und Selbstmanagement, indem sie eine einfache Handhabung und schnelle Auswertung in den Alltag integrieren, was besonders für unterwegs oder bei komplexen Mahlzeiten von Vorteil ist.

Wer weitere Apps zur KH-Berechnung kennt, kann sich gern melden unter kinderdiabetologie@dritter-orden.de.


Im Klinikum Dritter Orden München-Nymphenburg werden Kinder und Jugendliche mit Diabetes interdisziplinär behandelt und individuell betreut. Für den Diabetes-Anker schreibt das Team regelmäßig Beiträge.

Im Klinikum Dritter Orden München-Nymphenburg werden Kinder und Jugendliche mit Diabetes inter­disziplinär behandelt und individuell betreut. Für den Diabetes-Anker schreibt das Team regelmäßig Beiträge.


von Sarah Obst

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Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (3) Seite 44-45

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  • moira postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen

    Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄

  • bloodychaos postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • ole-t1 antwortete vor 3 Wochen

      Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

  • thomas55 postete ein Update vor 4 Wochen

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

    • Hi Thomas 🙂
      Ja genau für Bestandskunden bekommt man den Simplera leider nicht. Ich habe / hatte jetzt 8 Jahre lang die Pumpen von Medtronic. Aktuell hab ich die 780g noch bis Ende März, dann Wechsel ich zur Ypsopumpe.
      Ich war eigentlich immer zufrieden mit der Pumpe und den Sensoren. Doch seit gefühlt einem Jahr sind die Guardian 4 Sensoren so schlecht geworden. Ich war dauerhaft damit beschäftigt, einen Sensor nach dem anderen zu reklamieren. Die Sensoren hielten bei mir nur max. 4-5 Tage. Danach war Schluss. Verschiedene Setzstellen wurden getestet, auch der Transmitter wurde getauscht. Aber es half alles nichts.

      Jetzt werde ich wechseln. Den Simplera wollte ich dann einfach nicht noch länger abwarten. Denn Bestandskunden hatten da leider das nachsehen. Schade Medtronic!!!

    • @crismo: Ich habe mich nun auch für die Ypsopump entschieden. Ich wollte von medtronic Angebote für die 780 und den Simplera haben für die Krankenkasse zur Übernahme der Kosten. Ausserdem wollte ich eine Zusicherung haben, dass ich den Simplera überhaupt bekomme. Nach einer Woche kam das Angebot für die 780 per Post, von einem Angebot für den Simplera kein Wort. Ich bin privat versichert und muss an medtronic zahlen und dann eine Erstattung von der Krankenkasse beantragen. Weil der Simplera mehr als das Doppelte vom Libre kostet, wollte ich das der Krankenkasse vorher offenlegen. Dann habe ich eine Mail an medtronic geschrieben, nach 2 Wochen keine Reaktion. Dann habe ich mich für die Ypsopump entschieden. Das Angebot kam am nächsten Tag per Mail. Das ist für mich Service! Jetzt warte ich auf Zustimmung der Krankenkasse und dann Tschüss medtronic. Schade, ich finde die Pumpen (seit 12 Jahren genutzt) gut.

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