Motivation – mein Geheimrezept

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Community-Beitrag
Motivation – mein Geheimrezept

Nachdem ich so positives Feedback zu meinem Rückblick erhalten habe, wollte ich mich näher mit dem Thema Motivation und Diabetes beschäftigen. In diesem Beitrag soll es um meine eigene Kraft gehen, ich plane allerdings noch weitere rund um dieses Thema. Falls ihr Fragen oder Anregungen für mich habt, stellt oder gebt sie mir gerne in den Kommentaren.

Viele sagen mir, dass ich mit der Krankheit so gut und positiv umgehe. Manche fragen mich nach Geheimtipps, da ihnen selbst die Motivation fehlt. Ich würde dann gerne meinen ultimativen Supertrick weitergeben, aber den habe ich leider nicht. Was mir durch die letzten Monate geholfen hat, ist: Du kannst es nicht rückgängig machen und wirst jetzt (voraussichtlich) dein Leben lang damit leben müssen. Entweder du gibst dem Ganzen eine Chance und machst das Beste daraus, lernst mehr über dich und deinen Körper, oder du fragst dich täglich, warum genau du Diabetes bekommen hast, und verkriechst dich in einer traurigen Ecke.

Quelle: Nathalie Bauer

Ich habe mich für Ersteres entschieden, was natürlich die kleinen Niederschläge nicht ausschließt. Ich möchte auch nicht sagen, dass es super mit Diabetes ist! Ganz ehrlich, wenn mir eine gute Fee einen Wunsch freigibt, dann werde ich als Erstes den Diabetes los. Was ich damit sagen möchte, ist, dass es okay ist, zu weinen, einen schlechten Tag zu haben und einfach nicht zu wissen, warum der Blutzucker jetzt spinnt. Aber viel wichtiger sind doch die guten Tage und alles, was wir trotz des Diabetes erleben dürfen. Und am wichtigsten sind diese Dinge, die wir gerade aufgrund des Diabetes ermöglicht bekommen. Die tolle Community, die man als „Normalo“ vielleicht niemals gefunden hätte, die extra Süßigkeiten, die man jetzt immer überallhin mit reinschmuggeln darf (weil man sie ja im Notfall gebrauchen könnte!), und auch dieses enorme Wissen über unseren eigenen Körper, das hätte ich wohl als gesunder Mensch niemals gelernt.

Der Diabetes riss mich mit 23 Jahren mitten aus meiner Lebensplanung. Wann ist denn der „beste Zeitpunkt“ für so eine Diagnose? Ich bin froh, dass es bei mir erst so spät ausgebrochen ist, ich kenne ein Leben ohne den Diabetes und kann euch eins ganz sicher sagen: So viel anders ist es nicht. Meiner Meinung nach machen wir uns alle oft unnötig zu viel Stress. Wenn meine Blutzuckerkurve eskaliert, weiß ich oft, woran es lag, und wenn ich es nicht weiß, dann akzeptiere ich die Situation. Ich schreie dann vielleicht mal kurz los und haue ein paar Beleidigungen raus, aber dann passt das wieder. Seien es Hormone, Stress oder Sport – wir können nicht alles kontrollieren. Ein gesundes Verhältnis zu der Krankheit ist für mich der Schlüssel zu der Gelassenheit, die ich aktuell in mir trage.

Alles passiert aus einem Grund

Lasst uns kurz zurückblicken: Im September 2018 sollte ich mein Auslandspraktikum antreten, jedoch habe ich es verschoben, mit dem Gefühl, dass es in einem Jahr darauf besser passen würde. Den Grund, wieso ich dieses Gefühl hatte, kenne ich nicht. Ich glaube jedoch fest an das Schicksal und dieses Erlebnis hat mich darin nur bestärkt.
Ich bekam meine Traumstelle angeboten, lehnte ab und drei Wochen später lag ich mit der schweren Ketoazidose auf der Intensivstation. Mir ging es davor super – abgesehen von den 10 Litern Wasser am Tag. Als ich im Krankenhaus lag, war für mich klar, dass ich mein Praktikum jetzt nicht mehr in Südkorea absolvieren kann. Wie denn, mit dieser Krankheit? Und dann auch noch so frisch diagnostiziert.

Quelle: Nathalie Bauer

Der Betreuer der Praktikumsstelle sagte mir, er würde sich im März nochmal bei mir melden (für September 2019). Aber irgendwie konnte ich es mir anfangs nicht vorstellen. Ich lebte also weiter, mehr oder weniger wie davor, und habe nebenher sämtliche Informationen, die ich nur kriegen konnte, aufgesaugt und meine Krankheit näher kennengelernt. Mitte Februar kam dann der entscheidende Moment: Ich habe den Diabetes akzeptieren können und lebe jetzt mit ihm. Ich habe mir fest vorgenommen, dass ich alles dafür tun werde, damit ich für mein Pflichtpraktikum ins Ausland gehen kann. Und nur wenige Tage danach bekam ich die Mail aus Seoul.

Mein Masterplan

Jetzt hält mich gar nichts mehr auf. Ich habe mir selbst das Ziel gesetzt, dass ich fit und stark Mitte August nach Südkorea reisen und mein Praktikum rocken werde. Klar, ich habe immer noch die Angst davor, was passiert, wenn ich eine schwere Hypoglykämie oder Ketoazidose habe. Aber selbst dafür habe ich meinen Masterplan!

Was ich euch mit diesem Text gerne auf den Weg geben möchte: Verliert nicht den Glauben an euch. Ihr lebt, ihr seid stark und diese Krankheit bestimmt euch nicht! Richtet euren Diabetes nach eurem Leben, nicht umgekehrt.


Mehr zum Thema Motivation findet ihr auch in Kathis Video: Diabetes-Motivationsloch – mein Lösungsweg

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  • Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!

    Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.

    Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.

    LG Wolfgang

  • Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!

    • Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
      Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
      Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
      Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
      Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter!

    • @suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊

    • Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
      Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
      Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
      auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.

      Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.

      Gruss Wolfgang

    • Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.

  • vio1978 postete ein Update vor 2 Tagen, 8 Stunden

    Habe wieder Freestyle Libre Sensor, weil ich damit besser zurecht kam als mit dem Dexcom G 6. ist es abzusehen, ob und wann Libre mit d. Omnipod-Pumpe kompatibel ist?🍀

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