- Technik
Telemedizin in der Diabetologie
3 Minuten
Wie sieht die Behandlung von Menschen mit Diabetes in der nahen Zukunft aus? Und wie sieht die medizinische Versorgung von morgen aus? Diese Fragen und noch mehr wurden in diesem Jahr beim DiaTec (Veranstaltung für Diabetes-Experten) und T1Day (Veranstaltung für Menschen mit Diabetes) in verschiedenen Workshops und Vorträgen diskutiert.
Viele Diabetes-Experten und Menschen mit Diabetes kamen am letzten Januar-Wochenende nach Berlin – zum DiaTec (Seite 12) und T1Day. Donnerstag bis Samstag war der Auftakt mit den Diabetes-Experten. Wichtigstes Thema hier für die 550 Teilnehmer: die Telemedizin. In der Diabetesbehandlung spielt die Telemedizin bislang eine eher untergeordnete Rolle.
Ilka und Fredrik moderierten beim T1Day – und hatten viel Spaß …
Beim DiaTec 2019 zeigten die Veranstalter bereits bestehende Möglichkeiten und Methoden, wie Telemedizin gelingen kann. In verschiedenen Workshops und Symposien wurde ein Blick durch das Schlüsselloch gewährt.
600 Menschen kamen am Sonntag zur T1Day-Veranstaltung.
Internet für alle?
Ein Thema beim DiaTec war auch die Nutzung von Internet, Social Media und Apps. Wie hat sich die Internetnutzung verändert? Wer besucht Social-Media-Kanäle? 2017 war bei der Anzahl der Internetnutzung die Altersgruppe der über 60-Jährigen am größten, stellte Prof. Bernhard Kulzer, Bad Mergentheim, vor. Während 94 Prozent der 14- bis 29-Jährigen Social Media nutzen, nutzen auch 55 Prozent der über 60-Jährigen solche Kanäle. Die Annahme, ältere Menschen nutzen die moderne Technik nicht, ist also nicht ganz richtig.
Viel Input für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer – auch in Form von Zeitungen.
„Doc on Demand – Künstliche Intelligenz“
600 Menschen kamen in diesem Jahr zur Patienten-Veranstaltung (T1Day) am Sonntag, auch hier war das große Thema Telemedizin aktuell. Wie sieht die ärztliche Behandlung und unser Leben in der Zukunft aus? In dem Video-Beitrag „Doc on Demand – Künstliche Intelligenz in der medizinischen Versorgung“ wurde eindrucksvoll gezeigt, wie unser Leben in Zukunft vielleicht aussehen könnte: Der Protagonist hat eine Computer-Assistentin – Dina.
Auch in der Industrieausstellung beim DiaTec und T1Day gab es einiges zu entdecken.
Dina ermittelt durch z. B. Speichelproben, andere technische Hilfsmittel und Algorithmen, was dem Protagonisten fehlen könnte. Am Ende des Films wird der Protagonist mittels Telemedizin beim Arzt vorstellig und bekommt die Diagnose. Eine Dina als Unterstützung für Arzt und Patient gibt es heute nur in Form von „Dr. Google“ – ist aber sicherlich nicht schlecht, auch bei der Diabetestherapie.
Die Kinderworkshops forderten auch die kleinen Teilnehmer des T1Days.
DIY-AID und das Berufsleben
Dr. Simone von Sengbusch, Lübeck, zeigte in ihrem Vortrag, wie sie mit Kindern und Jugendlichen telemedizinische Sprechstunden praktiziert – mit Erfolg. DIY-AID (Automated Insulin Delivery), neue Technologien im Berufsleben und Involvieren von Patienten in Studien waren Themen der anderen Sessions.
von Lena Schmidt
Diabetes-Journal-Redaktion, Kirchheim-Verlag,
Wilhelm-Theodor-Römheld-Straße 14, 55130 Mainz,
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2019; 68 (3) Seite 8-9
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stephanie-haack postete ein Update vor 3 Tagen, 9 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Tagen, 11 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 3 Tagen, 9 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
