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Geld oder Gesundheit?
2 Minuten
Eine TV-Talkshow sorgte in der Diabetes-Klinik von Dr. Hans Langer für Aufregung: In der Sendung ging es darum, ob in deutschen Krankenhäusern das Wohl der Patienten oder die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund stehen – leider mit einer sehr sensationsheischenden und einseitigen Aufmachung…
Bei der heutigen Besprechung in der Diabetesklinik reichte ein Blick in das Gesicht unseres Chefarztes: Seine Stimmung war am Boden. Wenn sich unser Chef aufregt, dann meist so richtig. Was war passiert?
Am Vorabend gab es im 3. Fernsehprogramm eine Talkshow. Thema: Zählt im Krankenhaus eher das Geld oder die Gesundheit der Patienten? Die schauten wir natürlich später auch alle in der Mediathek – und ganz ehrlich: Wir Ärzte konnten unseren Chef ausnahmsweise alle verstehen.
Wie sensationsheischende Sendungen Vertrauen zerstören
Man sah schon zu Beginn der Sendung den flapsigen und eher uninformiert wirkenden Moderator neben einem bedauernswerten Patienten im Rollstuhl. Später berichtete eine weitere Patientin, wie grauenvoll sie bei der Geburt ihrer Zwillinge behandelt worden sei. Die eingeladene Hebamme bestätigte, dass dies in deutschen Kliniken eher die Regel sei.
Garniert wurde der illustre Kreis durch ein Betriebsratsmitglied einer Großklinik: Die Klinik habe alle Mitarbeiter des Reinigungsdienstes in Billigfirmen verfrachtet, diese müssten nun täglich 1000 m² Boden bei Mindestlohn putzen. „Seriös“ wurde das Ganze durch einen Anästhesisten, der berichtete, dass sein chirurgischer Kollege heute immer die größtmögliche, statt die schonendste Operation bei seinen Patienten durchführt – des Geldes wegen. Über allem schwebte ein Medizin-Ethiker, der versicherte, dass das heutige Vergütungssystem in Kliniken die falschen Anreize setze.
Was meinen Chef aber so auf die Palme brachte, war eine Statistik, die zeigte, dass von 100 Patienten, die in eine Klinik gehen, 40 überhaupt kein Vertrauen mehr in die Krankenhäuser haben (dazu tragen sensationsheischende TV-Sendungen wie diese natürlich erheblich bei).
Ein Schlag ins Gesicht der aufrechten Klinikangestellten
So etwas ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die jeden Tag im Krankenhaus ihr Bestes geben, um Menschen wieder physisch und auch psychisch zu stabilisieren. Natürlich läuft nicht in allen Kliniken jeden Tag alles rund. Und an vielen Stellen muss gespart werden, weil zu wenig Geld in die Krankenhäuser fließt. Wenn dies aber bekannt ist, dann ist es die Aufgabe der Politik, hieran etwas zu ändern. Nicht hilfreich ist es, die Mitarbeiter in Kliniken bloßzustellen und ihre Arbeit gering zu schätzen. Aber so ist Fernsehen nun mal.
Zum Glück hatte sich unser Chef einen Tag später wieder beruhigt. Wenn er wieder eine Sendung dieser Art erwischen sollte, dann gibt es ja am TV-Gerät einen Abschaltknopf. Oder er wechselt auf die beliebte Fernsehsendung „In aller Freundschaft – die jungen Ärzte“. Das ist die Lieblingssendung meiner Frau Gabi, weil es da immer ein „Happy End“ gibt.
von Dr. Hans Langer

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2020; 69 (3) Seite 82
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stephanie-haack postete ein Update vor 2 Tagen, 2 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 2 Tagen, 4 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 2 Tagen, 2 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
