10 Jahre DIAschulisch: Projekt zur Inklusion von Kindern mit Diabetes feiert Jubiläum

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10 Jahre DIAschulisch: Projekt zur Inklusion von Kindern mit Diabetes feiert Jubiläum | Foto: DBW
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10 Jahre DIAschulisch: Projekt zur Inklusion von Kindern mit Diabetes feiert Jubiläum

DIAschulisch wird 10 Jahre alt: Das Projekt des Diabetiker Baden-Württemberg e. V. schult Lehr- und Kita-Fachkräfte direkt vor Ort, wenn ein Kind neu an Diabetes erkrankt ist. So wachsen Wissen, Sicherheit und Teilhabe – doch nach Auslaufen der Förderung ist das Angebot auf Spenden angewiesen.

Die vierjährige Sina ist neu an Diabetes erkrankt. Sie benötigt bei allen Behandlungsmaßnahmen die Unterstützung von Erwachsenen – auch im Kindergarten. Tom ist acht Jahre alt, hat seit drei Jahren Diabetes und geht in die zweite Klasse. Seine Insulinpumpe und sein Blutzuckermessgerät bedient er selbstständig. Das Interpretieren der Werte und Ermitteln der Insulindosis überfordern jedoch seine Rechenkünste. Sinas Erzieherinnen und Toms Lehrer sind skeptisch und lehnen die von den Eltern gewünschte Hilfe ab.

Solche oder ähnliche Situationen werden den Verantwortlichen des Diabetiker Baden-Württemberg e. V. (DBW) immer wieder berichtet, auch heute noch. Deshalb waren die Eltern froh, als sie das Angebot eines externen Anbieters für eine Lehrer-Fortbildung zu Diabetes bei Kindern erhielten. Schnell erkannten sie jedoch einige Mängel:

Die Fortbildungen waren an einem Ort geplant und mit langen Anreisen für die Lehrkräfte verbunden.
Sie fanden nicht zu dem Zeitpunkt statt, an dem ein Kind mit Diabetes in die Klasse aufgenommen wurde oder neu erkrankt war.
Die Schulung war nicht für Kindertagesstätten vorgesehen. DBW-Vorstandsmitglied und Sozialreferent Reiner Hub schlug dem DBW-Vorstand deshalb vor, eine eigene Fortbildung aufzubauen, die diese Mängel nicht hatte: Sie sollte vor Ort passend zum Zeitpunkt des Bedarfs und auch in Kindergärten stattfinden. DIAschulisch war geboren.

Das ist DIAschulisch

  • vermittelt Fachkräften Wissen und Sicherheit bei Diabetes
  • entlastet Familien im Kita- und Schul-Alltag
  • ermöglicht Kindern mit Diabetes die Teilhabe in Kita und Schule

Weitere Informationen gibt es auf der Website des Diabetiker Baden Württemberg e.V.

Unterstützen Sie DIAschulisch mit Ihrer Spende – herzlichen Dank!
Spendenkonto: IBAN: DE46 3702 0500 0008 7051 51, SozialBank AG

Es dauerte eine Weile, bis die Planungen abgeschlossen, Schulungsunterlagen erstellt und Fortbildungspersonal gefunden waren. Auch musste mit der Krankenkasse IKK classic verhandelt werden, die während der ersten Jahre das Projekt bezuschusste.

Im Jahr 2016 fanden probeweise zwei Fortbildungen statt, die sich sofort bewährten. Im Jahr 2017 konnte voll durchgestartet werden. Seither gehen Jahr für Jahr Diabetesberaterinnen, von Typ-1-Diabetes betroffene Erziehungs- und Lehrkräfte oder erfahrene Eltern eines an Diabetes erkrankten Kindes vor Ort in Kindertagesstätten oder Schulen und informieren ausführlich über Diabetes bei Kindern, klären über schul- und haftungsrechtliche Fragen auf und geben Tipps zum Umgang mit dem Diabetes im Kindergarten- und Schul-Alltag.

DIAschulisch fördert so die Bereitschaft, betroffene Kinder im Schul- und Kita-Alltag zu unterstützen. Kindern und Jugendlichen mit Diabetes wird eine möglichst normale und selbstbestimmte Teilhabe ermöglicht. Erziehungs- und Lehrkräften wird die Angst vor dem Unbekannten genommen und die Sorge vor rechtlichen Konsequenzen. Die Scheu, Kinder mit Diabetes auf Ausflüge oder Klassenfahrten mitzunehmen, wird abgebaut. Dies bestätigen viele positive Rückmeldungen, die wir bekommen.

Ein Problem bleibt jedoch: Die Projektförderung durch die IKK classic ist ausgelaufen. Seitdem müssen sich Schulen und Kindergärten an den Kosten der Schulungen beteiligen, was nicht immer möglich ist. Der DBW würde DIAschulisch gern kostenfrei anbieten, ihm sind als gemeinnütziger Verein jedoch enge Grenzen gesetzt. Deshalb ist man ständig auf der Suche nach einem regelmäßigen Spenden-Eingang, der es ermöglicht, die Kosten einigermaßen abzudecken. Vielleicht möchten auch Sie helfen?

von Reiner Hub, Vorstandsmitglied DBW und Sozialreferent DDF


Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (6) Seite 65

zur Beitragsübersicht von Diabetiker Baden-Württemberg e.V.

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  • tako111 postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

  • moira postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen

    Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
    War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

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