Körpergewicht: Wenn gesellschaftliche Vorurteile den Selbstwert beeinflussen

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Körpergewicht: Wenn gesellschaftliche Vorurteile den Selbstwert beeinflussen | Foto: ViDi Studio – stock.adobe.com
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Körpergewicht: Wenn gesellschaftliche Vorurteile den Selbstwert beeinflussen

Gesellschaftliche Vorurteile gegenüber dem Körpergewicht sind weit verbreitet und wirken oft auch in uns selbst. Ein wohlwollender Umgang mit sich selbst kann helfen, Schuld- und Schamgefühle zu durchbrechen und den Selbstwert zu stärken.

Wenige Menschen haben ein neutrales Verhältnis zu ihrem Gewicht. Ganz im Gegenteil: Oft ist das Thema Körpergewicht emotional, also gefühlsmäßig, aufgeladen, insbesondere bei Frauen. Aber warum erscheinen Gewicht und Körperform eigentlich so wichtig?

Gesellschaftliche Ideale und das Selbstwertgefühl

Gewichtsstigmatisierung – die ungerechte und abwertende Behandlung von Menschen aufgrund ihres Gewichts – ist leider tief in unserer Gesellschaft verankert. Zeitschriften, Instagram, TikTok und Co. vermitteln tagtäglich vermeintliche Körper-Ideale, also Vorstellungen davon, wie ein „perfekter“ Körper aussehen sollte. Menschen mit höherem Gewicht sind in Film und Fernsehen deutlich seltener vertreten. Wenn sie doch vorkommen, werden sie häufig mit wiederkehrenden, stereotypen Eigenschaften dargestellt. All das trägt zur Stigmatisierung bei, sowohl auf individueller als auch auf gesellschaftlicher Ebene: von negativen Kommentaren bis hin zur Benachteiligung am Arbeitsplatz oder im Gesundheitssystem.

Persönliche Abwertung

Stigmatisierung wirkt allerdings nicht nur im Miteinander zwischen Menschen, sondern auch in uns selbst. Genau deswegen haben viele Menschen ein kompliziertes Verhältnis zu ihrem Gewicht. Wer nicht den gesellschaftlich vermittelten Körper-Idealen entspricht, neigt dazu, sich selbst abzuwerten. Diese Übernahme negativer gesellschaftlicher Urteile über sich selbst nennt man Selbststigmatisierung. Dabei werden gesellschaftliche Vorurteile und Stereotype übernommen, was zu starken Schuld- und Schamgefühlen führen kann.

Selbststigmatisierung zieht oft sozialen Rückzug nach sich und kann beispielsweise dazu führen, dass ärztliche Besuche vermieden werden. Ein erster wichtiger Schritt, diesen Kreislauf zu durchbrechen, ist, sich diese Mechanismen bewusst zu machen. Dann lohnt es sich, die eigenen Gedanken kritisch zu hinterfragen.

Starkes Übergewicht (Adipositas) ist eine chronische Erkrankung mit komplexen zugrundeliegenden Faktoren. Ein bewusster und mitfühlender Umgang mit sich selbst kann helfen, die Selbststigmatisierung zu reduzieren. Denn Gesundheit beginnt nicht mit Selbstabwertung, sondern mit Selbstfürsorge, einem liebevollen Umgang mit uns und unserem Körper.

Rubrik ÜBER Gewicht

Hier dreht sich alles ums Thema Gewicht. Die Expertinnen Kirsten Metternich von Wolff und Dr. Astrid Tombek geben Tipps und Anregungen. Sie erklären, was rund ums Thema wichtig, hilfreich und interessant ist. Wer Fragen oder Anregungen hat, kann gern eine E-Mail schreiben an: info@metternich24.de. Hier gibt es alle Beiträge aus der Rubrik.


von M.Sc. Psych. Laura Klinker

Laura Klinker ist Psychologin mit der Zusatzbezeichnung „Psychodiabetologie“. Sie ist tätig an der Diabetes-Klinik Mergentheim, bietet Workshops und Vorträge an und betreibt den Podcast „Eine Prise Achtsamkeit“.

Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (6) Seite 43

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  • mr postete ein Update vor 2 Tagen, 9 Stunden

    Hallo,
    Ich bin neu hier.
    Seit gut zwei Jahren Typ 1 Diabetikerin.
    Ich würde mich gerne austauschen

  • Hallo, hat hier noch jemand Doppeldiabetes (durch Corona verursacht oder warum auch immer)? Ich würde mich gerne austauschen.

  • olivers postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen

    Hallo Zusammen!
    Ich bin ein T3er und freue mich Gleichbetroffene zwecks Erfahrungsaustausch zu finden. Bin im Frankfurter Raum, aber auch im Heidelberger Raum unterwegs.
    Liebe Grüße
    Oliver

    • Hey Oliver, kannst mich gerne mal anschreiben. Viele Grüße
      Gunnar

    • @gunnar83: hallo, aktuell im Frankfurter Raum. Wir können aber gerne mal ein Treffen organisieren, zwecks Austausch.
      Viele Grüße
      Oliver

    • Hallo Oliver, auch ich bin Typ 3c und würde mich gern mit dir ein wenig per Mail mit dir austauschen, wenn du magst. Bin vor 15 Jahren mit Kausch-Whipple auf “Verdacht” operiert worden – war aber kein Krebs, sondern “nur” eine Pankreatitis (AIP), also eine Fehldiagnose (hätte keiner OP bedurft, also kein Diabetes als Folge).