- Technik
Wie viele Patienten nutzen schon die neuen Technologien?
3 Minuten
Digitalisierung und Technologie werden in der Diabetologie zu immer wichtigeren Themen. Wie Diabetologen gegenüber Neuerungen aus diesem Bereich eingestellt sind, zeigt eine Umfrage unter über 300 diabetologisch tätigen Ärzten. Eine der wichtigsten Fragen: Wie weit verbreitet sind neue Technologien in den Einrichtungen, in denen die Ärzte arbeiten?
Über neue Technologien wird viel diskutiert, Vor- und auch Nachteile gegeneinander abgewogen. Aber wie viele Patienten nutzen überhaupt schon die noch relativ neuen Möglichkeiten zur Glukosemessung und zur Insulingabe? Welche Unterschiede gibt es zwischen Patienten mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes? Antworten auf diese Fragen geben die über 300 diabetologisch tätigen Ärzte, die 2019 an der zweiten Umfrage dieser Art im Rahmen des Digitalisierungs- und Technologiereports Diabetes (D.U.T) teilgenommen haben.

Fazit: Insgesamt benutzen ca. 17 Prozent aller Patienten einer ambulanten diabetologischen Einrichtung eine Flash-Glukosemessung, 5,5 Prozent eine Insulinpumpe und ca. 5 Prozent eine kontinuierliche Glukosemessung (CGM). 0,2 Prozent benutzen bereits ein Hybrid-Closed-Loop-System, 0,1 Prozent ein selbst gebautes Closed-Loop-System.
Diese Zahlen erlauben eine vorsichtige Hochrechnung, wie viele Diabetespatienten in Deutschland (aktuell: ca. 360.000 Menschen mit Typ-1-Diabetes, ca. 6,9 Millionen Menschen mit Typ-2-Diabetes) moderne Diabetestechnologie nutzen: Flash-Glukosemessung ca 370.000 Menschen, kontinuierliche Glukosemessung (CGM) ca. 96.000, Insulinpumpen ca. 104.000, Hybrid-Closed-Loop ca. 4.500, Closed-Loop ca. 1.440.
Interessant ist auch, in welchem Ausmaß sich der Anteil an Patienten (Typ-1- und Typ-2-Diabetes im ambulanten Bereich), der moderne Diabetestechnologie nutzt, im Zeitraum von nur einem Jahr (2018 – 2019) erhöht hat: Pro Praxis ist der Anteil aller Patienten mit CGM um 66 Prozent, der mit Flash-Glukosemessung um 49 Prozent und der mit Insulinpumpe um 30 Prozent gestiegen. Diese Zahlen ergeben sich aus dem Vergleich zwischen den beiden, in den Jahren 2018 und 2019 für den D.U.T durchgeführten Umfragen.
Die Umfrage – erstmals auch unter Diabetespatienten
Zum zweiten Mal nach 2018 zeigt 2019 eine wissenschaftlich geleitete Umfrage, inwieweit digitale Anwendungen in Deutschland schon in der klinischen Praxis genutzt werden und wie Diabetologen gegenüber der Digitalisierung eingestellt sind. Teilgenommen haben 326 Ärzte, die diabetologisch tätig sind.
Durchgeführt wurde die Befragung vom Forschungsinstitut der Diabetes Akademie Bad Mergentheim (FIDAM) in Zusammenarbeit mit dem Zukunftsboard Digitalisierung der Berlin-Chemie AG und mit Unterstützung des Bundesverbandes Niedergelassener Diabetologen (BVND) und des Verbandes der niedergelassenen Diabetologen Niedersachsen (VNDN).
2019 wurden zudem Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes sowie Eltern von Kindern mit Typ-1-Diabetes nach ihrer Sicht auf neue Technologien und die digitalen Möglichkeiten der Diabetestherapie gefragt. 3.427 Personen haben an der Umfrage teilgenommen. Die Ergebnisse sowohl der Ärzte- als auch der Patientenumfrage sind abrufbar unter dut-report.de.
Der Digitalisierungs- und Technologiereport Diabetes
Im Digitalisierungs- und Technologiereport Diabetes (D.U.T) beschreiben die Autoren die wichtigsten Fakten und Entwicklungstrends zu verschiedenen Aspekten der Digitalisierung und Technologisierung in der Diabetologie. Durch die Beiträge wird deutlich, auf wie vielen und unterschiedlichen Ebenen Digitalisierung und Technologie mittlerweile in die Diabetestherapie eingreifen. Die Artikel sollen helfen, praxistaugliche Lösungen zu finden, die künftig zu einer modernen und patientenorientierten Diabetologie gehören können. Zudem ist die eingehende Analyse der Umfrageergebnisse ein Teil des D.U.T.
Der Digitalisierungs- und Technologiereport Diabetes (D.U.T) erscheint im
Kirchheim-Verlag
, die Herausgeber sind Prof. Dr. Bernhard Kulzer und Prof. Dr. Lutz Heinemann. Unterstützt wurde der D.U.T von der Berlin-Chemie AG mit seinem Zukunftsboard Digitalisierung (zd), mit dem das Unternehmen zusammen mit führenden Experten den Digitalisierungsprozess in der Diabetologie aktiv vorantreiben will. Vertreter des zehnköpfigen Zukunftsboards Digitalisierung bilden zudem die Jury für den bytes4diabetes-Award. Bewerbungen sind bis 15. September 2020 möglich.
Der Digitalisierungs- und Technologiereport Diabetes ist erhältlich über das Unternehmen Berlin-Chemie und in digitaler Form auf www.dut-report.de.
Quelle: Verlag Kirchheim & Co GmbH
Wilhelm-Theodor-Römheld-Straße 14, 55130 Mainz
Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0, Fax: (0 61 31) 9 60 70 90
E-Mail: info@kirchheim-verlag.de
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stephanie-haack postete ein Update vor 1 Tag, 11 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 1 Tag, 13 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 1 Tag, 11 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
