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Stress, entspannen, essen …
2 Minuten

Auf einer Dienstreise wurde Jana Einser mehrere Tage extrem gefordert. Am anschließenden Erholungstag verdeutlichte ihr kombiniertes Pumpen-CGM-System mit automatischer Insulingabe ihr, wie sehr Stress sich auf die Insulinempfindlichkeit auswirken kann.
Ich gehöre zu den glücklichen Anwendern einer MiniMed 670G. Dabei sind, wie vielen bekannt, eine Insulinpumpe und ein System zum kontinuierlichen Glukosemessen kombiniert, und die Insulinpumpe entscheidet aufgrund der gemessenen Glukosewerte, ob und wie viel Insulin sie abgibt.
Manchmal stimmen Theorie und Praxis doch überein
Durch viele Jahrzehnte Typ-1-Diabetes und ständige Beschäftigung mit dem Thema weiß ich genau, wie alles theoretisch zusammenhängt und warum dieses oder jenes gerade geschieht. Natürlich sieht die Praxis oft anders aus – das lässt sich bei diesem Diabetestyp (der bei mir dazu noch mit einer den Stoffwechsel instabil machenden, ausgeprägten Ketoazidose begonnen hatte) nicht verhindern. Aber manchmal stimmen Theorie und Praxis doch überein …
Beruflich hatte ich neulich auf einer Dienstreise extremen Stress: Es war viel zu tun, und ich musste ständig in der Öffentlichkeit präsent sein. Was das trotz der automatischen Steuerung der Insulingabe mit meinen Glukosewerten machte, kann sich wahrscheinlich jeder vorstellen – außerdem konnte ich mir absolut keine Unterzuckerung leisten! Dreieinhalb Tage ging das so. Am Nachmittag des vierten Tags war alles geschafft, es stand kein Termin mehr auf dem Plan. Faulenzen war jetzt angesagt.
Mit CGM sehen, wie sich der Stoffwechsel verhält
Mein Körper merkte das sofort, er ging komplett in den Entspannungsmodus – wodurch meine Insulinempfindlichkeit stark anstieg. Dadurch sank mein Insulinbedarf – Theorie und Praxis stimmten hier absolut überein.
Dummerweise gab die Insulinpumpe aber zuerst noch so viel Insulin ab, wie sie das aus den vorhergehenden Tagen kannte, denn die Insulinempfindlichkeit kann das System bisher nicht messen. Die Insulinpumpe stoppte wegen der dann andauernd niedrigen und in Unterzuckerungsnähe rutschenden Werte die Insulinabgabe automatisch – trotzdem musste ich an diesem Nachmittag und Abend noch Unmengen Kohlenhydrathaltiges essen.
Eigentlich ist dieser Wechsel der Insulinempfindlichkeit ein ganz normaler Vorgang. Aber was mich daran so fasziniert, ist, dass ich heute durch das kontinuierliche Glukosemonitoring genau sehen kann, wie sich mein Glukosestoffwechsel verhält. Und auch der Insulinstopp führt mir das Ganze wunderbar vor Augen. So beweist sich die Theorie auch in der Praxis!
von Jana Einser

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2020; 69 (4) Seite 84
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thomas55 postete ein Update vor 2 Tagen, 9 Stunden
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 3 Tagen, 2 Stunden
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 3 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]







Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße