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Grenzen: drüber oder drunter?
2 Minuten
Extreme sportliche Leistungen, gefährliche Mutproben, übermäßiger Alkoholkonsum: Insbesondere jüngere Menschen neigen gerne dazu, bis an ihre Grenzen der Belastung zu gehen – häufig auch darüber hinaus. Alex Adabei findet, dass man seine eigenen Grenzen nicht nur kennen, sondern auch respektieren sollte.
An die persönlichen Grenzen gehen: Anscheinend wollen das viele, denkt man z. B. an die vielen Marathonläufer. Ich bin kürzlich unfreiwillig an meine Grenzen gekommen: Ich hatte eine schlimme Lebensmittelvergiftung und musste erkennen, dass ich nicht so schnell wieder auf die Beine kommen konnte wie erhofft. Ganz kraftlos war ich und habe schließlich eingesehen, dass ich meine körperlichen Grenzen akzeptieren muss und es nichts bringt, beweisen zu wollen, dass ich schnell wieder so leistungsfähig bin wie gewohnt.
Viele gehen über ihre eigenen Grenzen hinaus
Oft scheint es mir aber – wenn ich andere beobachte oder z. B. von sportlichen Höchstleistungen lese oder einen Film darüber sehe – ein Spiel zu sein,die eigenen Grenzen auszutesten – eine Art Wette mit sich selbst und auch mit anderen, die einem so viel vielleicht nicht zutrauen.
Ein gewisser Ehrgeiz ist gut, aber so ein Spiel kann sehr schnell ernst werden, etwa bei gefährlichen Mutproben oder auch bei Alkohol. Und manchmal habe ich das Gefühl, dass manche, die z. B. wegen des Diabetes vielleicht noch ein bisschen sorgfältiger auf sich achten sollten als andere, geradezu zwanghaft beweisen möchten, dass ihre Grenzen sogar noch weiter gesteckt sind als die von Menschen ohne Diabetes.
Einfach nur zu leichtsinnig statt bewundernswert
Übermäßigen Alkoholkonsum würde ich in diese Schublade stecken und auch das Rauchen; beides tut keinem von uns gut, ist aber bei Diabetikern mit noch mehr bekannten Risiken verbunden. Und klar: So lange es gut geht, fühlt man sich unverwundbar. Schaut her, ich habe Diabetes, aber ich kann trotzdem all diese gefährlichen Dinge tun, ohne dass mir etwas passiert. Und ich kann sogar mehr vertragen als ihr, trotz des Diabetes! Ich lasse mich nicht einschränken, von nichts!
Kann sein, dass das ein Phänomen ist, das eher bei Jüngeren auftritt, die nach Bestätigung in ihrem Umfeld suchen, nach Bewunderung. So ganz jung bin ich ja nun nicht mehr, und ich war letztlich froh, dass mein Körper mir Grenzen aufgezeigt hat und dass ich irgendwann auch schlau genug war, sie zu beachten. Über Grenzen hinausgehen zu wollen und es auch zu tun – das ist nicht automatisch bewundernswert, sondern manchmal einfach nur zu leichtsinnig, um es auf Dauer zu betreiben.
von Alex Adabei

Kontakt:
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (06131) 9 60 70 0, Fax: (06131) 9 60 70 90,
E-mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2018; 67 (8) Seite 82
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stephanie-haack postete ein Update vor 4 Tagen, 4 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 4 Tagen, 6 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 4 Tagen, 4 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 2 Wochen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
