- Psyche
Körpergewicht: Wenn gesellschaftliche Vorurteile den Selbstwert beeinflussen
2 Minuten

Gesellschaftliche Vorurteile gegenüber dem Körpergewicht sind weit verbreitet und wirken oft auch in uns selbst. Ein wohlwollender Umgang mit sich selbst kann helfen, Schuld- und Schamgefühle zu durchbrechen und den Selbstwert zu stärken.
Wenige Menschen haben ein neutrales Verhältnis zu ihrem Gewicht. Ganz im Gegenteil: Oft ist das Thema Körpergewicht emotional, also gefühlsmäßig, aufgeladen, insbesondere bei Frauen. Aber warum erscheinen Gewicht und Körperform eigentlich so wichtig?
Gesellschaftliche Ideale und das Selbstwertgefühl
Gewichtsstigmatisierung – die ungerechte und abwertende Behandlung von Menschen aufgrund ihres Gewichts – ist leider tief in unserer Gesellschaft verankert. Zeitschriften, Instagram, TikTok und Co. vermitteln tagtäglich vermeintliche Körper-Ideale, also Vorstellungen davon, wie ein „perfekter“ Körper aussehen sollte. Menschen mit höherem Gewicht sind in Film und Fernsehen deutlich seltener vertreten. Wenn sie doch vorkommen, werden sie häufig mit wiederkehrenden, stereotypen Eigenschaften dargestellt. All das trägt zur Stigmatisierung bei, sowohl auf individueller als auch auf gesellschaftlicher Ebene: von negativen Kommentaren bis hin zur Benachteiligung am Arbeitsplatz oder im Gesundheitssystem.
Persönliche Abwertung
Stigmatisierung wirkt allerdings nicht nur im Miteinander zwischen Menschen, sondern auch in uns selbst. Genau deswegen haben viele Menschen ein kompliziertes Verhältnis zu ihrem Gewicht. Wer nicht den gesellschaftlich vermittelten Körper-Idealen entspricht, neigt dazu, sich selbst abzuwerten. Diese Übernahme negativer gesellschaftlicher Urteile über sich selbst nennt man Selbststigmatisierung. Dabei werden gesellschaftliche Vorurteile und Stereotype übernommen, was zu starken Schuld- und Schamgefühlen führen kann.
Selbststigmatisierung zieht oft sozialen Rückzug nach sich und kann beispielsweise dazu führen, dass ärztliche Besuche vermieden werden. Ein erster wichtiger Schritt, diesen Kreislauf zu durchbrechen, ist, sich diese Mechanismen bewusst zu machen. Dann lohnt es sich, die eigenen Gedanken kritisch zu hinterfragen.
Starkes Übergewicht (Adipositas) ist eine chronische Erkrankung mit komplexen zugrundeliegenden Faktoren. Ein bewusster und mitfühlender Umgang mit sich selbst kann helfen, die Selbststigmatisierung zu reduzieren. Denn Gesundheit beginnt nicht mit Selbstabwertung, sondern mit Selbstfürsorge, einem liebevollen Umgang mit uns und unserem Körper.
Rubrik ÜBER Gewicht
Hier dreht sich alles ums Thema Gewicht. Die Expertinnen Kirsten Metternich von Wolff und Dr. Astrid Tombek geben Tipps und Anregungen. Sie erklären, was rund ums Thema wichtig, hilfreich und interessant ist. Wer Fragen oder Anregungen hat, kann gern eine E-Mail schreiben an: info@metternich24.de. Hier gibt es alle Beiträge aus der Rubrik.
von M.Sc. Psych. Laura Klinker
Laura Klinker ist Psychologin mit der Zusatzbezeichnung „Psychodiabetologie“. Sie ist tätig an der Diabetes-Klinik Mergentheim, bietet Workshops und Vorträge an und betreibt den Podcast „Eine Prise Achtsamkeit“.
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (6) Seite 43
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Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
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kety22 postete ein Update vor 2 Tagen, 5 Stunden
Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?
katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 1 Woche, 1 Tag
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Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!
Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB
Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂


