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Lernen ist Können und Wollen
2 Minuten
Patientenschulungen sind ein elementarer Bestandteil der Diabetestherapie, denn nur wer gut über die Erkrankung und deren Zusammenhänge Bescheid weiß, kann seinen Diabetes auch gut in den Griff bekommen. Doch Jana Einser fragt sich: Was machen mit den nicht wenigen Patienten, die trotz Schulungen gar nicht lernen wollen?
Wer an einem Diabetes erkrankt, muss erst einmal viel lernen – besonders, wenn es ein Typ-1-Diabetes ist. Wie gut, dass es heute dafür gute und auch von den Krankenkassen finanzierte Schulungen gibt.
Diabetes: viele Betroffene verstehen Zusammenhänge nicht
Aber reicht es, einmal geschult zu werden? Das frage ich mich oft, wenn ich mich mit Menschen unterhalte, die zwar schon lange Diabetes haben, aber bei denen man merkt, wie wenig sie tatsächlich darüber wissen – oder auch, dass sie die Zusammenhänge kaum verstanden haben. Das betrifft natürlich nicht alle, aber es gibt leider doch viele, bei Typ-1- und Typ-2-Diabetikern.
Und dann kommt mir eine Alltagssituation in den Kopf, die ich in meinem Berufsleben ständig erlebe: In dem Betrieb, in dem ich arbeite, geht es neben anderen Fähigkeiten um den korrekten Gebrauch der deutschen Sprache. Ich bemühe mich sehr darum, und mich durchläuft es immer eiskalt, wenn jemand zum Beispiel das Wort „scheinbar“ benutzt, wenn es eindeutig „anscheinend“ heißen muss.
Ich erlaube mir dann, darauf hinzuweisen und es kurz zu erläutern. Prompt wird es kurz darauf wieder falsch benutzt. Und auch das Xste Wiederholen führt nicht dazu, dass der Betreffende es sich merkt. Offenbar hat das Hinweisen darauf hier keinen Zweck und führt zudem noch dazu, dass ich mich von einem Kollegen als „Sprach-Nazi“ beleidigen lassen muss.
Lernen: eine Kombination aus Können und Wollen
Wenn bereits solche Kleinigkeiten wie der korrekte Gebrauch der deutschen Sprache solche Probleme bereiten, wie sollen sich dann Menschen die Unmengen, die man in einer Diabetesschulung lernt, behalten und in ihrem Leben umsetzen? Das kann nicht funktionieren. So sollte es möglichst viele Wiederholungsschulungen geben – in der Hoffnung, dass doch etwas hängenbleibt.
Aber liegt es nur am Intellekt? Ich fürchte nicht. Schon der griechische Philosoph Platon hat festgestellt: „Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.“ Es ist also auch eine Willenssache, nicht nur auf dem Wissen zu verbleiben, das man einmal erworben hat, sondern es stetig und lebenslang erweitern zu wollen – was mitunter auch Korrekturen dessen einschließt, was man sich über Jahre oder Jahrzehnte angeeignet hat. Lernen ist also immer eine Kombination aus Können und Wollen.
von Jana Einser

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2019; 68 (4) Seite 90
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stephanie-haack postete ein Update vor 3 Tagen, 5 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Tagen, 7 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 3 Tagen, 5 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
