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Digital hohe Schlagzahl
2 Minuten

Die Digitalisierung hat viele neue Möglichkeiten in unser aller Leben gebracht. Aber sie hat auch unerwünschte Nebenwirkungen, berichtet Jana Einser, die sich wiederum negativ auf ihr Diabetes-Management auswirken.
Die Corona-Pandemie hat einige Nebenwirkungen. „Klar, wissen wir“, werden sie sagen. Es sind die typischen Symptome einer Atemwegs-Erkrankung, wie Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Fieber, und es ist Long-COVID. Aber auch Lockdowns, Vereinsamung und das Kennenlernen merkwürdiger Denkweisen gehören dazu.
All das ist richtig, und es gibt noch viel mehr. Dazu zähle ich auch die Digitalisierung, die einen extremen Schub bekommen hat. „Das ist hervorragend“, finden die einen, „das ist problematisch“, sagen die anderen. Genau das beschreibt die Situation, in der viele von uns stecken, die in einem Bereich arbeiten, in dem die Digitalisierung eine entscheidende Rolle spielt.
Ohne die digitalen Möglichkeiten hätten wir nicht im Homeoffice so weiterarbeiten können, als wären wir im Büro. Wir konnten und können Veranstaltungen und Kongresse besuchen, auch wenn wir nicht in eine andere Stadt oder sogar ein anderes Land fahren müssen, um teilzunehmen. Das alles klingt erst einmal sehr praktisch. Das ist es auch, aber es hat auch Nebenwirkungen.
Haben Sie sich einmal überlegt, wie entspannend es ist, in aller Ruhe mit der Bahn zu einem Termin oder einem Kongress zu fahren? Sie können, auch wenn sie vielleicht während der Fahrt arbeiten, ein bisschen abschalten. Die Rückfahrt bietet die gleiche Ruhephase. Und in der digitalen Zeit? Ein Termin jagt den nächsten, wehren können Sie sich kaum. Oft schließen die Termine direkt aneinander an – Kollegen legen sie oft so –, Luftholen dazwischen ist nicht möglich. Wenn Sie zwischendurch einmal auf die Toilette gehen und sich etwas zum Trinken holen können, ist das oft schon Glückssache. Kennen Sie das auch?
Und was hat das Ganze mit meinem Diabetes zu tun? Eine Menge! Die Schlagzahl der Veranstaltungen, Besprechungen und parallel stattfindenden Termine ist durch die digitalen Möglichkeiten so hoch geworden, dass für meinen Diabetes so gut wie keine Zeit mehr bleibt. Natürlich wechsele ich meine Kanülen und Sensoren, aber um mich konsequent um vernünftige Glukosewerte zu kümmern, fehlen mir die Zeit und die notwendige Kraft. Hat jemand auch diese Nebenwirkung im Blick?
von Jana Einser

Das Team für den guten Schluss: Dr. Hans Langer arbeitet als Arzt in einer Diabetesklinik, Jana Einser hat schon seit Kindertagen Typ-1-Diabetes und Alex Adabei hat viele Bekannte und Verwandte mit Typ-2-Diabetes. Sie schreiben abwechselnd für diese Kolumne.
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2022; 71 (4) Seite 82
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thomas55 postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße