- Technik
Pilot-Studie: Insulin aus dem Bauchfell
2 Minuten

Ärzte haben einer Patientin mit langjährigem Typ-1-Diabetes Zellen aus der Bauchspeicheldrüse eines Spenders eingesetzt. Dort im Bauchfell-Gewebe übernahmen diese sogenannten Langerhans-Inseln die Funktion der Bauchspeicheldrüse und produzierten Insulin. Entsprechend stabilisierte sich der Blutzucker und die Patientin konnte zwölf Monate lang auf Insulin-Spritzen verzichten. Über diese Ergebnisse einer US-amerikanischen Pilotstudie berichten Diabetologen im ‚New England Journal of Medicine‘.
Bei einer Inselzelltransplantation werden die aus Bauchspeicheldrüsen verstorbener Spender isolierten Langerhans-Inseln bisher meist über die Pfortader in die Leber des Empfängers eingebracht. Die Leber – als lebenswichtiges Organ – ist jedoch nur bedingt geeignet für die Beherbergung der Inselzellen; es kann zu Leberentzündungen, Blutungen oder anderen schweren Komplikationen kommen. Aus diesem Grund suchen Forscher nach alternativen Geweben zur Ansiedelung transplantierter Inselzellen.
Aus Bauchfell wird Bauchspeicheldrüse
Das sogenannte ‚große Netz‘ (lat. Omentum majus) ist ein fettgewebsreicher Teil des Bauchfells, der vom Magen ausgehend schützend über dem Dünndarm liegt. Für Operateure ist es per Schlüssellochtechnik durch die Bauchdecke leicht zugänglich. Aufgereinigte Langerhans-Inseln werden mit körpereigenem Blutplasma vermischt und auf das große Netz des Empfängers aufgebracht. Ziel ist, dass die Inselzellen vom Körper in das Bauchfellgewebe eingebaut werden und dort die Insulinproduktion aufnehmen.
Eine 43-jährige Frau mit langjährigem Typ-1-Diabetes, die häufig an plötzlich auftretenden Unterzuckerungen litt, war die erste Patientin einer Pilotstudie mit dieser Technik. Bei ihr setzte bereits wenige Tage nach der Operation die Insulinproduktion ein. Nach 17 Tagen konnte sie aufhören, Insulin zu spritzen und kommt seither bereits über ein Jahr ohne Insulin-Injektionen aus. Ihr Blutzuckerspiegel hat sich stabilisiert, die starken Schwankungen treten nicht mehr auf. Ihr HBA1c liegt mit 6,0 Prozent im Normbereich.
Lebenslange Unterdrückung des Immunsystems
Der Nachteil: das Immunsystem des Empfängers erkennt die transplantierten Zellen als fremd. Um Abstoßungsreaktionen zu vermeiden, müssen Patienten nach solchen Eingriffen lebenslang Medikamente (sog. Immunsuppressiva) einnehmen.
Geeignet ist die Transplantation von Langerhans‘schen Inseln hauptsächlich für Menschen mit Typ-1-Diabetes, die unter häufigen und schweren Entgleisungen wie Unterzuckerungen leiden und mit herkömmlichen Methoden (Insulin-Spritzen, Insulinpumpen) nicht gut zu behandeln sind. Aufgrund der Nebenwirkungen durch die lebenslange Immunsuppression müssen die Vor- und Nachteile jeder Behandlungsmethode sorgfältig abgewogen werden.
Die Ergebnisse dieser US-Studie, die im New England Journal of Medicine publiziert wurden, geben erste Hinweise darauf, dass mit dem ‚großen Netz‘ eine geeignete Struktur zur Ansiedelung transplantierter Langerhans-Inseln zur Verfügung steht. Ob die Methode auch sicher und langfristig erfolgreich ist, wird die Zukunft zeigen.
Quelle: Pressemitteilung des Diabetesinformationsdienst München
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thomas55 postete ein Update vor 3 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 3 Tagen, 17 Stunden
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 4 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]







Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße