Frischer Wind im Norden: neue Leitung der Selbsthilfegruppe in Stuhr-Brinkum

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Frischer Wind im Norden - neue Leitung der Selbsthilfegruppe in Stuhr-Brinkum | Foto: Diabetiker Niedersachsen
Anke Buschmann, Arnfred Stoppok und der neue Selbsthilfegruppenleiter Oliver Klee vor dem Mehrgenerationenhaus. | Foto: Diabetiker Niedersachsen
Frischer Wind im Norden: neue Leitung der Selbsthilfegruppe in Stuhr-Brinkum

Anfang des Jahres hat Oliver Klee die Leitung der Typ-2-Diabetes-Selbsthilfegruppe Stuhr-Brinkum von seinem Vorgänger Dr. Martin Möhring übernommen. Der 60-jährige Vorruheständler aus Bremen ist selbst von Typ-2-Diabetes betroffen.

Bereits vor 20 Jahren wurde der Diabetes bei Oliver Klee bei einer Zufallskontrolle in der Apotheke entdeckt. Der Besuch bei seinem Hausarzt am darauffolgenden Tag brachte dann Gewissheit. Diagnose: Typ-2-Diabetes. Kein Wunder, resümiert Klee: ein typischer Bürojob, zu wenig Bewegung, viel Stress und eine unausgewogene Ernährung, das Ganze über viele Jahre.

Diabetes schmerzt nicht

„Der Diabetes ist nicht mit Schmerzen verbunden, schlägt aber auf die Organe, wenn man ihn nicht behandelt.“ Ein häufiges Problem laut Klee: „Oft lügt man sich in die eigene Tasche.“ Nicht selten spielen Menschen mit Diabetes ihre Krankheit herunter. So war es auch bei ihm selbst. „Irgendwann lässt es sich einfach nicht mehr leugnen“, sagt der Ruhe ausstrahlende Mann. Während der Corona-Pandemie hatte er Resistenzen gegen Medikamente entwickelt. Eine Verletzung am Fuß heilte glücklicherweise trotzdem, der Fuß konnte gerettet werden. Struktur fand er in der Selbsthilfe. Er schloss sich dem Gesprächskreis für Typ-2-Diabetiker an, stellte seine Ernährung um und konnte seine Medikamente inzwischen reduzieren.

Besuch vom Landesvorstand beim Treffen der Selbsthilfegruppe Stuhr-Brinkum im Juni

Besuch aus dem Landesvorstand bekam Klee beim gut besuchten Selbsthilfegruppen-Treffen des Monats Juni. Der Landesverband reiste mit dem Landesvorsitzenden Arnfred Stoppok und seiner Stellvertreterin Anke Buschmann an. Beide stellten die Vereinsarbeit der Diabetiker Niedersachsen vor und beantworteten die Fragen der anwesenden Gruppenmitglieder. „Selbsthilfe lebt, das wird heute wieder einmal sehr deutlich“, so der Landesvorsitzende. Stoppok und Buschmann konnten viele Fragen, Anregungen und Ideen mit nach Hause nehmen. Der Gesprächskreis für Menschen mit Diabetes Typ 2 trifft sich immer am ersten Donnerstag in den geraden Monaten in der Zeit von 15.30 bis 17.00 Uhr im Mehrgenerationenhaus in Brinkum.

Die Gruppentreffen in Stuhr sind stets gut besucht. Der Bedarf an gut geleiteten Selbsthilfegruppen für Diabetes Typ 2 ist nach wie vor groß.

Kontakt zur Gruppe in Stuhr-Brinkum über unser Selbsthilfegruppenportal.

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  • thomas55 postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • ole-t1 antwortete vor 4 Wochen

      Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße