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Spezialisierte Welt
2 Minuten
Unsere moderne Welt wird immer komplizierter, sodass für immer mehr Aufgaben und Anforderungen notwendig wird, dass Spezialisten sie übernehmen. Das ist in der Medizin und insbesondere in der Diabetologie nicht anders, wie unser Kolumnist Dr. Hans Langer zu berichten weiß.
Gestern saßen meine Frau Gaby und ich gemütlich bei einem Vanille-Tee am Kamin und sprachen über die Spezialisierung am Arbeitsplatz. „In der Sparkasse bei uns sind die Angebote und Vorschriften mittlerweile so kompliziert, dass es für jedes und alles Spezialisten gibt“, meinte Gaby und fügte hinzu: „Ich selbst bin einfach nur der Lotse, um unsere Kunden an den richtigen Kollegen weiterzuschicken. Früher konnte ich noch fast alles selbst erledigen.“
Ja, klar, die Welt wird immer komplizierter. In der Medizin ist das nicht anders. Da bewundere ich die Hausärzte, die viele Beschwerden ihrer Patienten noch selbst in den Griff bekommen oder aber rechtzeitig zum richtigen Spezialisten überweisen. Das erfordert viel Fachwissen und die Allgemeinmediziner sind – wie Fachärzte manchmal fälschlicherweise behaupten – wahrlich nicht die Ärzte für die leichten Fälle.
Unsere Patienten in der Diabetes-Klinik glauben oft, dass jeder hier natürlich das ganze Spektrum der Diabetologie von A bis Z beherrscht. Das ist leider in der Praxis nicht mehr so … Wenn ich als Diabetologe nur die Namen aller Medikamente auf dem deutschen Markt, die es zur Behandlung des Diabetes gibt, einschließlich der zugehörigen Verkaufsnamen aufsagen soll, dann muss ich mich schon arg konzentrieren. Und es kommen jährlich weitere Medikamente hinzu.
Noch schwieriger wird es, wenn es um Insulinpens, -pumpen und Sensoren geht. Davon gibt es gleich mehrere von verschiedenen Herstellern. Zum Teil kommunizieren Pumpen mit Sensoren. All das kann ein einzelner Diabetes-Spezialist allein gar nicht mehr beherrschen. Deswegen haben wir in unserer Klinik einzelne Fachkräfte, also Diabetesberater und Ärzte, die sich auf Teilbereiche der Diabetologie spezialisiert haben. Nur unser Chefarzt meint immer noch, er könne alles. Da täuscht er sich aber …
Für uns Behandler ist es nicht leicht, uns einzugestehen, dass wir keine Allrounder mehr sind, sondern Spezialisten. „Gut so“, meinte Gaby lächelnd, „dann ist es ja wie bei mir in der Sparkasse. Und ich kann auch eine Sache besser als die Kollegen: verstehen, was die Kunden wollen. Kluge Frau …
von Dr. Hans Langer

Das Team für den guten Schluss: Dr. Hans Langer arbeitet als Arzt in einer Diabetesklinik, Jana Einser hat schon seit Kindertagen Typ-1-Diabetes und Alex Adabei hat viele Bekannte und Verwandte mit Typ-2-Diabetes. Sie schreiben abwechselnd für diese Kolumne.
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2021; 70 (12) Seite 82
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stephanie-haack postete ein Update vor 3 Tagen, 12 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Tagen, 14 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 3 Tagen, 12 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
