- Technik
Umfrage zu Technologien und Digitalem
3 Minuten
Jedes Jahr findet eine Umfrage zu den Themen neue Diabetes-Technologien und digitale Anwendungen statt. Erfragt werden dabei auch allgemeine Angaben, z. B. zum Diabetes-Typ und zu Diabetes-Schulungen. Alle zwei Jahre werden im Rahmen dieser Umfrage für den Diabetes- und Technologiereport (D.U.T-Report) neben Ärztinnen und Ärzten auch Menschen mit Diabetes gefragt, auch dieses Jahr. Wir bitten Sie herzlich: Machen Sie mit und geben den Menschen mit Diabetes auch hier eine Stimme!
Vor vier und vor zwei Jahren hatten wir Sie schon einmal gefragt, wie Sie neue Technologien für die Behandlung des Diabetes und deren Zukunfts-Trends beurteilen. Die Resonanz war überwältigend: 5844 Menschen mit Diabetes und Eltern von Kindern mit Diabetes hatten an den bisherigen zwei Befragungen teilgenommen.
Die Ergebnisse ergaben erstmals ein umfassendes Bild, wie moderne Technologien bei Diabetes, z. B. Insulinpumpen, “smarte” Pens, Methoden des kontinuierlichen Glukose-Monitorings (CGM), Apps, Telemedizin, Video-Schulungen und andere digitale Anwendungen, aus der Sicht von Patientinnen und Patienten beurteilt werden. Beantwortet wurde auch, welche Chancen, aber auch Risiken sie diesbezüglich aktuell und in der nächsten Zukunft erwarten.
Zunahme von modernen Diabetes-Technologien
Die Ergebnisse sind zum einen wichtig, um belastbare Daten zu bekommen, wie häufig Diabetes-Technologien angewendet werden. Aus den Daten können wir schlussfolgern, dass mittlerweile bereits 77 Prozent aller Menschen mit Typ-1-Diabetes ein CGM-System nutzen und etwa jeder Dritte eine Insulinpumpe. Bei bereits ca. 12 Prozent steuert ein Algorithmus auf der Basis von CGM-Werten die Insulindosierung über eine Insulinpumpe (automatisierte Insulin-Dosierung, AID), Tendenz steigend. Menschen mit Typ-2-Diabetes nutzen vor allem CGM-Systeme, sehr selten hingegen bislang einen Smart-Pen, bei dem die Insulinabgaben digital erfasst werden.
Diabetes-Schulungen zu selten besucht
Aber auch Versorgungs-Mängel können mit den Ergebnissen aufgezeigt werden: So gab doch ein erstaunlich großer Anteil der Befragten der letzten Umfrage an, entweder überhaupt nicht oder nur ein einziges Mal geschult worden zu sein. Das ist deutlich zu wenig, da moderne Technologien ohne Schulung nicht richtig angewendet werden, weil nicht alle Menschen Technik-affin sind und mit den Technologien gut zurechtkommen. In einer Umfrage mit dem Umfrage-Panel dialink (www.dialink-diabetes.de), an der auch viele Diabetes-Journal-Leserinnen und -Leser teilgenommen hatten, konnten wir feststellen, dass Personen, die CGM nutzen, deutlich weniger häufig die verschiedenen Alarme verwenden als Personen, die geschult wurden.
Warum an der Umfrage teilnehmen?
Da sich Diabetes-Technologien schnell verändern und die Digitalisierung voranschreitet, bitten wir Sie in diesem Jahr erneut, Ihre Meinung zu neuen Technologien und der Digitalisierung in der Diabetestherapie zu äußern. Denn wir möchten nicht nur Ärztinnen und Ärzte befragen, sondern uns ist besonders wichtig, auch Ihre Einschätzung, Ihre Wünsche und Ihre Bedürfnisse zu erfassen. Die Ergebnisse werden veröffentlicht, sodass auch die Stimme von Menschen mit Diabetes ein Gewicht erhält. Ergebnisse wird es nicht nur im Diabetes-Journal geben, sondern auch in einem Bericht, der auch von den Kostenträgern gelesen wird, und auf nationalen und internationalen Kongressen. Da wir diese Umfrage in diesem Jahr auch in Österreich und der Schweiz durchführen, bekommen Sie auch einen Eindruck, wie die Situation in Deutschland im Vergleich zu den beiden anderen Ländern ist.
- Mitmachen können Menschen mit Diabetes und Eltern von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes.
- Unter de.research.net/r/dt24dj gelangen Sie zu der Umfrage, die Sie per Computer, Tablet oder Smartphone durchführen können. Die Umfrage wird vom unabhängigen Forschungsinstitut der Diabetes-Akademie Bad Mergentheim (FIDAM) durchgeführt. Die Antworten sind völlig anonym, es werden keine persönlichen Daten gespeichert.
- Die Umfrage findet im Zeitraum vom 1. November bis 15. Dezember 2023 statt.
Wir sind gespannt auf Ihre Ansichten, Wünsche und Erwartungen bezüglich neuer Technologien zur Behandlung des Diabetes. Nutzen Sie die Chance, der Stimme von Menschen mit Diabetes zu diesem wichtigen Zukunftsthema Gehör zu verschaffen, und machen Sie mit! Denn die Digitalisierung der Diabetestherapie schafft nur einen Mehrwert, wenn sie aus Sicht der Patientinnen und Patienten gedacht wird.
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2023; 72 (11) Seite 12-13
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Aktuelles
3 Minuten
- Aus der Community
2 Minuten
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
-
stephanie-haack postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
-
tako111 postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
-
katrin-kraatz antwortete vor 1 Woche, 3 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
-
-
moira postete ein Update vor 3 Wochen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
