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Isst denn keiner mehr normal?
2 Minuten
Alex Adabei kocht für ihr Leben gerne und lässt am liebsten andere daran teilhaben. Doch die kulinarische Bewirtung von Gästen wird immer schwieriger, findet sie, da individualisierte Essgewohnheiten die Schnittmenge der Speisen immer weiter verkleinert, die allen schmecken und jeder verträgt.
Hurra, nächste Woche kommen liebe Freunde zu Besuch! Doch in meine Vorfreude mischt sich eine gewisse Gereiztheit und Nervosität. Denn ich als Gastgeberin will doch, dass sich alle wohlfühlen. Dazu gehört für mich, dass es allen schmeckt. Aber das ist alles andere als einfach …
Gast Nr. 1 ist Vegetarier und ernährt sich glutenfrei. Vegetarisch ist kein Problem. Glutenfrei? Schon schwieriger. Gast Nr. 2 mag keine Nudeln, keinen Knoblauch, kein Marzipan. Normale Nudeln gehen eh nicht wegen Gast Nr. 1 (Gluten!). Marzipan im Sommer – muss nicht sein. Kein Knoblauch – das ist schade.
Gast Nr. 3 ist allergisch gegen Fisch und Haselnüsse. Die Sache ist klar; der Abend soll ja nicht im Krankenhaus enden. Gast Nr. 4 isst Low Carb. Das bedeutet in seinem Fall: am liebsten gar keine Kohlenhydrate. Gast Nr. 5 hat mir eine Liste mit Unverträglichkeiten ausgehändigt, darunter Senf, Tomaten, scharfe Speisen, Lebensmittel aus oder mit Milch. Gast Nr. 6 hat Diabetes.
Diabetikerkuchen zum Kaffeekränzchen? Das ist zum Glück passé
Ich beginne, mit Rezepten zu jonglieren, beziehe gluten- und laktosefreie Produkte ein. Denke hin, denke her. Überlege neu. Vielleicht irgendwas, bei dem sich jeder sein Essen selbst zusammenstellen kann, sprich: Raclette oder kalte Platte mit Salat und Antipasti?
Irgendwann möchte ich nur noch schreien: “Geht’s noch? Isst denn keiner mehr normal?” Mir fällt auf: Dass ein Gast Diabetes hat, ist gar kein Problem. Das war doch mal anders, oder? Ich erinnere mich an Zeiten, in denen Gastgeber ängstlich nach diabetikerfreundlichen Rezepten fragten, in denen ein Diabetikerkuchen zum Kaffeekränzchen gebacken wurde. Das hat sich alles “normalisiert”, zumindest bei den Diabetikern, die ich kenne. Sie sind richtige Profis im Berechnen der Mahlzeiten, wissen genau, was ihnen guttut und was nicht und haben gegen “normales”, gesundes Essen nichts einzuwenden.
Individualisierte Essgewohnheiten haben die Schnittmenge verkleinert
Aber was “normal” ist, ändert sich ständig. Einfacher ist es für Gastgeber nicht geworden, seit sich immer mehr Menschen freiwillig oder unfreiwillig sehr individuell/speziell ernähren und die Schnittmenge kleiner wird. Ich suche weiter nach Gerichten, die alle vertragen und möglichst vielen schmecken. Gemeinsam die gleichen Speisen zu essen – für mich gehört das dazu. Oder sollte vielleicht in Zukunft jeder sein eigenes Essen mitbringen?
von Alex Adabei

Kontakt:
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (06131) 9 60 70 0, Fax: (06131) 9 60 70 90,
E-mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2017; 66 (8) Seite 82
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stephanie-haack postete ein Update vor 5 Tagen, 11 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 5 Tagen, 13 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 5 Tagen, 11 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
