SagEsLaut #SagEsSolidarisch 2026: Diabetes ist oft mehr als nur eine Diagnose

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SagEsLaut #SagEsSolidarisch 2026: Diabetes ist oft mehr als nur eine Diagnose | Foto: diabetesDE
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SagEsLaut #SagEsSolidarisch 2026: Diabetes ist oft mehr als nur eine Diagnose

Die Social-Media-Kampagne #SagEsLaut #SagEsSolidarisch startete am 5. März ihre erste Aktion im Jahr 2026: „Diabetes und weitere chronische Erkrankungen“.

Öffentliche Bilder sind oft verkürzt und stereotyp und blenden aus, dass Diabetes viele Gesichter hat und häufig mit weiteren chronischen körperlichen und/oder psychischen Erkrankungen einhergeht. Dazu gehören andere Autoimmun-Erkrankungen, zum Beispiel die Hashimoto-Thyreoiditis, eine Schilddrüsen-Erkrankung, und die Zöliakie, eine Gluten-Unverträglichkeit, oder Depressionen.

Mehrfach-Erkrankungen bedeuten zusätzliche Verantwortung, mehr Arzttermine, mehr Erklärungen und mehr Kraft. Das verdient Anerkennung und nicht noch mehr Stigmatisierung. Daher sagen wir laut: Niemand sollte sich für seine Diagnose(n) rechtfertigen müssen. Die #SagEsLaut-Kampagne machte sichtbar, was oft unsichtbar bleibt. Unser gemeinsames Ziel: Mehrfach-Erkrankungen sichtbar machen, vereinfachende Schuld-Narrative aufbrechen und mentale Belastungen anerkennen.

„Hinter jeder Diagnose steht ein Mensch“

„Diabetes ist mehr als ein Blutzuckerwert. Er ist Teil eines Lebens, das oft auch von weiteren chronischen körperlichen und/oder psychischen Erkrankungen geprägt ist, für deren alltägliche Bewältigung es Respekt bedarf und keine weitere Ausgrenzung. Wir wollten zeigen, dass hinter jeder Diagnose ein Mensch steht. Wir wollten sichtbar machen, was oft unsichtbar bleibt, und zuhören statt bewerten“, erklärt Nicole Mattig-Fabian, Geschäftsführerin von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe.

Hinzu kommen häufige Begleit- und Folgeerkrankungen des Diabetes, zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und koronare Herzkrankheit (verengte Herzkranzgefäße), Augenschäden (diabetische Retinopathie), Nieren-Erkrankungen (diabetische Nephropathie), Nervenschäden (diabetische Neuropathie) und Diabetisches Fußsyndrom.

Darüber hinaus gibt es weitere Erkrankungen, die auf ähnliche Ursachen wie der Typ-2-Diabetes zurückzuführen sind, zum Beispiel das Metabolische Syndrom, zu dem Bluthochdruck, Fettstoffwechsel-Störungen und Adipositas gehören. Auch bestimmte bösartige Erkrankungen treten häufiger zusammen mit Typ-2-Diabetes auf. Autoimmun-Erkrankungen wie Zöliakie und Schilddrüsen-Unterfunktion treten vor allem bei Typ-1-Diabetes häufiger auf als in der Allgemeinbevölkerung.

Lea und Carina berichten

Lea (@insulea.de, Typ-1-Diabetes) erklärt: „Ich lebe seit 14 Jahren mit Diabetes Typ 1 sowie weiteren chronischen Erkrankungen, unter anderem POTS, Endometriose, Asthma und PCOS. Im letzten Jahr wurde mir ein Tumor an der Nebenschilddrüse entfernt. Nach der Erstdiagnose mit Diabetes hatte ich mit einer Angststörung und Depressionen zu kämpfen. Es gibt Tage, da kostet mich schon das Aufstehen unglaublich viel Kraft. Ich lebe täglich mit Symptomen und Schmerzen, für mich gehört das zu meinem Alltag leider dazu.“

POTS steht für posturales Tachykardie-Syndrom und bedeutet einen starken Puls-Anstieg beim Wechsel vom Liegen zum Stehen. PCOS ist das polyzystische Ovar-Syndrom, also viele Zysten in den Eierstöcken.

Carina (@carinamanger_spd, Typ-2-Diabetes) führt aus: „Hashimoto ist eine Autoimmun-Erkrankung der Schilddrüse mit sehr unterschiedlichen Symptomen. Bei mir treten kognitive Störungen, Muskelschmerzen und Stoffwechsel-Störungen auf. Die größte Herausforderung bei Hashimoto und Diabetes sind Essen und Gewicht. Das ist jeden Tag aufs Neue ein kräftezehrender Kampf.“

Das Video der Aktion ist auf www.diabetes-stimme.de/sageslaut einzusehen sowie in den sozialen Medien. Die #SagEsLaut-Kampagne 2026 wird umgesetzt mit freundlicher Unterstützung von den Unternehmen Abbott, Boehringer Ingelheim, Lilly, Roche und Sanofi.


Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (5) Seite 80-81

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  • lena-schmidt postete ein Update vor 2 Wochen

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat, 1 Woche

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat, 1 Woche

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße