Mein persönlicher Einblick: Die Bedeutung von Selbsthilfe in der Diabetesberatung

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Mein persönlicher Einblick: Die Bedeutung von Selbsthilfe in der Diabetesberatung | Foto: Michael M. Roth / MicialMedia
Foto: Michael M. Roth / MicialMedia
Mein persönlicher Einblick: Die Bedeutung von Selbsthilfe in der Diabetesberatung

Helene Klein, DBW-Vorsitzende und erfahrene Diabetesberaterin, betont die zentrale Rolle der Selbsthilfe in der Diabetesberatung. Seit 2022 unterrichtet sie in Bad Mergentheim und fordert eine stärkere Integration der Selbsthilfe in den Therapieprozess, um langfristige Erfolge zu erzielen.

Seit dem Jahr 2022 habe ich die Ehre, Diabetesberaterinnen in Bad Mergentheim im Rahmen des Themas „Chronische Erkrankung aus Sicht der Betroffenen und Betreuer“ zu unterrichten. Es ist eine Tätigkeit, die mir besonders am Herzen liegt, da ich vor 20 Jahren selbst meine Weiterbildung zur Diabetesberaterin DDG an derselben Schule absolviert habe. Heute stehe ich auf der anderen Seite im Klassenzimmer und teile mein Wissen und meine Erfahrungen mit engagierten Beraterinnen.

Ein zentrales Anliegen meiner Arbeit ist es, die Bedeutung der Selbsthilfe in der Diabetesberatung hervorzuheben. Für Behandlerinnen und Behandler ist es essenziell, das Leiden und die Herausforderungen zu verstehen, denen Menschen mit Diabetes – egal welchen Typs – gegenüberstehen, damit sie ihnen therapeutisch effektiv helfen können. Selbsthilfe sollte nicht nur als ergänzende Maßnahme betrachtet werden, sondern vielmehr als zentrale Säule im Therapie-Prozess.

Selbsthilfe integrieren

Mein Appell an die Beraterinnen lautet daher: die Selbsthilfe verstärkt in die Schulungen und Beratungsgespräche integrieren. Diabetesberaterinnen sollen die Selbsthilfe als wichtige Stütze für die Betroffenen betrachten und die Bedeutung einer guten Zusammenarbeit zwischen Behandlerinnen und Behandlern sowie Menschen mit Diabetes erkennen. Nur durch eine enge Kooperation und gegenseitiges Verständnis können wir langfristig positive Veränderungen im Umgang mit Diabetes erreichen.

Ganzheitlichen Ansatz etablieren

Als langjährige Diabetesberaterin DDG ist es mir eine Herzensangelegenheit, dieses Bewusstsein zu fördern und einen ganzheitlichen Ansatz in der Diabetesberatung zu etablieren. Möge die Selbsthilfe als Bindeglied zwischen Menschen mit Diabetes und Diabetesberaterinnen dienen und zu einer verbesserten Lebensqualität für alle Betroffenen beitragen.


von Helene Klein

Erschienen in: Diabetes-Anker, 2025; 73 (7) Seite 64

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  • thomas55 postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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