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Mich fragt ja keiner …
2 Minuten

Diabetes-Journal-Chefredakteur Günter Nuber hat seine Gedanken zum Weltdiabetestag zusammengetragen.
Hätte mich jemand gefragt, so hätte ich gesagt, dass der Tag eine einmalige Chance bietet, das Bild des Diabetes und seiner Folgeerkrankungen geradezurücken: Es sind eben nicht vorwiegend die Betroffenen selbst Schuld an ihrer Krankheit; nicht die Kinder und Jugendlichen, nicht die Typ-1-Diabetiker – und auch nicht die meisten Typ-2-Diabetiker. Wer den Diabetes in seiner Familie hat und wer dann in einer Welt wie der unseren groß wird, für den gibt es aus meinem Blickwinkel ein Entrinnen nur, wenn er sich intensiv um seine Gesundheit bemüht.
Hätte mich jemand gefragt, so hätte ich ihm gesagt, dass es mich wütend macht, wenn sich engagierte Ärzte, Diabetesberaterinnen, Diabetiker stark machen für eine moderne individuelle Therapie – und sie sich deswegen jede Woche aufs neue Häme einfangen oder wüste Beschimpfungen aus der Presse, aus Institutionen der Gesundheitspolitik. Wer seine Patienten heute gut betreut und sich einsetzt für den Erhalt einer guten Betreuung, der läuft Gefahr, sich morgen als pharmahörig in der Zeitung wiederzufinden.
Hätte mich jemand gefragt, so hätte ich ihm gesagt, dass der Weltdiabetestag dann ein gelungener Tag ist, wenn die vielen Gruppierungen in der Diabetologie endlich das Trennende überwinden und das Einende in den Vordergrund stellen. Wer sich in der Selbsthilfe engagiert oder als Therapeut über das Berufliche hinaus, der tut dies doch hoffentlich vor allem deswegen, weil er die Diabetikerversorgung verbessern will, weil er Ansprechpartner sein oder weil er gegen Missstände eintreten will. Wenn dem so ist, so ist klar, was zu tun ist: vereint und stark und zu Zigtausenden auftreten für die gemeinsame Sache!
Hätte mich jemand gefragt, was mich freut am Weltdiabetestag und an den vielen Aktionen um den 14. November herum, so hätte ich ihm Folgendes gesagt: Es freut mich, dass sich trotz der genannten Umstände so viele Menschen engagieren – ob in Nürnberg, in Hannover, in Berlin, in Kassel oder anderswo. Dass sich Ärzte ebenso engagieren wie Diabetesberaterinnen oder Psychologen; Geriater ebenso wie Kinderärzte oder Hausärzte. Dass sich Sportler engagieren wie Matthias Steiner oder Anja Renfordt; TV-Stars wie Blacky Fuchsberger, Johann Lafer oder Stars des Alltags wie die Gruppenleiter in den Selbsthilfeverbänden.
Letztlich – hätte mich jemand gefragt, warum ich optimistisch bin, so hätte ich gesagt: In Deutschland wird so viel exzellente Forschungsarbeit geleistet, zum Beispiel in den Instituten des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung, im Kompetenznetz Diabetes mellitus oder bei den forschenden Arzneimittelherstellern. In Deutschland gibt es so viele geschickte Köpfe, die den Unbedarften den Diabetes und somit die Tragweite des Nichthandelns erklären können. Da ist es nur eine Frage der Zeit, bis Wegsehen keine Option mehr und Handeln Pflicht ist.
Aber mich fragt ja keiner.
von Günter Nuber
Kontakt:
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz, Tel.: (0 61 31) 9 60 70 0,
Fax: (0 61 31) 9 60 70 90, E-Mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2013; 62 (11) Seite 23
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lena-schmidt postete ein Update vor 1 Tag, 3 Stunden
Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im August – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 12. August! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]
thomas55 postete ein Update vor 4 Wochen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 4 Wochen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße