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Kohlenhydrat-Apps im Überblick: Unterstützung für Diabetes-Management im Alltag
3 Minuten
Kohlenhydrat-berechnende Apps erleichtern im Alltag die Insulin-Planung und das bewusste Essen bei Diabetes. Der vorliegende Überblick stellt verbreitete Optionen vor, bewertet Kernfunktionen wie Kohlenhydrat-Berechnung, Umfang der Datenbank, Barcode-Scanner und Tagebuch-Funktionen und zeigt, wo sich kostenlose Grundfunktionen mit kostenpflichtigen Zusatzleistungen ergänzen.
In der digitalen Diabetes-Versorgung gewinnen Apps zur Kohlenhydrat-Berechnung (KH-Berechnung) zunehmend an Bedeutung. Sie helfen Betroffenen, Mahlzeiten schneller und zuverlässiger zu planen, indem sie aus der eingegebenen oder gescannten Menge an Kohlenhydraten die passende Insulin-Menge ableiten.
Apps zur Kohlenhydrat-Berechnung
- Apps zur Kohlenhydrat-Berechnung können den Diabetesalltag erleichtern.
- Sie helfen, Mahlzeiten schneller und zuverlässiger zu planen, indem sie aus der eingegebenen oder gescannten Menge an Kohlenhydraten die passende Insulinmenge ableiten.
- Die Apps unterscheiden sich vor allem bei Kostenfreiheit, Basis- und optionalen Premium-Funktionen.
Im Folgenden werden gängige Modelle vorgestellt, deren Funktionsumfang sich in der Praxis bewährt hat. Wir unterscheiden Kostenfreiheit, Basis- und optionale Premium-Funktionen.
Eine Auswahl verfügbarer Apps zur Kohlenhydrat-Berechnung
WETID
WETID ist eine kostenlose App, die sich auf die KH-Berechnung konzentriert. Die breite Lebensmittel-Datenbank lässt sich durchsuchen oder über Barcode-Scanner verwenden. Für viele Produkte liefert die App bereits fertige KH-Werte. Eine weitere praktische Funktion ist, dass die App nach Eingabe einer gewünschten Portionsmenge die enthaltenen KH berechnet. Das ist besonders hilfreich beim schnellen Planen von Mahlzeiten oder Snacks unterwegs, ohne manuell Tabellen durchblättern zu müssen. Die App eignet sich gut für Nutzerinnen und Nutzer, die eine unkomplizierte, kostenfreie Lösung suchen, um im Alltag rasch KH zu ermitteln und daraus Insulin-Empfehlungen abzuleiten. Zusätzlich gibt es kostenpflichtige Premium-Versionen z.B. für Daten-Export oder Coaching.
FDDB
FDDB bietet ebenfalls eine kostenlose KH-Berechnung und ergänzt diese um eine Ernährungstagebuch-Funktion. Wie bei WETID greifen Nutzerinnen und Nutzer auf eine umfassende Lebensmittel-Datenbank zurück und können Barcodes scannen. Die KH-Werte werden bei der Eingabe automatisch berechnet. Diese Kombination aus Berechnung und Protokollierung macht FDDB besonders attraktiv für Menschen, die neben der KH-Berechnung auch ihre Ernährungsgewohnheiten kennenlernen möchten. In der kostenpflichtigen Version ermöglicht FDDB einen FoodScan, der auf künstlicher Intelligenz (KI) basiert.
MyFitnessPal
MyFitnessPal ist eine der bekanntesten Ernährungs-Apps mit KH-Berechnungsfunktion. Die Basisfunktionen sind kostenfrei nutzbar, während die erweiterte Nutzung in der kostenpflichtigen Version zusätzliche Möglichkeiten bietet. Die App durchsucht eine umfassende Lebensmittel-Datenbank und bietet einen Barcode-Scanner. Durch die Eingabe der gewünschten Menge lassen sich die Kohlenhydrate berechnen und in ein Ernährungsprotokoll integrieren. Die Stärke von MyFitnessPal liegt in der großen Produktvielfalt und der gut dokumentierten Nährwert-Datenbank, die sich in individuelle Diabetes-Apps integrieren lässt.
