- Soziales und Recht
#SagEsSolidarisch – die Kampagne #SagEsLaut für Menschen mit Diabetes wird fortgeführt
3 Minuten

Menschen mit Diabetes – insbesondere jene mit Typ-2-Diabetes – sind leider noch immer häufig Vorurteilen und Stigmatisierungen ausgesetzt. Um darauf aufmerksam zu machen und dies zu ändern, hatte die gemeinnützige Organisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe die Kampagne #SagEsLaut ins Leben gerufen. Diese wird nun in diesem Jahr mit dem Zusatzhashtag #SagEsSolidarisch fortgesetzt, um die Solidarität von Menschen mit unterschiedlichen Diabetestypen untereinander zu unterstreichen.
Im Oktober 2022 erreichte die #SagEsLaut-Kampagne mit dem Video zum Welttag der seelischen Gesundheit mit einer Reichweite von 700.000 in den sozialen Medien ihren bisherigen Höhepunkt. Protagonistin Caro (@sweet.caromell.type2 auf Instagram) verdeutlichte, dass die Themen Stigmatisierung und Vorurteile bei Menschen mit Typ-2-Diabetes permanent an der Tagesordnung seien.
Sie erhielt viel Zuspruch für ihre Offenheit – auch von vielen Menschen mit Typ 1 oder anderen Diabetesformen. Denn so unterschiedlich die Typen als Erkrankung auch sind, viele Themen sind für alle gleich wie eben Stigmatisierung, aber auch der tägliche Diabetes-Stress, die Themen Ernährung und Bewegung oder die übergriffigen Kommentare Dritter.
Diabetes-Kampagne #SagEsLaut wird fortgeführt: der Zusatzhashtag #SagEsSolidarisch wirbt für Zusammenhalt
Anlass genug, die Kampagne mit einem Zusatzhashtag #SagEsSolidarisch in 2023 fortzusetzen und Videos mit je zwei Protagonistinnen bzw. Protagonisten aufzunehmen, die füreinander einstehen, obwohl sie mit verschiedenen Diabetestypen leben. Im Auftaktvideo zum Internationalen Tag des Sports am 6. April 2023 kritisiert Caro zusammen mit TikTok-Star Fiorella (@Fiorella_t1d) übergriffige Kommentare darauf, wenn sie mit Diabetes Sport machen: www.diabetes-stimme.de/sageslaut

Caro (29), in deren Familie der Typ-2-Diabetes weit verbreitet ist, hat ihre Diagnose seit über zwei Jahren. Dabei hat sie immer schon gerne Sport gemacht und ernährt sich – bis auf die Tatsache, dass sie gerne nascht – gesund, meistens wird frisch gekocht. Sie geht regelmäßig ins Fitnessstudio, schwingt den Hula-Hoop-Reifen und macht Yoga.
Trotzdem muss sie sich übergriffige Kommentare von Dritten anhören, die meinen, dass die ein oder andere Sportart falsch für sie sei, weil sie zu wenig Kalorien verbrenne. „Diejenigen, die das sagen, haben wahrscheinlich noch nie gehullert oder eine Stunde Power-Yoga gemacht. Das ist nämlich richtig anstrengend“, ärgert sich Caro, die über ihr Leben mit Typ-2-Diabetes auch in einem Blog auf dem Diabetes-Anker schreibt sowie in einem Filmbeitrag auf dem Diabetes-Video-Anker mit uns gesprochen hat.
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Über die Kampagne und das gemeinsame Video mit Fiorella hat Caro auch in ihrem neuesten Blog-Beitrag geschrieben.
Fiorella (22) geht es ähnlich. Sie ist schon in jungen Jahren an Typ-1-Diabetes erkrankt und ist ausgebildete Fitnesstrainerin. Auch sie muss sich Kommentare anhören wie: „Kann man mit Diabetes überhaupt Kurse geben? Bist Du als Trainerin leistungsfähig genug?“ „Ich bin solche Kommentare so was von leid und wollte das immer schon mal thematisieren. Als ich nun hörte, dass Caro sich auch solche übergriffigen Kommentare anhören muss, war für uns beide klar, dass wir uns hier solidarisch für die jeweils andere zeigen wollen.“
#SagEsSolidarisch zeigt: Menschen mit unterschiedlichen Diabetestypen stehen füreinander ein
„Die Kampagne #SagEsLaut geht nun mit #SagEsSolidarisch in die zweite Runde. Es ist nämlich ein weitverbreitetes Vorurteil, dass Menschen mit unterschiedlichen Diabetestypen nicht füreinander einstehen. Dafür gibt es bei den Bedarfen und Bedürfnissen viel zu viele Überschneidungen und das thematisiert die Kampagne auch mit vier Aktionen im Jahr 2023“, erklärt Nicole Mattig-Fabian, Geschäftsführerin von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe.
Weitere Aktionstage der Kampagne #SagEsLaut in 2023:
30. Juli 2023 – Internationaler Tag der Freundschaft
20. September 2023 – Weltkindertag
14. November 2023 – Weltdiabetestag
SagEsLaut ist eine Kampagne des Bündnisses „Deine Diabetes-Stimme“, an der sich 18 Fachgesellschaften, Fachverlage und Selbsthilfeverbände beteiligen. Sie wollen Menschen mit Diabetes mehr Sichtbarkeit geben. Auch der Diabetes-Anker und die MedTriX Group, untere deren Dach unsere Website erscheint, unterstützt die Kampagne. Weitere Informationen und das Video finden Interessierte unter: www.diabetes-stimme.de/sageslaut.
von Redaktion Diabetes-Anker
mit Materialien von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?- ole-t1 antwortete vor 6 Tagen, 11 Stunden
Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße
lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 1 Tag
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






