Dieses Mal Urlaub nach Maß! …?

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Dieses Mal Urlaub nach Maß! …?

Dr. Hans Langer hat sich vorgenommen, seinen anstehenden Urlaub endlich einmal richtig zu genießen und zur Erholung zu nutzen.

Aktuell bin ich wirklich urlaubsreif! Und das merke ich bei mir immer daran, dass mich alles nervt: die vielen Nachtdienste, mein Chef und gelegentlich sogar meine Freundin Gabi. Deswegen freue ich mich auch schon sehr auf meinen Urlaub.

Ich habe mir dieses Mal fest vorgenommen, alles anders zu machen: Zunächst einmal habe ich mir drei Wochen Urlaubsdauer erkämpft – natürlich außerhalb der Ferien, denn in den Ferien dürfen die Kollegen mit Kindern in Urlaub fahren und nicht Singles mit Dauerfreundin wie ich. Drei Wochen sind auch viel besser als zwei Wochen; denn die erste Woche braucht man zum Runterkommen, in der zweiten Woche setzt langsam die Erholung ein – und in der dritten Woche profitiert man dann richtig, habe ich zumindest gelesen.

Außerdem werde ich dieses Jahr nicht wieder bis zur letzten Minute arbeiten … und nicht auch noch nach einem Nachtdienst in den Urlaub starten wie im letzten Jahr! Wenn ich zurückkomme, werde ich mir Zeit lassen – und nicht am Tag nach der Rückkehr schon wieder in die Klinik rennen. Außerdem bin ich froh, dass wir schon vor einem halben Jahr Strandurlaub in Griechenland gebucht haben, so dass ich zumindest sicher sein kann, dass ich nicht wieder im Regen sitze wie beim Wanderurlaub in Südtirol im letzten Jahr.

In einem Zeitungsartikel habe ich unlängst gelesen, dass die Erholung im Mittel nach drei Tagen Arbeiten schon wieder verflogen ist. Das muss man sich mal vorstellen: lächerliche 72 Stunden! Hauptursache sind der zu kurze Urlaub und die hektische Urlaubsgestaltung. Angefangen von der Reise bis hin zum Urlaubsstress mit Sightseeing, Sport und all den Dingen, die man sonst nie macht, aber natürlich im Urlaub anstrebt.

Und genau das wollen wir dieses Mal anders machen – worauf wir uns beide sehr freuen. Im Urlaub werde ich nichts tun, rein gar nichts. Außer natürlich, wenn Gabi mich zwingt; das tut sie gern, weil sie keine Lust hat, nur am Strand zu liegen. Dieses Jahr werden sich unsere Aktivitäten in Grenzen halten, das haben wir schon abgesprochen. So gesehen scheint es dieses Mal ein Urlaub nach Maß zu werden.

Nächste Woche geht’s los, wenn nicht wieder ’was dazwischenkommt …


von Dr. Hans Langer

Das Team für den guten Schluss: Dr. Hans Langer arbeitet als Arzt in einer Diabetesklinik, Jana Einser hat schon seit Kindertagen Typ-1-Diabetes und Alex Adabei hat viele Bekannte und Verwandte mit Typ-2-Diabetes. Sie schreiben abwechselnd für diese Kolumne.

Kontakt:
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz, Tel.: (06131) 9 60 70 0,
Fax: (06131) 9 60 70 90, E-mail: redaktion@diabetes-journal.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2013; 62 (7) Seite 82

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  • thomas55 postete ein Update vor 4 Wochen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße