- Allgemein
Was bedeutet Corona für den Diabetes?
2 Minuten
Die Coronavirus-Pandemie hat unser aller Leben gerade fest im Griff und die gesamte Menschheit erlebt gerade turbulente und ungewohnte Zeiten. Alex Adabei hat sich in ihrer Kolumne Gedanken darüber gemacht, was das für Menschen mit Diabetes bedeutet.
Wenn Sie diese Kolumne lesen, ist es Ende April oder schon Mai. Geschrieben habe ich sie aber schon Anfang April, und da sich die Lage in Corona-Zeiten täglich ändern kann, weiß ich nicht, in welcher Lage wir uns zum Lesezeitpunkt befinden.
Denken Sie sich also in die Zeit Anfang April zurück. Ich sitze wie Sie vielleicht auch zu Hause statt im Büro. Auch mein Mann ist im Homeoffice, das Kind ebenso. Die Arbeit geht also für alle in der Familie weiter. Wie es aber sonst weitergeht, ist für viele in Deutschland und überall ungewiss. Grundsätzlich haben wir Glück: Wir drei, die ganze Familie und alle Freunde, sind bis jetzt gesund geblieben, und noch musste auch keine*r in Quarantäne.
Wie das wohl ist, wochenlang nicht raus zu dürfen? Anja, eine junge Frau mit Diabetes, hat sich wahrscheinlich bei einer Kollegin angesteckt, ist in Quarantäne und darf noch für einige Zeit ihre Wohnung nicht verlassen. In der Diabetes-Community
Blood Sugar Lounge
schildert sie ihre Erfahrungen: Durch das Virus hat sie mit Unterzuckerungen in der Nacht zu kämpfen. „Auch tagsüber muss ich viel dafür tun, damit die Werte oben bleiben“, erzählt sie.
Menschen mit Diabetes müssen in diesen nicht alltäglichen Tagen ihre Werte also noch etwas besser im Blick behalten. Die Gedanken von Antje reichen weiter. Sie schreibt auf ihrem Blog Süß, happy und fit: „Doch eine Krise wie die aktuelle Corona-Pandemie macht mir bewusst, dass ich im Zweifelsfall eben doch ein bisschen angreifbarer bin als andere Menschen, die nicht chronisch krank sind.“
„Ich habe zwar keine Angst vor dem Virus selbst. (…) Aber wenn wegen der Corona-Krise ab irgendeinem Punkt langfristig Lieferketten versagen, Arztpraxen dichtmachen, medizinisches Equipment nicht mehr erhältlich ist, dann ist es halt deutlich blöder für mich als für chronisch Gesunde“, so Antje weiter. „Zum Glück sieht es nicht danach aus – aber das Bewusstsein, dass ich abhängig von Insulin und diversem Equipment bin, ist in so einer Krisenzeit halt ein bisschen deutlicher.“
Ich hoffe, dass keine*r von Ihnen wegen Corona in der Diabetesbehandlung Schwierigkeiten hatte, hat oder noch bekommen wird. Die zitierten Texte können Sie nachlesen unter blood-sugar-lounge.de und suesshappyfit.blog
von Alex Adabei

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2020; 69 (5) Seite 84
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Aktuelles
3 Minuten
- Aktuelles
3 Minuten
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
-
stephanie-haack postete ein Update vor 1 Tag, 6 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
-
tako111 postete ein Update vor 1 Tag, 8 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
-
katrin-kraatz antwortete vor 1 Tag, 6 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
-
-
moira postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
