Alles in Ordnung: Tipps für einen geordneten Diabetiker-Haushalt

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Alles in Ordnung: Tipps für einen geordneten Diabetiker-Haushalt

#1 Mini-Mülleimer

Am Abend vor dem Schlafengehen noch eben schnell den Blutzucker messen, den Katheter wechseln oder das Insulin auffüllen – wir wissen alle: Das verursacht wahnsinnig viel Müll. Damit der nicht einfach wahllos auf dem Boden neben dem Bett oder auf dem Nachttisch landet, haben wir kleine Mülleimer dort stehen. Klein, praktisch und zeitsparend – so muss niemand mehr aus dem gemütlich weichen Bett krabbeln 😉

#2 Müllentsorgung

Benutzte Teststreifen und Penkanülen sollten nicht einfach lose im Haus- oder Plastikmüll entsorgt werden. Der Müll wird auch in Deutschland teilweise von Hand sortiert. Es muss einfach nicht sein, andere Menschen durch benutzte Kanülen einer Gefahr auszusetzen. Unsere Penkanülen und Teststreifen wandern deshalb in eine leere Waschmittelflasche, die zugeschraubt weggeworfen wird, wenn sie voll ist.

Quelle: Pixabay

#3 Diabetesregal

Wir ordnen zu Hause all unsere Utensilien in Stoffboxen, die mit unseren Namen beschriftet sind. Besonders praktisch: Alle Dinge, die mit dem Diabetes zu tun haben, werden dort mit einsortiert, also Bücher, Listen, Freiumschläge für Bestellungen und so weiter. So ist immer alles fest an einem Ort, und man verliert nicht so leicht den Überblick, wann wieder etwas bestellt werden muss.

#4 Reminder

Als Pumpenträger sind wir darauf angewiesen, immer ausreichende Mengen Katheter und Reservoire dazuhaben. Die Katheter, die nicht in die Boxen passen, warten in Kartons im Haushaltsschrank auf ihren Einsatz. Um nicht irgendwann in die Zwickmühle zu kommen, plötzlich nur noch mit drei Kathetern dazustehen, setzen wir uns Reminder. Über einige Online-Bestellportale geht das per E-Mail. Man trägt seine E-Mail-Adresse ein und wird in festgelegten Abständen daran erinnert, neues Verbrauchsmaterial nachzufordern. Das Unternehmen Abbott bietet bei einer Jahresversorgung mit Sensoren an, diese in regelmäßigen Abständen automatisch zu versenden. Ansonsten tut es aber auch ein Eintrag im Kalender auf dem Handy.

Quelle: Pixabay

#5 Hypobox

Im Falle einer Unterzuckerung ist schnelle Hilfe gefragt. Bei uns zu Hause gibt es deshalb ein Regalfach, das nur für Hypohelfer reserviert ist. Trinkpäckchen, Quetschies, Müsliriegel und Traubenzucker finden darin Platz. So muss man nicht erst durch die Wohnung rennen, um etwas Zuckerhaltiges zu finden, sondern hat immer alles beisammen.

 

Und unterwegs? Antje hat mal zusammengestellt, wie ihr Diabetestäschchen aussehen muss, damit sie alles ordentlich verstauen kann. 

 

 

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  • diahexe postete ein Update vor 5 Tagen, 20 Stunden

    Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?

    • Liebe diahexe,
      Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
      Viele Grüße
      Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion

    • @gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.

  • ckmmueller postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Ich habe ein Riesenproblem mit den Sensoren Guardian 4 von Medtronic. Es klappt nicht. Transmitter neu, aber auch das hilft nicht. Fast jeder Sensor braucht 2 Stunden, normale Wartezeit, dann beginnt er zu aktualisieren …. Nix passiert, außer das mein BZ unkontrolliert ansteigt. Vorletzte Woche über 400, letzte Woche hatte ich BZ 510 – ein Wert, den ich über 25 Jahre nicht mehr hatte. Ich bin sehr verzweifelt, weil es mit CGM von Medtronic nicht funktioniert. Gerade warte ich mal wieder darauf, dass der neue Sensor arbeitet. Heute habe ich mich über ChatGPT über andere Pumpen und Sensoren informiert. Tandem und Dexcom 7 soll gut sein und die Wartezeit des Sensors braucht nur 30 minuten. Kennt sich jemand damit aus? Hat ähnliche Probleme mit Medtronic wie ich? Dank für Antworten / Infos

    • Hallo, ich habe ein ähnliches Problem gehabt. Samstags neuen Sensor gesetzt, hat nach 2 Stunden aktualisiert, lief dann ein paar Stunden, wieder aktualisiert und dann aufgefordert den Sensor zu wechseln. Bis Montag hatte ich dann 4!Sensoren verbraucht. Habe dann einen neuen Transmitter geben lassen und eine völlig neue Einstichstelle gewählt. Danach ging es. Mein neustes Problem ist, dass sich meine Pumpe und mein Smartphone dauernd entkoppelt und sich dann stundenlang nicht mehr koppeln lassen. Manchmal muss ich dann die App neu laden bis es wieder funktioniert.

  • anseaticids postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen

    Wenn eine Diabetesdiagnose in eine Familie kommt, steht oft erst einmal alles Kopf.

    Besonders für Kinder bedeutet sie eine enorme Veränderung und für Eltern die tägliche Sorge: „Wird mein Kind in der Kita oder Schule gut begleitet? Ist es sicher? Kann es trotz Diabetes unbeschwert Kind sein?“

    Genau aus diesen Fragen heraus ist Hanseatic Kids entstanden: ein Herzensprojekt, das Kindern mit Diabetes im Alltag Sicherheit gibt und Familien entlastet.

    Wir möchten dafür sorgen, dass kein Kind aufgrund seines Diabetes auf Ausflüge, Spielzeiten oder Schulaktivitäten verzichten muss. Unsere Begleiterinnen und Begleiter sind speziell geschult und unterstützen
    individuell: beim Blutzuckermanagement, in Notfallsituationen, im Unterricht oder auf dem Pausenhof.

    So können Kinder lernen, wachsen und
    selbstständig werden und Eltern wissen, dass ihr Kind gut aufgehoben ist.
    Unsere Mission ist einfach:

    ✔ Kindern Sicherheit geben
    ✔ Familien den Alltag erleichtern
    ✔ Kita- und Schulteams entlasten
    ✔ und vor allem: jedes Kind dabei unterstützen, frei und unbeschwert aufzuwachsen, trotz Diabetes.

    Gerade in den ersten Wochen nach der Diagnose oder wenn Unsicherheiten bestehen, sind wir an der Seite der Familien. Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und Fachpersonal schaffen wir ein Umfeld, in dem Kinder sich wohlfühlen und ohne Angst lernen können.

    Dieses Projekt ist für uns mehr als Arbeit, es ist eine Herzensangelegenheit. Jedes Kind hat das Recht auf Teilhabe, Freude und Freiheit. Wir möchten dazu beitragen, dass dies Wirklichkeit wird.

    Wer mehr über unsere Arbeit erfahren oder Unterstützung anfragen möchte, kann sich jederzeit melden:
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    📞 040 851 59 747

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