- Allgemein
X-mas im Krankenhaus
2 Minuten
Wie läuft eigentlich die Vorweihnachtszeit sowie die Festtage in einer Diabetes-Klinik ab? Unser Kolumnist Dr. Hans Langer gibt einen interessanten Einblick…
Eigentlich liebe ich die Vorweihnachtszeit in unserer Diabetesklinik: Unsere Haustechnik flutet die Klinik mit Weihnachtsbäumen; der größte und schönste steht im Klinikgarten und strahlt mit so manchem Patienten um die Wette. Unsere Klinikgärtnerin dekoriert die Stationszimmer und das Patientenrestaurant mit jährlich neuen Ideen und verwandelt das Krankenhaus fast schon in einen Weihnachtsmarkt.
Auch mein Chef, der große Professor, den ich ja seit letztem Jahr Klaus nennen darf, ist nicht so streng wie noch vor ein paar Wochen; meist liegt das daran, dass er von unserem Klinikcontrolling die neuesten Zahlen bekommen hat. Und die scheinen positiv zu sein. Das heißt Fallzahlen erreicht, Krankenkassen zufriedengestellt und Kostenrahmen nicht überschritten. Dass das ganze Diabetesteam und alle Mitarbeiter in diesem Jahr auch rund 4.000 Patienten gut behandelt und zumeist zufrieden entlassen haben, nimmt Klaus als Selbstverständlichkeit hin. Muss er wohl als Chefarzt.
Ja und dann steht die Mitarbeiterweihnachtsfeier an. Die stand bei uns bisher jedes Jahr unter einem Länder-Motto: So hatten wir schon Weihnachten in England, Österreich, Ungarn usw.– und die landestypischen Bräuche feierlich umgesetzt. Nachdem uns die Länder ausgegangen sind und der für die Feier zuständige Betriebsrat keine Wiederholungen wollte, gibt es nun Weihnachten in einem deutschen Bundesland. Es ist Sachsen-Anhalt. Da bin ich mal espannt, wie die Bräuche dort wohl so sind. So oder so wird die Weihnachtsfeier ein schöner Jahresabschluss.
Für mich ist die Vorweihnachtszeit auch die Gelegenheit, innezuhalten und meine Arbeit als Diabetesarzt zu überdenken. Meist nutze ich die Zeit auch, um mein Büro aufzuräumen. Denn nichts stört die Arbeit mehr als ein Haufen unbearbeitetes Papier. Am schönsten ist es, wenn in den Tagen vor Weihnachten, während ich so in meinem Büro herumwerkele, es draußen schön kalt ist und vielleicht sogar schneit.
Doch oft ist es so, dass die Weihnachtszeit nicht so ruhig ist, wie man sich das wünscht. Diabetesprobleme sind eben nicht planbar – und es kommen doch mehr Patienten über die Feiertage in die Klinik als erwartet. Aber für die haben wir dann auch eine kleine Weihnachtsfeier am 24. Dezember vorbereitet. Da gibt’s dann Plätzchen, Gedichte, Lieder. Und dann geht’s für mich heim zu Gabi, den Eltern und natürlich den Schwiegereltern. Ja und dann, dann ist Weihnachten auch fast schon wieder rum, und es geht los mit dem Klinikstress 2018.
von Dr. Hans Langer

Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (06131) 9 60 70 0, Fax: (06131) 9 60 70 90,
E-mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2017; 66 (12) Seite 82
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Technik
4 Minuten
- Aktuelles
4 Minuten
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
-
stephanie-haack postete ein Update vor 5 Tagen, 2 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
-
tako111 postete ein Update vor 5 Tagen, 4 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
-
katrin-kraatz antwortete vor 5 Tagen, 2 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
-
-
moira postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
