Neue Temperaturschutzkappe schützt das Insulin

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© www.my-vivi.com
Neue Temperaturschutzkappe schützt das Insulin

Eine Schutzkappe für Insulinpens kühlt deren Inhalt immer auf eine Temperatur unter die für die Insulinwirkung kritischen 30 °C – und das mittels eines Phasenwandel-Materials, so dass keine Energie zugeführt werden muss.

Insulin wird bei Temperaturen über 30 °C abgebaut und unwirksam. Man soll laut Herstellerangaben daher das Insulin bis zum Gebrauch bei 4 bis 8 °C im Kühlschrank lagern, es nach dem Anbrechen bei Raumtemperatur halten und innerhalb von 4 Wochen verbrauchen. Für stabiles Insulin im Alltag und auf Reisen gibt es für Verwender bisher spezielle Kühltaschen, die regelmäßig mit Eis oder Kühl-Akkus bestückt werden müssen.

Das amerikanische Unternehmen TempraMed hat eine innovative Lösung entwickelt: Vivi Cap1. Diese Temperaturschutzkappe gibt es für alle gängigen Einweg-Insulinpens (SoloStar, KwikPen, FlexPen und FlexTouch). Die temperaturstabilisierende Wirkung von Vivi Cap1 basiert auf physikalischen Verfahren. Vivi Cap1 benötigt zum Erfüllen der Funktion keine interne oder externe Energieversorgung.

Wie funktioniert das?

Die Kappe vereint zwei temperaturstabilisierende Eigenschaften: Hauptbestandteil ist eine Metallhülse aus einem in der Weltraumforschung entwickelten Material, in deren Wänden ein Ultra-Hochvakuum eingebaut ist; dadurch kann keine Wärme nach innen dringen. Im Inneren der Kappe befindet sich ein Phasenwandel-Material: Bei Raumtemperatur ein Feststoff, schmilzt dieses Material bei ca. 28 °C. Dieser Vorgang benötigt Energie in Form von Wärme. Da diese nicht von außen kommen kann, wird sie dem Inneren entzogen – und damit der eingeführten Insulinpatrone des Pens.

Das Insulin behält so über 12 Stunden auch bei heißer Außentemperatur von 37 °C eine stabile Innentemperatur von nicht über 28 °C. In einem Auto, das in der Sonne geparkt wird, steigt die Temperatur oft auf über 50 °C; ein Insulinpen, der in einer Tasche im Innenraum vergessen wurde, erwärmt sich ohne Schutz nach 2 Stunden auf über 34 °C! Ein Pen in der Vivi Cap1 erreicht erst nach ca. 7 Stunden diese kritische Temperatur mit beschleunigtem Insulinabbau.

Bei Rückkehr in normale Umgebungsbedingungen mit Raumtemperatur wird das Phasenwandel-Material wieder fest – die Kappe ist nach wenigen Stunden wieder einsatzbereit. Der Vorgang kann beliebig oft wiederholt werden. Der Hersteller gibt bei sachgemäßer Verwendung 2 Jahre Garantie auf die wartungsfreie Funktion der Vivi Cap1. (Bezug: Vivi Cap1 gibt es in Deutschland für 69,90 € zzgl. Versandkosten. Bestellungen per E-Mail an info@sciema.de
mit Adresse und Angabe des Pen-Typs.)


Redaktion Diabetes-Journal
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2017; 66 (5) Seite 30

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 4 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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