X-mas im Krankenhaus

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© Christian Mentzel
X-mas im Krankenhaus

Wie läuft eigentlich die Vorweihnachtszeit sowie die Festtage in einer Diabetes-Klinik ab? Unser Kolumnist Dr. Hans Langer gibt einen interessanten Einblick…

Eigentlich liebe ich die Vorweihnachtszeit in unserer Diabetesklinik: Unsere Haustechnik flutet die Klinik mit Weihnachtsbäumen; der größte und schönste steht im Klinikgarten und strahlt mit so manchem Patienten um die Wette. Unsere Klinikgärtnerin dekoriert die Stationszimmer und das Patientenrestaurant mit jährlich neuen Ideen und verwandelt das Krankenhaus fast schon in einen Weihnachtsmarkt.

Auch mein Chef, der große Professor, den ich ja seit letztem Jahr Klaus nennen darf, ist nicht so streng wie noch vor ein paar Wochen; meist liegt das daran, dass er von unserem Klinikcontrolling die neuesten Zahlen bekommen hat. Und die scheinen positiv zu sein. Das heißt Fallzahlen erreicht, Krankenkassen zufriedengestellt und Kostenrahmen nicht überschritten. Dass das ganze Diabetesteam und alle Mitarbeiter in diesem Jahr auch rund 4.000 Patienten gut behandelt und zumeist zufrieden entlassen haben, nimmt Klaus als Selbstverständlichkeit hin. Muss er wohl als Chefarzt.

Ja und dann steht die Mitarbeiterweihnachtsfeier an. Die stand bei uns bisher jedes Jahr unter einem Länder-Motto: So hatten wir schon Weihnachten in England, Österreich, Ungarn usw.– und die landestypischen Bräuche feierlich umgesetzt. Nachdem uns die Länder ausgegangen sind und der für die Feier zuständige Betriebsrat keine Wiederholungen wollte, gibt es nun Weihnachten in einem deutschen Bundesland. Es ist Sachsen-Anhalt. Da bin ich mal espannt, wie die Bräuche dort wohl so sind. So oder so wird die Weihnachtsfeier ein schöner Jahresabschluss.

Für mich ist die Vorweihnachtszeit auch die Gelegenheit, innezuhalten und meine Arbeit als Diabetesarzt zu überdenken. Meist nutze ich die Zeit auch, um mein Büro aufzuräumen. Denn nichts stört die Arbeit mehr als ein Haufen unbearbeitetes Papier. Am schönsten ist es, wenn in den Tagen vor Weihnachten, während ich so in meinem Büro herumwerkele, es draußen schön kalt ist und vielleicht sogar schneit.

Doch oft ist es so, dass die Weihnachtszeit nicht so ruhig ist, wie man sich das wünscht. Diabetesprobleme sind eben nicht planbar – und es kommen doch mehr Patienten über die Feiertage in die Klinik als erwartet. Aber für die haben wir dann auch eine kleine Weihnachtsfeier am 24. Dezember vorbereitet. Da gibt’s dann Plätzchen, Gedichte, Lieder. Und dann geht’s für mich heim zu Gabi, den Eltern und natürlich den Schwiegereltern. Ja und dann, dann ist Weihnachten auch fast schon wieder rum, und es geht los mit dem Klinikstress 2018.


von Dr. Hans Langer

Das Team für den guten Schluss: Dr. Hans Langer arbeitet als Arzt in einer Diabetesklinik, Jana Einser hat schon seit Kindertagen Typ-1-Diabetes und Alex Adabei hat viele Bekannte und Verwandte mit Typ-2-Diabetes. Sie schreiben abwechselnd für diese Kolumne.

Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (06131) 9 60 70 0, Fax: (06131) 9 60 70 90,
E-mail: redaktion@diabetes-journal.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2017; 66 (12) Seite 82

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  • uho1 postete ein Update vor 2 Tagen, 16 Stunden

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
    Wir freuen uns auf Euch! 🙂