Sichere Therapie, mehr Lebensqualität

2 Minuten

Sichere Therapie, mehr Lebensqualität

Susanne Thiemann aus Münster verwendet seit Beginn dieses Jahres das Dexcom G6. Bei einer Pressekonferenz in München schilderte sie zusammen mit ihrem behandelnden Arzt ihre Erfahrungen.

Dr. Winfried Keuthage ist Diabetologe DDG, und er hat eine Schwerpunktpraxis für Diabetes und Ernährungsmedizin in Münster. Mitgebracht nach München hatte er eine seiner Patientinnen: Susanne Thiemann.

„Abends beruhigt einschlafen, da mich die Alarmfunktion weckt“: Susanne Thiemann mit ihrem Arzt Dr. Winfried Keuthage.

Dexcom Deutschland hatte in die bayerische Hauptstadt zu einem Pressegespräch eingeladen. Das Thema: „Digitalisierung ermöglicht leichteres Diabetes-Selbstmanagement – mehr Lebensqualität durch rtCGM“. Ein rtCGM-System eignet sich grundsätzlich für alle insulinpflichtigen Diabetiker. Besonders profitieren diejenigen, die starke Schwankungen des Blutzuckers haben, oder solche, die niedrige Blutzuckerwerte nicht zuverlässig wahrnehmen können.

Schnell erklärt: rtCGM: Real-Time Continuous Glucose Monitoring

CGM-Systeme, bestehend aus Sensor, am Sensor befestigtem Transmitter und Empfängergerät, messen den Gewebezucker kontinuierlich und übertragen die Werte automatisch an den Empfänger. Die Mehrheit der rtCGM-Systeme muss kalibriert werden. Sie können den Nutzer alarmieren, wenn die Glukosekonzentration den Zielbereich verlässt.

Ein weiterer wichtiger Grund für ein rtCGM ist das Auftreten von Unterzuckerungen, bei deren Behandlung die Hilfe anderer notwendig wurde, sagte Keuthage. Susanne Thiemann ist 57 Jahre alt, und sie hat Typ-1-Dia­betes seit fast 20 Jahren. Sie hat ihre Erfahrungen mit dem Dexcom G6 geschildert, das sie seit Beginn dieses Jahres benutzt.

Zuckerverlauf in Echtzeit

„Mein Diabetologe und meine Diabetesberaterin haben mich über die Vorteile des Systems informiert. Die Funktionsweise hat mich schließlich überzeugt. Ich sehe in Echtzeit meinen Gewebezuckerverlauf und kann auf hohe oder niedrige Werte unmittelbar reagieren. Da ich unter starken Blutzuckerschwankungen leide, geben mir die Alarmfunktionen des Dexcom G6 Sicherheit. Vor allem kann ich abends beruhigt einschlafen, da mich die Alarmfunktion bei zu hohen oder zu tiefen Werten weckt. Außerdem kann ich mich jetzt voll und ganz in meine Aktivitäten vertiefen, ohne dass ich zwischendurch meinen Blutzucker messen muss“, berichtete Thiemann in München.

Komfortable Angelegenheit: So funktioniert das Dexcom G6.

Besonders überzeugt habe sie auch die nun verlängerte Tragedauer des Sensors (10 statt 7 Tage). Keuthage fasste die Vorteile so zusammen: kein Fingerstechen, kontinuierliche Zuckerwerte, Alarme bei hohen und niedrigen Werten, besseres HbA1c, weniger Hypoglyk­ämien, auch für Kinder geeignet und letztlich – ganz wichtig – mehr Lebensqualität für die Patienten. Dies verdeutlichte nochmals Susanne Thiemann: Das Gefühl der Angst vor nächtlichen Unterzuckerungen, das sie früher immer begleitete, kennt sie nun nicht mehr.


von Matthias Heinz
Kirchheim-Verlag, Wilhelm-Theodor-Römheld-Straße 14, 55130 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2019; 68 (5) Seite 10-11

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Community-Rezept: Gemüse- Curry von Annika
Herzhaft, ballaststoffreich und vegan: Das Gemüse-Curry-Rezept von Annika aus der Community vereint Blumenkohl, Kichererbsen und Kokosmilch zu einem sättigenden Hauptgericht. Pro Portion liefert es 18 g Ballaststoffe – ideal auch als Meal-Prep für Menschen mit Diabetes.
Community-Rezept: Gemüse-Curry von Annika | Foto: MedTriX / Bernhard und Gabi Kölsch

3 Minuten

Community-Beitrag
Informationstag für Menschen mit Adipositas und/oder Diabetes: Gelebtes Empowerment bei der ADIBETIKA 2026
Beim Informationstag ADIBETIKA 2026 tauschten sich Menschen mit Adipositas, Diabetes oder beidem über Therapien, Digitalisierung und den Alltag mit den Erkrankungen aus. Susanne Thiemann vom DDH-M NRW e.V. berichtet über die Veranstaltung und die starke Allianz zweier Patientenverbände. Zusätzliche Impressionen und Stimmen gibt's im Video.
Informationstag für Menschen mit Adipositas und/oder Diabetes: Gelebtes Empowerment bei der ADIBETIKA 2026 | Foto: DDH-M NRW

2 Minuten

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 4 Tagen, 11 Stunden

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 4 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

    Wer ist am Start?

    ( 4 von 6 )
    66.67%
    ( 1 von 6 )
    16.67%
    ( 1 von 6 )
    16.67%