Weltweit erstes Hybrid-Closed-Loop-System ist auf dem Markt

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Weltweit erstes Hybrid-Closed-Loop-System ist auf dem Markt

Das Unternehmen Medtronic hat sein Hybrid-Closed-Loop-System MiniMed 670G als weltweit erstes seiner Art in den USA auf den Markt gebracht. Es ermöglicht eine automatische Anpassung der Basalinsulindosis.

Nachdem die US-Arzneimittelbehörde FDA im vergangenen Herbst grünes Licht für die Zulassung des „MiniMed 670G“-Systems für Menschen mit Typ-1-Diabetes ab 14 Jahren gegeben hatte, hat das Herstellerunternehmen Medtronic nun offiziell die Markteinfürung des weltweit ersten Hybrid-Closed-Loop-Systems in den USA bekanntgegeben.

Automatische Anpassung der Basalinsulindosis

Das System misst die Glukosekonzentration in einem 5-Minuten-Intervall und gibt automatisch eine an den Wert angepasste Dosis an Basalinsulin ab oder unterbricht bei Bedarf die Zufuhr. Das System besteht aus einem Sensor, der die Glukosekonzentration misst, einer Insulinpumpe und einem Infusionsset, das die Pumpe mit dem Körper verbindet.

Da noch nicht alles vollautomatisch abläuft – die Patienten müssen weiterhin die Eingabe der Kohlenhydrataufnahme zu Mahlzeiten sowie regelmäßige Wechsel von Sensor und Infusionsset vornehmen; zudem sind wiederkehrende Blutzuckerbestimmungen zur Kalibrierung des Systems erforderlich – spricht man von einem hybriden Closed-Loop-System.

Überwältigend positiv Resonanz aus der Diabetes-Community

„Wir haben im Grunde eine smartere Insulinpumpe entwickelt, die einige beschwerliche Belastungen des Diabetes-Managements verringert“, sagt Alejandro Galindo, Leiter der Abteilung Intensive Insulin Management bei Medtronic. Die Resonanz der Diabetes-Community auf diese Innovation in vorangegangenen Testphasen unter Real-Life-Bedingungen sei überwältigend positiv gewesen, so Galindo. Man sei bei Medtronic sehr stolz, diese außergewöhnliche Periode in der Diabetes-Historie mit anzuführen, sagt Galindo.

Diese Testphase unter Alttagsbedingungen bekräftigte zudem die Ergebnisse einer vorangegangenen klinischen Sicherheitsstudie, in der Patienten mit Typ-1-Diabetes durch das MiniMed 670G weniger glykämische Schwankungen, mehr Zeit im Zielbereich und einen niedrigeren HbA1c-Wert aufwiesen sowie seltener starken Über- und Unterzuckerungen ausgesetzt waren.

Zulassung im EU-Raum steht noch aus

Wann und ob das System auch hierzulande erhältlich sein wird, steht derzeit noch nicht fest. Auf Nachfrage von diabetes-online.de äußerte sich die Medtronic Deutschland GmbH wiefolgt: „Wir haben bisher keine CE-Zulassung für Europa. Aus diesem Grund können wir noch keinen Termin für eine mögliche Markteinführung in Deutschland nennen. Die Zeit bis zur Zulassung unterliegt den regulatorischen Prozessen der einzelnen Länder und Regionen.“


von Gregor Hess
Redaktion Diabetes-Journal, Kirchheim-Verlag,
Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (06131) 9 60 70 0, Fax: (06131) 9 60 70 90,
E-Mail: redaktion@diabetes-online.de

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • uho1 antwortete vor 6 Tagen

      @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • stephanie-haack postete ein Update vor 4 Wochen

    Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 4 Wochen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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