Schnell, einfach und meistens gut versteckt. – 6 Wege, seine Insulinpumpe zu tragen.

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Schnell, einfach und meistens gut versteckt. – 6 Wege, seine Insulinpumpe zu tragen.
Tragemethode_Nr.0 Titel Bild
Quelle: Olli Peters

Manchmal kann sie einen einfach nur nerven und zwar gerade dann, wenn man mal wieder nicht weiß – WOHIN mit ihr? Ja, die Rede ist von meiner Insulinpumpe. Ich liebe sie, aber des Öfteren denke ich einfach: „Wieso muss das Teil nur so ‚groß‘ und unpraktisch sein?“. Besonders im Sommer, auf Partys, am Strand und unter enger Kleidung ist es nicht immer leicht, einen tollen Platz für meinen Freund und Helfer zu finden.

Tragemethode Nr. 1 – Mit Tragegurt am unteren Rücken/Lende

Diese Methode ist besonders „sinnvoll“, wenn man seine Pumpe nicht in der Hosentasche tragen möchte oder aber ein Kleid anzieht.

Tragemethode_Nr.1 unterer Rücken
Quelle: Olli Peters

Für ganz wildes und verrücktes Tanzen ist es nicht zu 100 Prozent geeignet, denn die Pumpe hat ein Eigengewicht.

Somit könnte es passieren, dass sie dann nach oben und unten oder hin- und herschlackert.

Ansonsten ist diese Möglichkeit toll, man merkt und sieht die Pumpe kaum und nur beim Liegen, auf dem Rücken, könnte es etwas unangenehm werden.

Tragemethode Nr. 2 – Mit Tragegurt am oberen Rücken/Brustkorb (hinten)

Tragemethode_Nr.2 oberer Rücken
Quelle: Olli Peters

Die Methode eignet sich gut, wenn man als Frau einen hochsitzenden Rock trägt oder aber der Hosenbund des Mannes sich nicht mit dem Pumpengurt verträgt.

Man sollte natürlich darauf achten, dass man den Gurt beim Anlegen nicht zu eng befestigt, sonst könnte es zu Schmerzen beim Atmen/Bewegen kommen.

Unangenehmes Einschneiden kann so von Anfang an vermieden werden.

Tragemethode Nr. 3 – Mit Tragegurt oder Tragetasche am Oberschenkel

Einige werden sich jetzt mit Sicherheit fragen: „Wie soll das funktionieren?“ Die Antwort ist ganz einfach. Auch wenn es sich anfangs umständlich und erst recht unbequem anhört: Die Pumpe an der Oberschenkelinnen- oder Außenseite zu tragen, ist praktischer, als man denkt.
Für die Frau, mit einem weiten Rock zum Beispiel, ist diese Methode eine schöne Abwechslung. Egal ob Außen-/Innen- oder direkt auf dem Oberschenkel „verankert“, sitzt die Pumpe fest und ist  zugleich Temperatur-geschützt.

Tragemethode_Nr.3 am Bein
Quelle: Olli Peters

Aufpassen muss man beim Tragen von Strumpfhosen, denn es ist nicht gewährleistet, dass der (Silikon)Gurt das „Spiel“ mitspielt. Auch für Männer ist dies eine gute Alternative, z.B. im Sommer unter einer kurzen Hose, die ja in den meisten Fällen nicht hauteng anliegt. So hat man die Taschen frei, für Traubenzucker u.ä., und die Pumpe ist weder einer schmalen Hosentasche noch den Sonnenstrahlen ausgeliefert.

Tragemethode Nr. 4 – Mit Tragetasche um den Hals gehängt

Tragemethode_Nr.4 hängend
Quelle: Olli Peters

Klingt jetzt vielleicht erst einmal komisch, aber nur SO habe ich meine Pumpe die ersten Jahre getragen. Meiner Meinung nach eine super Alternative für Kinder, die noch viel herumtoben und bei denen die Pumpe in der Hosentasche nur stören könnte. Auch die Angst vor „abreißenden Schläuchen“ ist damit etwas verringert.

Wenn man die Kanüle z.B. im Bauchbereich liegen hat und die Pumpe etwas oberhalb des Bauchnabels „hängt“, kann man den Schlauch einfach mit einem Stück zusätzlichem Pflaster ankleben. Somit ist mehr Sicherheit gegeben und es gibt weniger „Spielraum“ für ein Hin- und Herschleudern der Pumpe. Unter dem T-Shirt fällt sie meist nicht auf, ist ebenfalls Temperatur-geschützt und auch flott zu bedienen.

Tragemethode Nr. 5 – Am und im BH

Diese Methode hat bestimmt jede Frau schon einmal ausprobiert und für sich entdeckt. Man mag es, oder auch nicht. Bei dieser Stelle gibt es gleich mehrere Möglichkeiten zum Tragen. Entweder mit einem Tragegurt direkt unter den BH geschnallt oder mit einem Teil der Pumpe unter den BH-Bügel geklemmt. Mit manchen BHs klappt das besser, andere eignen sich eher weniger für diese Methode. Die nächste Variante wäre seitlich am BH. Dafür braucht man nicht unbedingt einen Gurt oder ein Täschchen. Man kann sie einfach mit in die BH-Halterung stecken. Das hält an sich bombenfest, bis auf den Zeitpunkt, an dem das gute Stück ausgezogen wird. Achtung! – Absturzgefahr der Pumpe. Die letzte Variante beinhaltet zwei Haltemöglichkeiten, welche sich auf Brusthöhe befinden. Frauen, mit etwas mehr Oberweite, können ihre Pumpe einfach mit ins „Körbchen“ stecken. Sei es „kuschelig“ in der Mitte oder aber seitlich, an einer Brust. Außerdem ist es noch möglich, die Pumpe am Verschluss hinten zu befestigen. Ich glaube, hierfür gibt es sogar kleine Täschchen, die über einen extra „Verschluss“ verfügen.
Keine Sorge, liebe Männer, ich habe euch nicht vergessen und natürlich weiß ich, dass ihr (im Normalfall) keine BHs tragt. Aber auch ihr könnt gerne diese Tragemethoden ausprobieren, denn ihr seid ja ebenfalls gut gebaut. Für alle Tragemöglichkeiten benutzt ihr einfach den Pumpengurt und versucht euer Glück. Sei es unter den Achseln oder zwischen der Brust.

Tragemethode Nr. 6 – Mein Liebling → die Hosentasche

Ganz genau, ich liiiiiebe es, meine Pumpe so zu tragen. ♥ Sie ist schnell verstaut, fällt nicht auf und bequem ist es auch noch.

Klar, bei engeren Hosen kann es ab einem bestimmten Zeitpunkt schon mal anfangen zu drücken und man hat abends eine Art „Tattoo“ in Pumpen-Abdruck-Format auf seinem Bein. Aber solange es nicht schmerzt und der Abdruck fix wieder verschwindet, sehe ich diesbezüglich keinerlei Probleme. Sie ist schnell draußen und ebenso fix wieder verschwunden.

Tragemethode_Nr.6 Hosentasche
Quelle: Olli Peters

Durch die meisten Hosentaschen kann man die Tasten erfühlen und „blind“ bolen. 😉

Das sind natürlich alles nur Vorschläge und vielleicht hat jemand von euch noch andere Tragemöglichkeiten parat. Ich freue mich, von euren Tragemethoden zu hören. Wo tragt ihr sie am liebsten: oben/links/rechts/u­nten oder ganz woanders? ☺

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat

    Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 1 Monat

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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