Mehr Transparenz bei Gesundheitsapps gefordert

2 Minuten

© vege - Fotolia
Mehr Transparenz bei Gesundheitsapps gefordert

Derzeit sei es für Nutzer kaum möglich, die Qualität und Sicherheit von Gesundheitsapps zuverlässig einzuschätzen. Deshalb fordert der rheinland-pfälzische Landesvertretungsleiter der Techniker Krankenkasse (TK) Jörn Simon deren Klassifizierung.

In der Debatte um die Zulassung von Gesundheitsapps betont der rheinland-pfälzische Landeschef der Techniker Krankenkasse (TK) Jörn Simon die Notwendigkeit einer Klassifizierung. “Derzeit können Nutzer die Qualität und Sicherheit von Gesundheitsapps kaum zuverlässig einschätzen”, betont Simon. Transparenz sei jedoch bei diesen digitalen Anwendungen unabdingbar, da Apps, die zum Beispiel Therapieempfehlungen abgeben, ein ungleich höheres Risiko für den Nutzer darstellten, als Anwendungen, die lediglich Informationen aufbereiteten, führt der TK-Landeschef weiter aus.

„Vielfalt der digitalen Anwendungen macht Klassifikation dringend erforderlich“

So sei es einerseits notwendig, etwa zwischen Apps zu unterscheiden, die bei chronischen Erkrankungen mittels Dokumentations- und Erinnerungsfunktionen das Therapiemanagement unterstützen oder solchen Apps, welche beispielsweise körperliche Aktivität und Kalorienverbrauch monitoren. “So heterogen ist nämlich inzwischen der Markt, welcher laut einer Untersuchung der Universität Freiburg inzwischen rund 380.000 solcher Apps mit Gesundheitsbezug umfasst”, hebt der rheinland-pfälzische TK-Landesvertretungsleiter hervor.

“Angesichts der Vielfalt dieser digitalen Anwendungen ist eine Klassifikation derer dringend erforderlich. Diese Systematisierung muss anhand des jeweiligen Risikopotentials entwickelt werden”, sagt Simon. Das sei gleichzeitig die Voraussetzung, um sich auf klare Richtlinien für Zulassung und Erstattungsmöglichkeiten von Gesundheitsapps zu verständigen und diese gesetzlich zu verankern.

„Immenses Potential, um die Versorgung effizienter zu gestalten“

“Nichtsdestotrotz verfügen digitale Anwendungen wie etwa Gesundheitsapps über immenses Potential, um die Versorgung von Versicherten effizienter zu gestalten”, ist Simon überzeugt. Um diese in der Versorgung zu etablieren, braucht es klare Regeln zur Evaluation von entsprechenden Selektivverträgen. Wenn eine App als sinnvolle Anwendung bewertet wird, ist auch eine Überführung in die Regelversorgung möglich.

“Gilt der Zusatznutzen einer App als erwiesen, muss zudem eine beschleunigte Bewertung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) möglich sein. Schließlich vollziehen sich die Entwicklungszyklen oft innerhalb weniger Wochen”, ergänzt der TK-Landeschef.


Quelle: Pressemitteilung der Techniker Krankenkasse – Landesvertretung Rheinland-Pfalz

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Hauterkrankungen bei Diabetes: Welche Formen und Symptome häufig auftreten
Diabetes kann mit verschiedenen Hautproblemen einhergehen. Das reicht von Irritationen über autoimmun ausgelöste Erkrankungen bis zu Infektionen. Normnahe Blutzuckerwerte sind auch hier oft der beste Schutz. Welche Hauterkrankungen können auftreten, was unterstützt die Pflege und wann ist ärztliche Abklärung wichtig?

10 Minuten

Diabetes-Anker-Podcast: Wie können KI und Chatbots die Diabetes-Therapie unterstützen, Herr Prof. Ehrmann?
Wo wird künstliche Intelligenz in der Diabetes-Therapie heute schon eingesetzt, und was bleibt Zukunftsmusik? Im Diabetes-Anker-Podcast spricht Prof. Dr. Dominic Ehrmann über KI in AID-Systemen, Chatbots für Therapie-Fragen und weitere Einsatzgebiete. Zudem geht es um den Druck durch Zielwerte.
Porträt von Prof. Ehrmann in blauem Sakko und dunklem Hemd vor hellblauem Hintergrund. Rechts oben das Logo des Diabetes-Anker-Podcasts.

2 Minuten

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • kety22 postete ein Update vor 2 Tagen, 4 Stunden

    Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?

  • katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 1 Woche, 1 Tag

    Diabetes-Anker-Podcast | Extra: Gürtelrose bei Diabetes – Risiken, Symptome und Vorbeugung im Überblick In dieser Podcast-Sonderfolge geht es um Gürtelrose bei Diabetes. Dr. Katrin Kraatz spricht mit Diabetologe Dr. Dietrich Tews über Risiken, Symptome u …

  • florahdo postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!

    Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB

    Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