Kooperation zwischen AOK Nordost und Emperra

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Kooperation zwischen AOK Nordost und Emperra

Die Krankenkasse AOK Nordost und das Unternehmen Emperra haben einen Versorgungsvertrag geschlossen, um einen neuen digitalen Betreuungsansatz für insulinpflichtige Diabetiker zu schaffen.

Die AOK Nordost und die Emperra GmbH E-Health Technologies wollen mit einem innovativen, telemedizinischen Betreuungsansatz gezielt die Versorgung von insulinpflichtigen AOK-Versicherten mit starken Stoffwechselschwankungen und erhöhten Blutzuckerwerten optimieren. Zu diesem Zweck haben beide Partner aktuell einen Versorgungsvertrag geschlossen.

Vollständige und unverfälschte Datenbasis als Grundlage für Therapieoptimierung

Die technische Basis bildet das von Emperra entwickelte ESYSTA-System. Es ermöglicht die unmittelbare Übertragung sowohl der gemessenen Blutzuckerdaten als auch der injizierten Insulineinheiten in ein elektronisches Diabetestagebuch. Diese neuartige Anwendung steht AOK-Versicherten* derzeit exklusiv kostenfrei zur Verfügung.

ESYSTA besteht aus einem patentierten, mit Insulinen aller Hersteller kompatiblen Insulin-Pen, dem Blutzuckermessgerät und einer Übertragungseinheit. Pen und Blutzuckermessgerät verbinden sich automatisch mit der Sendeeinheit, die die Daten per Mobilfunk im ESYSTA-Portal auf einem gesicherten Server erfasst.

Der vom Patienten dazu autorisierte Arzt hat damit jederzeit Zugriff auf eine vollständige und unverfälschte Datenbasis, auf deren Grundlage er die Therapie optimieren kann. Die Hoheit über die Daten liegt dabei immer beim Patienten. Er entscheidet, wem er wann Zugriff darauf gewähren will. Über eine App sind diese Daten auch mobil auf Android– oder iOS-Smartphones abrufbar.

Hoher medizinischer Nutzwert und höchste datenschutzrechtliche Ansprüche

“Diabetiker mit stark schwankenden Blutzuckerwerten benötigen ein möglichst lückenloses Monitoring ihrer Daten, damit ihre Therapie immer zeitnah entsprechend angepasst werden kann und dadurch Folgeerkrankungen möglichst vermieden werden. Diesen Versicherten wollen wir mit dem neuen telemedizinischen Versorgungsprogramm ein konkret auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes, qualitätsgesichertes digitales Angebot zur Verfügung stellen, das nicht nur einen hohen medizinischen Nutzwert für sie hat, sondern auch höchsten datenschutzrechtlichen Ansprüchen genügt”, erläutert Stefanie Stoff-Ahnis, Mitglied der Geschäftsleitung der AOK Nordost.

Emperra ist nach der international führenden Norm für Informationssicherheits-Managementsysteme ISO/IEC 27001 zertifiziert. Zudem setzt das Unternehmen sowohl einen internen als auch einen externen unabhängigen Datenschutzbeauftragten ein.

Erste diabetologische telemedizinische Gesamtlösung, die eine Kasse finanziert

“Erstmals wird eine telemedizinische Gesamtlösung im Rahmen der Diabetologie mit nachgewiesenem medizinischen Nutzen von einer Kasse finanziert”, so Dr. Christian Krey, Geschäftsführer der Emperra. AOK Nordost und Emperra hatten zunächst gemeinsam in einer Pilotphase den Nutzen des telemedizinischen Ansatzes überprüft.

“Eine erste Datenevaluation der AOK Nordost und der Technischen Universität Dresden konnte insbesondere die Senkung der Langzeitblutzuckerwerte (HbA1c) bei einer spezifischen Patientengruppe aufzeigen, ebenso waren geringere Krankenhaus- sowie Notfallbehandlungen wegen Diabetes mellitus zu verzeichnen”, ergänzt Dr. Janko Schildt selbst Arzt und ebenfalls Geschäftsführer bei Emperra.


*An dem Vertrag können alle Versicherten der AOK Nordost teilnehmen, die im Disease-Management-Programm (DMP) Diabetes mellitus eingeschrieben sind und die ärztlich bestätigten medizinischen Einschlusskriterien (u.a. HbA1c -Wert > 8,0%) erfüllen.


Quelle: Pressemitteilung der AOK Nordost

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 4 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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