iLet von Beta Bionics: neues AID-System mit Alleinstellungsmerkmalen

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iLet von Beta Bionics: neues AID-System mit Alleinstellungsmerkmalen
Foto: Beta Bionics
iLet von Beta Bionics: neues AID-System mit Alleinstellungsmerkmalen

Bereits im vergangenen Jahr wurde die Insulinpumpe iLet von Beta Bionics durch die EU zugelassen, ist bislang aber noch nicht hierzulande erhältlich. Mit einem integrierten Algorithmus und im Verbund mit einem CGM-System kann sie auch als AID-System verwendet werden.

Die Insulinpumpe iLet des US-amerikanischen Unternehmens Beta Bionics hat die Größe einer Kreditkarte und der Algorithmus ist in die Pumpe inte­griert. Für die Anwendung als AID-System wird mit Dexcom G6 oder G7 ein bewährtes CGM-System verwendet. Zudem besteht eine Partnerschaft mit Senseonics für die künftige Inte­gration des Eversense-Systems. Die Insulin-Patrone lässt sich mit 1,6 ml manuell füllen oder man verwendet vorgefüllte Patronen von Novo Nordisk. Das System ist für Menschen mit Typ-1-Diabetes ab einem Alter von sechs Jahren zugelassen.

Im Vergleich zu anderen kommerziellen AID-Systemen hat iLet einige Alleinstellungsmerkmale. Die Insulinpumpe verwendet einen adaptiven Algorithmus, initialisiert mit dem Körpergewicht des Anwenders und erfordert keine zusätzlichen Parameter für die Insulindosierung. Die einzige anpassbare Systemeinstellung ist ein normales, niedrigeres oder höheres Glukoseziel.

AID-System iLet appliziert automatisiert 100 Prozent des Insulins

Das System ersetzt zudem das Abschätzen von Kohlenhydraten durch eine neue Funktion zur Ankündigung von Mahlzeiten: Die KH-Menge der Mahlzeit wird als klein, mittel oder groß definiert. Weiterhin muss der Nutzer angeben, ob es sich bei der Mahlzeit um ein Frühstück, ein Mittag- oder ein Abendessen handelt. Im Laufe der Zeit lernt der Algorithmus, auf den Insulinbedarf seines Nutzers adäquat zu reagieren. Der vielleicht größte Unterschied zu anderen AID-Systemen ist, dass 100 Prozent des Insulins automatisiert appliziert werden, bei anderen hybriden Systemen gibt der Algorithmus neben der durch vordefinierten Systemparameter (z.B. KH-Anteil, Basalrate usw.) nur ca. die Hälfte der vorgegebenen Insulinmenge ab.

Fazit: iLet ist ein einfach zu handhabendes AID-System, das eine automatische Abdeckung des prandialen Insulinbedarfs erlaubt. Beta Bionics verfolgt auch weiterhin die Zulassung seines bihormonellen AID-Systems, führt aber auch klinische Studien in der Primärversorgung von Menschen mit Typ-1-, Typ-2-Diabetes und mukoviszidose-bedingtem Diabetes durch. Es bleibt abzuwarten, wann Beta Bionics nun tatsächlich sein erstes Produkt auf den Markt bringen wird. Ob und wann dies der Fall sein wird, konnten wir auch durch Nachfrage beim Hersteller bisher nicht herausbekommen.



von Redaktion Diabetes-Anker

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  • kety22 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?

    • Hallo!
      Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
      Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
      Vielleicht hilft das etwas – viel Glück

  • katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 2 Wochen, 2 Tagen

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  • mr postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen

    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?