Früherkennung des Typ-1-Diabetes

< 1 minute

Früherkennung des Typ-1-Diabetes | Foto: gpointstudio – stock.adobe.com
Foto: gpointstudio – stock.adobe.com
Früherkennung des Typ-1-Diabetes

Am Forschungszentrum Helmholtz Munich wurden Methoden entwickelt, um Kosten und Nutzen bevölkerungsweiter Früherkennungstests zu berechnen. Basis sind über 180 000 Tests, die seit 2015 im Rahmen der Fr1da-Studie durchgeführt wurden.

Familien, in denen ein (Klein-)Kind die Diagnose Prädiabetes erhält, brauchen im Weiteren kinderärztliche Betreuung. Werte werden regelmäßig kontrolliert. Bei Ängsten und Sorgen brauchen die Familien Begleitung und Beratung. Die Berechnungen der Münchner Forschenden ergeben, dass bei einem flächendeckenden Screening von Kindern die Anzahl der Kinder, die aufgrund eines Typ-1-Diabetes in ärztlicher Betreuung sind, um 60 Prozent steigen würde. „Diese Schätzungen bieten eine Grundlage dafür, die tatsächlichen Gesundheitskosten zu berechnen, die mit einem flächendeckenden Früherkennungs-Screening einhergehen“, heißt es in der Veröffentlichung im Fachjournal Lancet Diabetes & Endocrinology.

Vorteile im Verlauf der Krankheit

Die zu erwartenden Kosten für die Früherkennung von Typ-1-Diabetes im präsymptomatischen Stadium sind ins Verhältnis zu setzen mit den Vorteilen, die sie für die Betroffenen bedeutet. Die besseren gesundheitlichen Aussichten bergen zudem die Perspektive finanzieller Erleichterungen für das Gesundheitssystem. So ließe sich die Anzahl der Menschen, die wegen einer diabetischen Ketoazidose stationär behandelt werden müssen, drastisch reduzieren. Betroffene und Angehörige wüssten auftretende Symptome frühzeitig einzuordnen. Die Dauer der Krankenhausaufenthalte bei der Diagnose könnte sich um etwa ein Fünftel verkürzen. Und auch langfristig ermöglicht der „sanfte Einstieg“ ein besseres Management der Erkrankung und kann so helfen, Folgeerkrankungen vorzubeugen. Der Deutsche Diabetiker Bund befürwortet die Forschung zur Früherkennung des präsymptomatischen Typ-1-Diabetes und hat diese Studie finanziell unterstützt.

Eine ausführliche Version des Beitrags gibt es auf der DDB-Website.


von Dr. Ulrike Schneeweiß

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Diabetes und Hitze – Hitze und Diabetes
Thermometer, dass über 30 Grad anzeigt

< 1 minute

Typ-F-Familien wieder abgehängt: Beratungsverfahren zur Krankenbeobachtung bei Diabetes Typ 1 liegt auf Eis
Seit Jahren kämpfen Eltern von Kindern mit Diabetes Typ 1 um eine eindeutige Reglung zur Begleitung in Schule und KiTa. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) sollte endlich für Klarheit sorgen, drückt nun aber nach 16 Monaten Beratung die Pausetaste. Ein Schlag ins Gesicht für Familien vom Typ F.
Eine Frau mit T1D-Kind auf dem Weg durch den Paragrafendschungel

4 Minuten

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Woche, 2 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

    Wer ist am Start?

    ( 3 von 5 )
    60%
    ( 1 von 5 )
    20%
    ( 1 von 5 )
    20%
  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/