YAZIO
YAZIO bietet ebenfalls eine kostenlose Basisversion. Die App ermöglicht die KH-Berechnung durch die Suche in einer großen Datenbank und Barcode-Scanner. In der kostenpflichtigen Version ist zudem eine Foto-Funktion möglich. Nutzerinnen und Nutzer können die gewünschte Portionsgröße eingeben, woraufhin die KH berechnet werden. YAZIO überzeugt durch eine klare Benutzerführung und eine kompakte Darstellung von Makro- und Mikronährstoffen, was besonders hilfreich ist, um den Überblick über die tägliche Kohlenhydrat-Zufuhr zu behalten.
LifeSum
LifeSum bietet eine kostenlose Basisversion. Die Kohlenhydrat-Berechnung erfolgt in der Datenbank der App und sie verfügt über einen Barcode-Scanner. In der kostenpflichtigen Version gibt es zusätzlich unter anderem eine Foto-Funktion. Die Möglichkeit, Mengen direkt einzugeben, erleichtert das Berechnen der KH-Anteile für individuelle Mahlzeiten. Durch das integrierte Ernährungstagebuch lassen sich Verzehrmuster analysieren und langfristig optimieren. Die Premium-Version richtet sich an Nutzerinnen und Nutzer, die vertiefte Analysen, Diagramme und zusätzliche Diät-Pläne wünschen.
CarbScanner
CarbScanner ist eine kostenlose Foto-basierte KH-Erkennungs-App. Mit Hilfe eines hinterlegten Insulin-zu-Kohlenhydrat-Verhältnisses kann die App eine Empfehlung zur Insulindosis der jeweiligen Mahlzeit geben.
SNAQ
SNAQ funktioniert ebenfalls über Foto-basierte Nährwert-Erkennung. Die App ist jedoch stärker auf Diabetes-Tracking ausgelegt und verknüpft Mahlzeiten mit Glukose-Daten. Sie zeigt, wie einzelne Mahlzeiten den Blutzucker beeinflussen. Hier helfen Trends und Tagebuch-Funktionen bei der Optimierung der Zeit im Zielbereich (Time in Range, TIR). Es existiert eine kostenlose Basisversion. SNAQ bietet jedoch auch eine kostenpflichtige Premium-Version an, bei der eine komplette Historie, ausführliche Reports sowie unbegrenztes Tracking möglich sind.
Was bedeuten diese Funktionen für den Praxisalltag?
Apps zur KH-Berechnung erleichtern den Diabetesalltag deutlich, indem sie Kohlenhydrate schnell, zuverlässig und portionsgenau erfassen. Sie fördern Selbstständigkeit und Selbstmanagement, indem sie eine einfache Handhabung und schnelle Auswertung in den Alltag integrieren, was besonders für unterwegs oder bei komplexen Mahlzeiten von Vorteil ist.
Wer weitere Apps zur KH-Berechnung kennt, kann sich gern melden unter kinderdiabetologie@dritter-orden.de.

Im Klinikum Dritter Orden München-Nymphenburg werden Kinder und Jugendliche mit Diabetes interdisziplinär behandelt und individuell betreut. Für den Diabetes-Anker schreibt das Team regelmäßig Beiträge.
von Sarah Obst
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (3) Seite 44-45
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 2 Tagen, 2 Stunden
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!-
calvin240 antwortete vor 2 Tagen, 1 Stunde
Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
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uho1 antwortete vor 1 Tag, 23 Stunden
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
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calvin240 antwortete vor 20 Stunden, 27 Minuten
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße
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stephanie-haack postete ein Update vor 3 Wochen, 3 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 3 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 3 Wochen, 2 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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