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Zu Stein gewordene Kontrolle
2 Minuten
Die Kontrolle über das eigene Leben zu behalten ist für viele Menschen essentiell wichtig. Und auch beim Diabetes-Management geht es ja darum, seine Werte möglichst gut zu kontrollieren. Doch ab wann sollte man auch einmal loslassen dürfen? Darüber hat sich Alex Adabei Gedanken gemacht.
Ein Spaziergang durch unseren Ort. 4.000 Einwohner, viele Einfamilienhäuser. Vorgärten aus Stein – gepflastert, geschottert, mit Kies vollgeschüttet, in der Mitte eine einsame Zypresse. Pflanzen, Vögel, Insekten? Fehlanzeige.
Angst vor dem Kontrollverlust
Um was geht es hier? Ich denke: um Kontrolle. Hier soll nichts wachsen, nichts fliegen, nichts huschen, das nicht die ausdrückliche Erlaubnis dazu hat. Hier herrscht die Angst, die Angst davor, dass “die Natur” nicht mehr zu bändigen ist, nicht mehr beherrscht werden kann. Ein Garten ist nie “wilde”, sondern geordnete Natur. Aber warum machen Menschen ihre Umwelt zu einer monotonen Steinwüste? Liegt es daran, dass die Welt für viele immer weniger übersichtlich wird? Kann eine bestens kontrollierbare Kiesfläche die Illusion schaffen, das Leben an sich beherrschen zu können?
Auch ich möchte mein Leben unter Kontrolle haben. Und wenn ich unter Stress stehe, geht mir Unordnung mehr auf die Nerven als sonst. Ich möchte dann aufräumen, die Kontrolle zurückgewinnen. Wie geht es Menschen, die mehrere Variablen in ihrem Leben ständig kontrollieren müssen?
Wie geht es Ihnen, die Sie jeden Tag mehrmals Ihre Zuckerwerte kontrollieren müssen, die Sie in gewissen Grenzen kontrolliert essen müssen und vielleicht auch ihr Maß an Bewegung kontrollieren und an die chronische Krankheit anpassen müssen? Das macht doch etwas mit jedem einzelnen Menschen, der mit Diabetes lebt, diese ständige Kontrolle?
Müssen wir nicht auch einmal loslassen dürfen?
Heute nutzen immer mehr Menschen mit Diabetes die Möglichkeit, mit Hilfe neuer Messsysteme jederzeit einen kontrollierenden Blick auf ihren Zuckerwert werfen und den Verlauf verfolgen zu können. Manche Nutzer kommen nicht damit zurecht, immer Bescheid zu wissen – und doch nicht die vollständige Kontrolle über die Reaktionen ihres Körpers erreichen zu können. Wie ist das: Wünschen sich viele Diabetiker die völlige Beherrschbarkeit ihrer Werte?
Ja, Kontrolle ist wichtig. Aber haben wir nicht die viel größere Kontrolle über unser Leben, wenn wir den Punkt kennen, an dem wir auch einmal loslassen dürfen? Ich denke, es ist wichtig, eine gute Balance zu finden zwischen Kontrolle und langer Leine – und im Garten dem prallen Leben eine Chance zu geben.
von Alex Adabei

Kontakt:
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (06131) 9 60 70 0, Fax: (06131) 9 60 70 90,
E-mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2018; 67 (5) Seite 82
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stephanie-haack postete ein Update vor 4 Tagen, 13 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 4 Tagen, 14 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 4 Tagen, 12 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 2 Wochen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
