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Aufgeschmissen ohne Basiswissen
2 Minuten
Auch beim Diabetesmanagement machen wir uns immer abhängiger von Technik. Doch was ist, wenn diese mal versagt? Wer kann denn noch Kanülen ohne Setzhilfe anbringen? Oder Insulin mit einer richtigen Spritze verabreichen? Daher findet Jana Einser, dass jeder die Basistechniken seiner Therapie beherrschen sollte.
„Unabhängig bleiben“: So hieß neulich die Überschrift einer Kolumne in unserer Tageszeitung. Es ging in dem Artikel darum, dass junge Menschen heute direkt mit vielen technischen Hilfsmitteln wie Navigationsgeräten oder der Google-Suche aufwachsen – und so nicht mehr mit einem Atlas zur Orientierung oder einem Duden oder Lexikon als Nachschlagewerke umgehen können.
Prompt schoss mir meine Abhängigkeit von diversen Diabetesutensilien in den Kopf.
Was tun, wenn die Technik mal versagt?
Na gut, mein CGM-System muss ich regelmäßig mit einer herkömmlichen Blutzuckermessung kalibrieren – diesen Vorgang muss ich also auf jeden Fall beherrschen. So ist die Abhängigkeit vom CGM-System nicht absolut, und ich kann meinen Diabetes auch mit Blutzuckermessungen managen.
Für meine Insulinpumpe muss ich mir alle paar Tage eine neue Kanüle legen. Ich tue es per Hand, aber viele benutzen hierfür eine Setzhilfe. Könnten sie dennoch eine Kanüle per Hand setzen – geschweige denn sich eine Spritze mit Insulin geben?
Und wer, der nicht wie ich schon lange genug mit Diabetes lebt, hat noch gelernt, Insulin mit einer echten Spritze – also nicht mit einem Insulinpen! – aufzuziehen und sich damit sein Insulin zu geben? Das aber sollte aus meiner Sicht auch heute jeder Diabetiker können – man kann immer unerwartet in eine Situation ohne funktionierende Technik kommen.
„Dank“ Bolusrechner: Faktoren nicht mehr im Kopf
Wie die anderen Technologien erleichtert mir auch der Bolusrechner meine Therapie. Aber er birgt eine große Gefahr, der – wie ich zugeben muss – auch ich ausgeliefert bin. Alle Faktoren für die Kohlenhydrataufnahme und die Glukosekorrektur sind hier eingespeichert – meine Faktoren habe ich dadurch nicht mehr im Kopf. Fiele aber der Bolusrechner aus, könnte ich wenigstens aufgrund jahrelanger Vorerfahrung meine Faktoren ermitteln und so passende Insulindosen berechnen und spritzen.
Und wenn dann noch mein Blutzuckermessgerät, das ich bei Ausfall des CGM-Systems verwenden würde, ausfiele, wäre ich mit den entsprechenden Teststreifen auch noch in der Lage, per Farbumschlag auf den Teststreifen meine Blutzuckerwerte zu ermitteln. Ich finde, der technische Fortschritt ist absolut wichtig – aber wer die Basistechniken nicht beherrscht, kann irgendwann aufgeschmissen sein!
von Jana Einser

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2019; 68 (7) Seite 92
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stephanie-haack postete ein Update vor 2 Tagen, 22 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 2 Tagen, 22 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
