Noch eine Baustelle: die Zähne

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© Christian Mentzel
Noch eine Baustelle: die Zähne

Vielleicht haben Sie es ja schon gelesen: In diesem Heft geht es

Noch ’ne Baustelle, um die man sich kümmern muss…

Es ist noch gar nicht so lange her, da war über den Zusammenhang zwischen Diabetes und Parodontitis – das ist die Entzündung eben dieses Zahnhalteapparates – wenig bekannt. Jetzt schon. Und, ganz ehrlich: Wenn ich Diabetes hätte, würde mich das erst mal ziemlich nerven. Da ist ja jetzt noch ’ne Baustelle, um die man sich kümmern muss! Vielen Dank auch!

Es ist leicht gesagt, dass es doch gut ist, Bescheid zu wissen und vorbeugen zu können – aber nicht leicht getan. Genauso wenig ist es leicht, all die Tipps zu gesunder Ernährung und mehr Bewegung zu beherzigen. Und dann soll man als Diabetiker noch Stress reduzieren und täglich die Füße pflegen. (Ist das nicht ein Widerspruch in sich?)

Ich mit Diabetes würde denken (und ich denke es auch ohne Diabetes, denn die Empfehlungen gelten ja meist für alle): Ist alles schön und gut, und es steht im

Aber leider ist es so wie oft: Disziplin ist gefragt, und ich frage mich schon lange, wer mir die mal in ausreichender Menge beibringen könnte. (Am besten gleich so viel davon, dass ich gar nicht merke, wie anstrengend alles ist, und noch besser so viel, dass mir Zahnpflege, Bewegung und gesunde Ernährung sogar Spaß machen!)

Gleich einen Folgetermin ausmachen!

Für den Zahnarzt habe ich zumindest schon mal eine Taktik: Ich mache bei jedem Termin gleich einen Folgetermin aus. Wenn ich das nicht tun würde, ich weiß es, würde der Faden abreißen und ich würde ewig nicht hingehen.

Übrigens, beim letzten Kontrolltermin kam ich mit meinem Zahnarzt ins Plaudern. Er: "Ich hatte als Kind ganz schlechte Zähne." Komisch, dass er dann ausgerechnet Zahnarzt geworden ist, dachte ich. Er weiter: "Ich wollte trotzdem nie die Zähne putzen. Das war ganz schrecklich, weil meine Eltern beide Zahnärzte waren und mich auch behandelt haben." Na, ist das nicht ein Musterbeispiel für Selbstüberwindung? Oder steckt etwas ganz anderes dahinter?


Das Team für den guten Schluss: Dr. Hans Langer arbeitet als Arzt in einer Diabetesklinik, Jana Einser hat schon seit Kindertagen Typ-1-Diabetes und Alex Adabei hat viele Bekannte und Verwandte mit Typ-2-Diabetes. Sie schreiben abwechselnd für diese Kolumne.

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  • lauf-chris postete ein Update vor 51 Minuten

    Ich habe jetzt seit ca 1 Jahr die YpsoPump. Bin gut damit zufrieden. Ist aber auch kein Selbstläufer!

  • Huhu, ich bin Marina und 23 Jahre alt, studiere in Marburg, habe schon etwas länger Typ 1 Diabetes und würde mich total über persönlichen Austausch mit anderen jungen Menschen/Studis… freuen, vielleicht auch mal ein Treffen organisieren oder so 🙂 Schreibt mir gerne, wenn ihr auch Lust habt!

  • Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!

    Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.

    Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.

    LG Wolfgang

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