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Dranbleiben – gute Worte inklusive
2 Minuten

Für eine erfolgreiche Diabetesbehandlung müssen die Patienten sich umfangreich einbringen und im Alltag das Therapieregime befolgen – Adhärenz lautet hierfür der Fachbegriff. Doch um dies zu erreichen, müssen die Behandler empathisch auf die Patienten eingehen, wie Alex Adabei bei einer Fachveranstaltung erfahren hat.
„Diabetestherapie zu Hause – Risikofaktor Patient“: Das ist ja ein ganz schön frecher, anmaßender Titel für eine Veranstaltung (während des großen Diabetes Kongresses in Berlin), die sich an Diabetesberater und Diabetologinnen richtet. Der Titel sollte wohl provozieren – denn die Diabetologen, die sprachen, sahen durchaus auch sich selbst als „Risikofaktoren“ an.
Adhärenz: eine gute Sache – wenn es klappt!
Worum ging es konkret? Sie wissen ja am besten: Wer Diabetes hat, sollte sich Tag für Tag darum kümmern. Eine Therapie langfristig zu befolgen, wird mit dem Fachbegriff Adhärenz beschrieben. Eingeschlossen in die Bedeutung des Wortes ist ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Behandelndem und Patient und das gemeinsame Festlegen von Behandlungszielen. Dabei soll auf individuelle Merkmale des Patienten geachtet werden. Eine gute Sache – wenn es klappt!
Einfach ist das mit der Adhärenz aber nicht, das weiß auch PD Dr. Matthias Frank, einer der Redner. Denn um sie zu erreichen, muss nichts Geringeres geschehen als: das eigene Lebenskonzept zu ändern. Ist der Patient selbst und allein schuld, wenn ihm das nicht gelingt? Nein, auch der Behandelnde muss dazu beitragen, dass sich Adhärenz entwickelt. Dies gelingt z. B. über Informationen: Was bringt die Therapie? Was gewinnt der Patient, wenn er dranbleibt?
Patienten ernst nehmen, ermutigen und loben
Außerdem sollte die Therapie ins Leben der Patientin/des Patienten passen. Und: Ein Arzt sollte die Sorgen derjenigen, die er behandelt, ernst nehmen, er sollte ermutigen und loben. Keine einfache Aufgabe im ärztlichen Alltag, was Frank zu der Überlegung führt, dass Adhärenz eben nicht einseitig ist: Beide Seiten müssen dranbleiben! Und: Adhärenz sollte angestrebt werden, ist nicht statisch, sondern „das Fließen zu einer Lösung“.
Dr. Franks Fazit: Um Adhärenz zu erreichen, müssen Ärzte viel erklären und erfragen, was ihre Patienten können und wollen. Die Therapie wird gemeinsam entwickelt, sie ist im Fluss und kann sich immer wieder ändern. Und das, was Dr. Andreas Lueg, einer der anderen Redner, seinen Zuhörern mit auf den Weg gegeben hat, gehört auch dazu: Ärzte sollten „immer mal wieder ein gutes Wort“ haben. Überlegen Sie doch mal, wie das bei Ihnen ist: mit Ihrer Adhärenz, mit der Ihres Arztes/Ihrer Ärztin – und mit dem guten Wort für die Mitmenschen.
von Alex Adabei

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2019; 68 (8) Seite 92
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thomas55 postete ein Update vor 3 Tagen, 10 Stunden
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 4 Tagen, 3 Stunden
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 4 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]







Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße