- Technik
Zulassungsanträge für Glukagon-Nasenspray eingereicht
2 Minuten

Das US-Unternehmen Eli Lilly and Company hat ein sofort einsetzbares Spray entwickelt, mit dem Glukagon über die Nase verabreicht wird, um Menschen mit Diabetes bei einer schweren Unterzuckerung zu behandeln. Nun hat es für das Glukagon-Nasenspray in der EU und den USA die Zulassung beantragt.
Eli Lilly and Company hat bei den zuständigen Behörden in Europa (European Medicines Agency, EMA) und den USA (Food and Drug Administration, FDA) einen Antrag auf Zulassung eines Glukagon-Nasensprays zur Behandlung schwerer Unterzuckerungen eingereicht. Erhalten diese eine positiven Bescheid, kann das Notfall-Präparat auf die jeweiligen Märkte gebracht werden.
Bislang gibt es ausschließlich Glukagon-Kits auf dem Markt, bei denen man vor dem Einsatz Glukagon in Pulverform mit einer Lösungsflüssigkeit vermischen muss, bevor die fertige Lösung mit einem Pen in eine Muskelpartie gespritzt wird.
Gebrauchsfertiges Nasenspray für den einmaligen Gebrauch
Das neue nasale Glukagon liegt hingegen in einem gebrauchsfertigen Applikator für den einmaligen Gebrauch vor. Im Falle einer schweren Unterzuckerung können Helfende damit den Betroffenen das Glukagon-Spray über die Nase verabreichen, wo es über die Schleimhäute aufgenommen wird. Die Anwendung ist also so simpel wie bei anderen Nasensprays, beispielsweise solche gegen Heuschnupfen.
„Die Anträge bringen uns einen weiteren Schritt voran, um der Diabetes-Community diese innovative Notfallmedizin verfügbar zu machen und damit eine wichtige bei der Behandlung schwerer Hypoglykämien“, berichtete Thomas Hardy, leitender medizinischer Direktor bei Eli Lilly Diabetes, dem US-Magazin Endocrine Today.
In zwei Studien zeigte das nasale Glukagon seine Wirksamkeit
Die Anträge werden von einer Studie flankiert, die im Fachmagazin „Pediatric Diabetes“ veröffentlicht wurde. In deren Rahmen wurden Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes bei sehr niedrigen Blutzuckerwerten das nasale Glukagon verabreicht, woraufhin deren Werte innehralb 30 Minuten wieder im Normalbereich waren. In einer vorangegangenen Studie aus dem Jahr 2017 zeigte sich dieser Effekt auch bei erwachsenen Patienten mit Typ-1-Diabetes.
„Lilly fühlt sich verpflichtet, das nasale Glukagon so schnell wie möglich auf den Markt zu bringen, da wir davon überzeugt sind, dass ein einfacher und direkt einsatzbereiter Ansatz für die Behandlung schwerer Unterzuckerungen per nasaler Verabreichung einen wichtigen Fortschritt für Menschen mit Diabetes und deren Nothelfer darstellt“, so Hardy weiter. „Dadurch könnte sich auch der Kreis derjenigen erweitern, die in einer Notfallsituation schnelle Hilfe leisten können.“
Quelle: Endocrine Today | gh
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 1 Tag
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße