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Kolumne | Zum guten Schluss: Neuer Chefarzt … alles neu
2 Minuten

Neuer Chefarzt, neuer Stil: In der Diabetes-Klinik bringt der Wechsel an der Spitze frische Ideen – von „New Work“ bis partizipativer Entscheidungsfindung nach Leitlinie. Dr. Hans Langer schildert in der Kolumne „Zum guten Schluss“, was sich ändert und was gleich bleibt.
Alles neu macht der Mai, sagt man in einem Sprichwort. Bei uns in der Diabetes-Klinik machte bereits der Januar alles neu, denn pünktlich am 2. Januar stand unser neuer Chefarzt voller Motivation und Tatendrang auf der Matte. Krank zu sein, ist eigentlich nicht so schön. Gut, krank sind wir mit unserem Typ-1-Diabetes sowieso chronisch, aber wie sagen wir so gern: Wir sind bedingt gesund und können nahezu alles auch mit dem Diabetes machen!
“Wie ist er denn so?”, fragte mich meine Frau Gabi gleich am ersten Abend. “Nun, der erste Eindruck war nicht schlecht: Motiviert, engagiert und vor allem sehr freundlich ist er aufgetreten, der neue Herr Professor, vielleicht sogar ein wenig schüchtern”, meinte ich. So ein Neubeginn als Chefarzt in einer Diabetes-Klinik ist ja auch etwas ganz Besonderes, wenn man vorher gewohnt war, Oberarzt an einer Universitätsklinik zu sein.
Mittlerweile sind ein paar Wochen vergangen und wir haben uns an den neuen Chefarzt gewöhnt. Er ist so ganz anders als sein Vorgänger – und er hat ein paar wirklich gute Ideen mitgebracht. Was mir aber besonders gut an ihm gefällt, ist, dass er sich selbst nicht so wichtig nimmt. Er ist eher ein Teamplayer und das zelebriert er auch, indem er schon die halbe Klinik duzt.
Einen neuen Arbeitsstil hat er auch im Gepäck gehabt: “New Work” nennt sich das. Es gibt keine festen Strukturen mehr, sondern man arbeitet projektbezogen. Das gab am Anfang ein schönes Durcheinander, aber mittlerweile hat sich das an manchen Stellen wirklich bewährt. Was ich auch gut finde, ist sein freundlicher Umgang mit den Patienten. Er fragt sie auch immer, ob sie damit einverstanden sind, was er ihnen als Therapie vorschlägt.
Allerdings muss er das auch, denn gleich zu Beginn hat er uns einen Vortrag gehalten, dass wir jetzt nach den neuesten Leitlinien der Diabetes-Fachgesellschaft arbeiten. Da steht nämlich genau das drin – partizipative Entscheidungsfindung zwischen Diabetes-Team und Patient ist das Gebot der Stunde. So nennt man das jetzt, wenn man die Patienten in die Therapieplanung einbindet. Und natürlich benutzen wir auch die modernsten Therapieverfahren und Medikamente.
Ehrlicherweise haben wir das alles auch schon unter unserem alten Chef getan. Wenn ich alles zusammennehme, sind wir ganz zufrieden mit unserem Neuen. “Na siehst du”, meinte Gabi, “ist doch gar nicht so schlimm, wenn alles neu und anders zu sein scheint. Im Grunde ist doch alles gleich geblieben, oder?” Da hat sie natürlich wieder mal recht. Schlaue Frau, die ich da habe …

von Dr. Hans Langer
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2024; 72 (3) Seite 82
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lena-schmidt postete ein Update vor 5 Tagen, 19 Stunden
Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/
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Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 12. August! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]
thomas55 postete ein Update vor 1 Monat
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Monat
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?- ole-t1 antwortete vor 1 Monat
Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße




