- Technik
USA: Piksen entfällt – Therapie-Entscheidungen nun auch allein per CGM möglich
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Die FDA hat in den USA erstmals den alleinigen Einsatz eines CGM-Systems ohne parallele Blutzuckermessung zugelassen, um Entscheidungen bezüglich der Diabetestherapie (wie die Höhe der zuzuführende Insulindosis) treffen zu können.
Die US-amerikanische Arzneimittel-Zulassungsbehörde FDA hat kurz vor den Weihnachtsfeiertagen offiziell die Indikation für das ‘G5 Mobile’-System von ‘Dexcom’ zur kontinuierlichen Glukosemessung erweitert: Ursprünglich wurde das System in den USA nur als Ergänzung zur herkömmlichen Blutzuckermessung für Patienten ab 2 Jahren mit insulinpflichtigen Diabetes zugelassen, um auf Basis der gemessenen Daten Therapie-Entscheidungen zu treffen.
Therapie-Entscheidungen ohne vorheriges Finger-Piksen
G5 Mobile-Anwender müssen zwar noch immer zweimal täglich eine konventionelle Blutzuckermessung durchführen, um das System zu kalibrieren, für Therapie-Entscheidungen – wie etwa die Höhe der Insulindosis – können Sie sich nun aber offiziell an den vom Gerät gemessenen und auf dem Empfänger bzw. Smartphone angezeigten Werten orientieren.
Mit dieser aktuellen Entscheidung folgt die Behörde den Empfehlungen des zuständigen FDA-Beratungsgremiums, das im Juli 2016 mit 8 zu 2 Stimmen für diesen Schritt gestimmt hat. Als wissenschaftliche Grundlage wurden hierfür die Ergebnisse zweier Studien herangezogen, an denen insgesamt 130 Erwachsene und Kinder ab zwei Jahren teilnahmen.
Die Probanden trugen im Beobachtungszeitraum ein G5 Mobile-System und nutzten die damit gewonnen Daten, um Therapie-Entscheidungen zu treffen. Dabei wurden keine nachteiligen Ereignisse beobachtet. Zur Sicherheit wurden die Werte mit denen einer herkömmlichen Blutzuckermessung sowie mit Laborwerten verglichen.
Potentielle Risiken beachten!
Die FDA weist aber auch darauf hin, dass durch den alleinigen Einsatz des Systems unter gewissen Umständen zu potentiellen Risiken wie Über- oder Unterzuckerungen kommen kann. So kann es z.B. durch falsche Handhabung (etwa eine längere Tragedauer des Sensors als die empfohlenen 7 Tage) zu falschen Werten und damit Entscheidungen führen oder durch Hardware- oder Einstellungsfehler könnte die Alarm-Funktion beeinträchtigt werden.
Außerdem werden Anwender gewarnt, dass Medikamente, die den Wirkstoff Paracetamol beinhalten, die gemessenen Glukosewerte verfälschen können.
Dexcom-Chef erfreut, Indikation auch in Kanada erweitert
Der Vortandsvorsitzende von Dexcom, Kevin Sayer, zeigte sich sehr erfreut über die FDA-Entscheidungen: „Die erweiterte Indikation für das Dexcom G5 Mobile-CGM-System ist ein Meilenstein für Menschen mit Diabetes und ein entscheidender Schritt für das Voranbringen von Diabetes-Technologie, die das Krankheitsmanagement drastisch verändert. Nun können Menschen mit Diabetes, die das System nutzen, ihre täglichen Therapie-Entscheidungen fällen, ohne dies stets durch Fingerpiksen zu bestätigen.“
Bereits im November letzten Jahres hat das kanadische FDA-Äquivalent Health Canada ebenfalls die alleinige Nutzung der CGM-Daten des ‘G5 Mobile’-Systems als Grundlage für Behandlungsentscheidungen zugelassen.
von Gregor Hess
Redaktion Diabetes-Journal, Kirchheim-Verlag,
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stephanie-haack postete ein Update vor 6 Tagen, 5 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 6 Tagen, 7 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 6 Tagen, 5 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

