Mit Insulin gut versorgt ins neue Jahr

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Mit Insulin gut versorgt ins neue Jahr

Lieferschwierigkeiten bei Medikamenten? Im wohlhabenden Deutschland? Eigentlich undenkbar, oder? Doch leider passiert dies immer häufiger. Unsere Kolumnistin Jana Einser hofft daher, dass die Player im Gesundheitswesen sich ihrer Verantwortung besser bewusst werden.

Wenn ein neues Jahr beginnt, ist die Zeit der Vorhaben und Wünsche. Eigentlich bin ich nicht der Typ dafür, weil solche Dinge meist wie Seifenblasen zerplatzen. Aber zu diesem Jahreswechsel wünsche ich mir etwas: dass ich das ganze Jahr – und auch darüber hinaus – mein notwendiges Insulin in meiner Apotheke bekomme!

„Nicht lieferbar“ heißt es immer häufiger

Was soll das denn für ein Wunsch sein, in unserem reichen Deutschland mit Spitzenmedizin, denken Sie vielleicht jetzt … Sie haben recht: Es ist eigentlich ein absurder Wunsch – aber es wird zunehmend Realität, dass Kranke in Apotheken die ihnen verordneten Medikamente nicht mehr bekommen. „Nicht lieferbar“, heißt es dort immer häufiger.

Die Situation ist für mich unvorstellbar, war ich doch bisher immer davon überzeugt, in einem Land zu leben, in dem es nicht zu Lieferschwierigkeiten bei Medikamenten kommen kann. Jetzt aber haben es die Politik mit ihrer Regulierungswut, die Pharmakonzerne mit ihrer Globalisierung und die Krankenkassen mit ihrer Sparwut geschafft: Wie in einem Entwicklungsland müssen wir bangen um unsere Versorgung mit notwendigen, sogar lebensnotwendigen Medikamenten.

Apotheker sind zunehmend verzweifelt

Auch die Apotheker sind zunehmend verzweifelt. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) berichtet, dass in einer Umfrage der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker bereits im Jahr 2017 90 Prozent der Apotheker angaben, in einem Zeitraum von drei Monaten Engpässe mit potenziellen Gesundheitsfolgen für Patienten gehabt zu haben.

Zur Folge hat ein Lieferengpass unter anderem, dass die Apotheker ein wirkstoffgleiches Medikament beschaffen oder die Ärzte einen anderen Wirkstoff verordnen müssen – in beiden Fällen müssen sich die Patienten an ein neues Medikament gewöhnen.

Hoffnung: mehr Verantwortungsbewusstsein

Trotz allem bleibe ich optimistisch – immerhin fängt gerade ein neues Jahr an! Und vielleicht fangen irgendwann die Menschen, die wie Politiker und Verantwortliche in Pharmaunternehmen und Krankenkassen Macht über andere und Menschenleben in der Hand haben an, mehr über ihre Verantwortung für andere Menschen nachzudenken.

Diese Hoffnung ist genauso groß wie mein Wunsch, mit Insulin weiter versorgt zu werden. So wünsche ich Ihnen, dass auch Sie trotz manchen Wermutstropfens positiv ins neue Jahr gehen!



von Jana Einser

Das Team für den guten Schluss: Dr. Hans Langer arbeitet als Arzt in einer Diabetesklinik, Jana Einser hat schon seit Kindertagen Typ-1-Diabetes und Alex Adabei hat viele Bekannte und Verwandte mit Typ-2-Diabetes. Sie schreiben abwechselnd für diese Kolumne.


Erschienen in: Diabetes-Journal, 2020; 69 (1) Seite 84

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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