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CE-Kennzeichnung: Hauptsache, es explodiert nicht!
2 Minuten

Im Rahmen einer Studie für ein neues Glukosemessgerät, an der Jana Einser teilgenommen hat, offenbarte sich unserer Kolumnistin, dass die CE-Kennzeichnung wohl keine Aussagekraft bezüglich der tatsächlichen Zuverlässlichkeit eines damit versehenen Geräts hat. Sie wünscht sich daher strengere Regeln und Kontrollen.
Bisher war ich optimistisch, was die Sicherheit von Produkten angeht, die in den europäischen Markt gebracht werden. Denn für mich galt die CE-Kennzeichnung sozusagen als Gütesiegel und Garantie, dass das jeweilige Produkt alle Anforderungen, die es erfüllen muss, erfüllt.
Zweifel an Zuverlässigkeit und Nutzen der CE-Kennzeichnung
Mein Optimismus bröckelte mehr und mehr: Berichte von Forschern über unzuverlässig messende Blutzuckermessgeräte, die man aber problemlos in Deutschland kaufen konnte, weil sie mit einem „CE“ gekennzeichnet waren, machten mich, wie auch die Forscher, stutzig.
Nun aber ist mein Glaube an die Zuverlässigkeit und den Nutzen der CE-Kennzeichnung endgültig dahin. Warum? Ich nehme an einer Studie teil, in der ein neues Glukosemessgerät getestet wird, das vor allem ermöglichen soll, zu messen, ohne sich selbst verletzen zu müssen – allerdings erst nach einer „blutigen“ Kennenlernphase des Anwenders.
Am Anfang dachte ich, als mir die ersten überhaupt nicht passenden Glukosewerte angezeigt wurden, das hinge mit der Kennenlernphase zusammen – klingt ja logisch. Dass die Werte Humbug waren, konnte ich anhand meines eigenen Blutzuckermessgeräts und meines CGM-Systems feststellen. Auch mein Befinden sprach oft eine andere Sprache.
Wir brauchen strengere Regeln und Kontrollen!
Nach einigen Wochen bin ich desillusioniert: Die gemessenen Werte passen oft weiterhin nicht, manchmal merkt das Gerät das sogar selbst und gibt lieber keinen stichfrei gemessenen Wert an. Wenn ich mich mit meinen Therapieentscheidungen nach diesen Werten richten würde, wäre das Chaos perfekt! Andere Diabetiker haben Vergleichbares berichtet.
Aber auf diesem Gerät steht ein „CE“. Was sagt mir das, wenn das Gerät absolut unzuverlässig ist und erst noch in Studien geprüft wird – obwohl der Hersteller auf seiner Seite angibt, dass seine Produkte in großen klinischen Studien überprüft seien und höchste Standards erfüllten? Offenbar ist eine CE-Kennzeichnung möglich, ohne dass Anforderungen an die Messgenauigkeit erfüllt sind – die Hauptsache ist wahrscheinlich, dass es beim Einschalten nicht explodiert und mir um die Ohren fliegt.
Klar ist deshalb: Wir brauchen dafür strengere Regeln und Kontrollen!
von Jana Einser

Kontakt:
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz, Tel.: (06131) 9 60 70 0,
Fax: (06131) 9 60 70 90, E-mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2018; 67 (10) Seite 82
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 1 Tag
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße