Für die Interessen von Menschen mit Diabetes: Alltag Diabetes – der DDB an Ihrer Seite

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Für die Interessen von Menschen mit Diabetes: Alltag Diabetes – der DDB an Ihrer Seite
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Für die Interessen von Menschen mit Diabetes: Alltag Diabetes – der DDB an Ihrer Seite

Der DDB setzt sich für die Interessen von Menschen mit Diabetes ein. Dabei haben wir viele Aspekte des Lebens im Blick. Wir laden zu offenen Online-Treffen ein, um uns auszutauschen und unsere Anliegen zu konkretisieren und zu platzieren.

Der Diabetes fordert Aufmerksamkeit, kostet Zeit, raubt einem zuweilen die Kraft – mit einem Diabetes zu leben, ist eine Herausforderung, jeden Tag aufs Neue. Bekommt ein Kind die Diagnose Typ-1-Diabetes, bringt das oft Aufruhr in die ganze Familie. Die Versorgung muss etabliert und der Alltag neu organisiert werden. Allerlei bürokratische Hürden sind zu nehmen, Fragen bezüglich der Betreuung und des Schulbesuchs sind zu klären. Ganz abgesehen von der ständigen Aufmerksamkeit auf Ernährung, Bewegung, Freizeit-Gestaltung: Was ist möglich, was tut uns gut?

Viele Jugendliche und ihre Eltern erleben die Pubertät als besonders aufreibende Zeit, eine Gratwanderung zwischen dem Streben nach Unabhängigkeit und der Sorge um die Gesundheit. Schon bald stellen sich dann Fragen hinsichtlich der Berufswahl. Junge Menschen müssen sich dabei immer wieder mit möglichen Einschränkungen auseinandersetzen und jede und jeder muss ihren oder seinen eigenen Umgang finden. Auch im Arbeitsleben gilt es, den Körper optimal zu versorgen und dabei so wenig wie möglich die eigene soziale Teilhabe einzuschränken. Kinderwunsch und Familienplanung bringen für viele Menschen mit Diabetes darüber hinaus noch einmal Unruhe ins Leben.

Treffpunkt Diabetes Nr. 1/2025: Herausforderungen und Bewältigungsstrategien

Zu unserem ersten Online-Treffen in diesem Jahr laden wie Sie und Euch am Mittwoch, dem 26. Februar, ein. Zu Gast ist der Psychodiabetologe Prof. Dr. Bernhard Kulzer vom Forschungsinstitut der Diabetes-Akademie Bad Mergentheim (FIDAM GmbH). Gemeinsam mit Bernhard Kulzer sprechen wir über Hürden im Alltag mit Diabetes, die Herausforderungen des täglichen Managements, den Umgang mit Folgeerkrankungen und – natürlich! – über Bewältigungsstrategien. Fragen an Bernhard Kulzer können ab jetzt an die Mailadresse kontakt@diabetikerbund.de geschickt werden. Wir werden sie im Treffpunkt berücksichtigen.

Häufig erst später im Leben erhalten Menschen die Diagnose Typ-2-Diabetes. Sie lernen ihren Körper neu kennen und müssen in vieler Hinsicht ihren Lebensstil anpassen. Ernährung, Bewegung, Versorgung sind Dauerthemen. Die Suche nach passender medizinischer Betreuung und Beratung kann zeitaufwendig und nervenaufreibend ausfallen. Ob Typ 1 oder Typ 2: Im Alltag sind Menschen mit Diabetes ihre eigenen Gesundheits- und Versorgungsmanager. Nicht wenige haben das Gefühl, das Management der eigenen Versorgung ist – zumindest phasenweise – fast ein Vollzeit-Job. Bei Lebensentscheidungen wie Umzügen, Wechsel der Arbeitsstelle oder auch Reiseplanungen ist der Diabetes immer mit zu bedenken. Man richtet das Leben ein, um Begleiterkrankungen möglichst vorzubeugen – und muss mit ihren Auswirkungen umgehen, wenn sie dennoch auftreten. Und immer wieder kann sich alles ändern. Im Alter warten neue Herausforderungen wie häufigere Aufenthalte im Krankenhaus oder die Suche nach passender pflegerischer Betreuung.

