Eltern-Kind-Treff im Känguroom 2026: Mehr Sensibilisierung für Symptome des Typ-1-Diabetes

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Eltern-Kind-Treff im Känguroom 2026: Mehr Sensibilisierung für Symptome des Typ-1-Diabetes | Foto: DNI
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Eltern-Kind-Treff im Känguroom 2026: Mehr Sensibilisierung für Symptome des Typ-1-Diabetes

Bei unserem Eltern-Kind-Treff in Bad Harzburg wurde deutlich: Noch immer erhalten viel zu viele Kinder die Diagnose Typ-1-Diabetes erst nach einer gefährlichen Stoffwechsel-Entgleisung. Wir fordern mehr Sensibilisierung für die Symptome!

Unser diesjähriger Eltern-Kind-Treff im Bad Harzburger Känguroom war lebendig, bunt und informativ wie immer: spielende Kinder, viel gegenseitige Unterstützung und angeregte Gespräche an den Ständen der Hilfsmittel-Industrie. Doch zwischen Kaffee, Sensortest, Burger und Bällebad wurde schnell klar, dass viele Familien ähnliche belastende Erfahrungen teilen.

So scheint es noch immer weitgehend Normalität, dass Eltern trotz typischer Diabetes-Symptome bei ihrem kleinen Kind aus Kinderarztpraxen mit beruhigenden Worten nach Hause geschickt werden. Fehldiagnose Nummer 1: Harnwegsinfektion.

Die Nachfrage bei einer anwesenden Kinder-Diabetologin bestätigte den Eindruck. Sie schätzte die Zahl der Kinder, die erst nach einer Stoffwechsel-Entgleisung – bis hin zum Koma – bei ihr vorstellig werden, auf 80 bis 90 Prozent. Diese Zahl hat uns doch überrascht, hatten wir die Sensibilisierung für Symptome bei Ärzten und medizinischen Fachangestellten (MFAs) doch höher eingeschätzt.

Warnzeichen werden oft nicht erkannt

Die Geschichten ähneln sich: starker Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit, Gewichtsverlust. Manchmal nässen Kinder wieder ein oder wirken plötzlich apathisch – klassische Symptome eines beginnenden Diabetes Typ 1. Und dennoch werden Eltern häufig in den Kinderarztpraxen beruhigt und nach Hause geschickt. Es wird auf Infekte oder Wachstum verwiesen. Ein einfacher Blutzucker- oder Urintest? Fehlanzeige!

Dabei wäre die Diagnose unkompliziert möglich. Ein kurzer Test schafft Klarheit, bevor es kritisch wird. Stattdessen landen viele Kinder erst im Krankenhaus, wenn bereits eine diabetische Ketoazidose vorliegt, eine Stoffwechsel-Entgleisung mit Übersäuerung des Körpers. Dieser Zustand ist potenziell lebensbedrohlich und für Familien hoch belastend. Studien zeigen, dass bundesweit rund ein Drittel der Kinder bei Erstdiagnose bereits eine solche Entgleisung entwickelt hat.

Handlungsbedarf ist riesig

Wir fordern von allen Behandlern: Bei den genannten Symptomen muss Diabetes Typ 1 konsequent mitgedacht werden. Ein Blutzuckertest darf keine Ausnahme sein, sondern sollte selbstverständlich erfolgen. Mehrere Studien zeigen, dass Aufklärung wirkt. Durch gezielte Information von Praxis-Teams und Eltern ließ sich der Anteil schwerer Stoffwechsel-Entgleisungen z. B. in Italien durch eine forcierte Sensibilisierungs-Kampagne deutlich senken.

Unsere Gespräche beim Eltern-Kind-Treff haben uns vor Augen geführt, wie groß der Handlungsbedarf in Deutschland nach wie vor ist. Positivbeispiele, wie das von einer beherzten MFA, die sofort schaltete und den Kinderarzt auf die Möglichkeit eines Diabetes Typ 1 aufmerksam machte, zeigen, dass hier noch enormes Potenzial ist.

Universitäten, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die Ärzteverbände und auch wir als Patientenvertreter sind jetzt gefragt: Sensibilisieren, Informieren und steter Dialog mit den Behandlern – das muss mit aller Konsequenz umgesetzt werden, damit irgendwann kein Kind mehr erst im Notfall erfährt, dass es an Diabetes Typ 1 erkrankt ist.

Interaktive Broschüre

Die Diabetiker Niedersachsen werden in diesem Jahr 50! Zum Auftakt des Jubiläumsjahres geben wir in einer interaktiven Broschüre einen Überblick über unsere Arbeit.

Jetzt im Web anschauen: 50.dia-aid.de


Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (4) Seite 74-75

➤ zur Beitragsübersicht von Diabetiker Niedersachsen e.V.

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  • Hallo, hat hier noch jemand Doppeldiabetes (durch Corona verursacht oder warum auch immer)? Ich würde mich gerne austauschen.

  • olivers postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen

    Hallo Zusammen!
    Ich bin ein T3er und freue mich Gleichbetroffene zwecks Erfahrungsaustausch zu finden. Bin im Frankfurter Raum, aber auch im Heidelberger Raum unterwegs.
    Liebe Grüße
    Oliver

  • zojou96 postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    Hallo, ich bin DT1 und trage seit etwa 1 Jahr eine Omnipod-Pumpe. Letztere löst seit mehrere Monaten eine Hautallergie an der Platzierungsstelle aus. Ich habe es bereits mit dem Cavillon-Spray und Pflastern (derzeit Omnifix von Hartmann und Unterpatch von My Sweet Stitch) für empfindliche Haut unter dem Pod probiert. Es hilft aber leider nicht oder nur bedingt, da auch mit Spray die Allergie ausgelöst wird und die Schutzpflaster nicht lange haften. Hat jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und eine gute Lösung gefunden? Ich würde gerne weiterhin eine Pumpe tragen, wäre aber auch bereit das Modell zu wechseln, wenn es das Problem mit der Allergie löst. Ich bin um jeden Rat dankbar. Vielen Dank im Voraus 🙂