Der DDB, als Deutschlands älteste bundesweite Vereinigung von Menschen mit Diabetes, hat alle diese Aspekte des Lebens im Blick. Wir setzen uns auf verschiedenen Ebenen für das Wohl der Betroffenen ein. Die Lebensqualität von Menschen mit Diabetes zu wahren und zu steigern, ist unser Kernanliegen. Deshalb sind wir in vielen Bereichen aktiv: Damit Typ-1-Diabetes möglichst früh erkannt werden kann und die Betroffenen gut versorgt werden können, unterstützen wir Studien am Forschungszentrum Helmholtz Munich und arbeiten eng mit der Globalen Plattform für die Vorbeugung des Autoimmun-Diabetes (Global Platform for the Prevention of autoimmune Diabetes, GPPAD) zusammen. An der Charité in Berlin unterstützen wir eine Studie zu gesundheitsfördernden Ernährungs-Strategien für Menschen mit Diabetes.

Der DDB-Online–Treffpunkt: Raum für Ihre und Eure Anliegen

Zu unseren regelmäßigen bundesweiten Online-Treffen laden wir Expertinnen und Experten aus Medizin, Versorgung oder Politik ein und diskutieren die Bedarfe der Betroffenen. Die Treffen sind in erster Linie Ihr und Euer Raum – hier gibt es Austausch mit Gleichgesinnten und die Möglichkeit, eigene Anliegen zu platzieren. So können wir an wichtigen Stellen in Versorgung oder Politik für Ihre und Eure Interessen eintreten!

Wir informieren Familien in allen Bundesländern über ihre Rechte der Teilhabe und die Möglichkeiten, diese Rechte durchzusetzen. Unsere Landes- und Regionalverbände sind dafür Ansprechpartner vor Ort. Als Begleiter und Ansprechpartner für Menschen mit Diabetes in allen Lebenslagen bilden wir mit unserer Stiftung „Mittelpunkt Mensch“ die Diabeteslotsen und Diabetes-Teilhabeassistenten aus. Die Freiwilligen werden geschult in Fragen der Versorgung und Teilhabe und bringen als Betroffene ihre eigenen wichtigen Erfahrungen und Kompetenzen in Sachen Versorgung, Sorgen und Lösungen mit. In der Hauptstadt Berlin ist unser Vorstand aktiv in der politischen Szene unterwegs, um die Interessen und Bedarfe von Menschen mit Diabetes immer wieder auf den Tisch zu bringen.

So starten wir mit Ihnen und Euch auch in dieses neue Jahr. Neben Früherkennung/Vorbeugung und Ernährung wollen wir unter anderem verstärkt den Blick auf die Bewältigung der Krankheit in jeder Lebensphase richten. Wir freuen uns auf ein gemeinsames starkes Jahr mit Ihnen und Euch und für alle Menschen mit Diabetes!


von Dr. Ulrike Schneeweiß

Erschienen in: Diabetes-Anker, 2025; 73 (1/2) Seite 60

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  • Huhu, ich bin Marina und 23 Jahre alt, studiere in Marburg, habe schon etwas länger Typ 1 Diabetes und würde mich total über persönlichen Austausch mit anderen jungen Menschen/Studis… freuen, vielleicht auch mal ein Treffen organisieren oder so 🙂 Schreibt mir gerne, wenn ihr auch Lust habt!

  • Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!

    Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.

    Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.

    LG Wolfgang

  • laila postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 2 Tagen, 1 Stunde

    Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!

    • Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
      Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
      Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
      Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
      Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter!

    • @suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊

    • Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
      Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
      Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
      auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.

      Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.

      Gruss Wolfgang

    • Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.

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