Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: #24 | Ganz schön freche Früchtchen!

3 Minuten

Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt – Ganz schön freche Früchtechen
Foto: artbesouro – stock.adobe.com
Community-Beitrag
Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: #24 | Ganz schön freche Früchtchen!

Obst und Diabetes – ein Thema, das viele beschäftigt. Caro berichtet, wie Wassermelone ihren Blutzucker in die Höhe trieb, welche Sorten für sie kein Problem sind und wie man Blutzuckerspitzen mit einfachen Tricks verhindern kann.

Wer kennt’s nicht, die Temperaturen im Sommer liegen bei über 30° Grad und eigentlich will man sich nur noch von Obst und Salat ernähren. Hauptsache frisch, kühl und saftig!

Im vergangenen Jahr habe ich meine Liebe für den Wassermelonen-Feta-Salat entdeckt und mich quasi die ganze Sommer-Zeit ausschließlich von ernährt. Gott, war der gut! Als es dann diesen Mai mit dem Verkauf von Wassermelonen losging, konnte ich es kaum erwarten, meinen ersten Salat zu zaubern. Doch die Freude hielt leider nicht lange an, denn meine Blutzucker-Werte sind nach dem Essen förmlich explodiert.

Am Anfang habe ich den Blutzucker-Anstieg tatsächlich nicht der Wassermelone zugeordnet, da ich bis heute der Meinung bin, dass mein Blutzucker vergangenen Sommer davon relativ unbeeindruckt war. Doch kann sich sowas binnen eines Jahres – quasi über Nacht – ändern? Was meine Beziehung zur Wassermelone angeht, so hat sich der Status von „Hals über Kopf verliebt“ zu „es ist kompliziert“ geändert.

Foto: privat.

In Sachen Obst und Diabetes scheiden sich ja wirklich die Geister. Die einen sagen, dass Obst absolut kein Problem ist. Für die anderen ist und bleibt Obst ein Lebensmittel mit viel Zucker – wenn auch Fruchtzucker – und findet keinen Platz im Einkaufswagen. Ich sehe mich bei den zwei Extremen eher in der Mitte. Sprich, Obst darf auf den Tisch. Doch nicht zu viel, sondern in Maßen. Und auch die Auswahl ist ausschlaggebend. So gibt es Obstsorten, die man Blutzucker-technisch mit gutem Gewissen vernaschen darf und dann wiederum so freche Früchtchen, auf die man als Mensch mit Diabetes lieber verzichten sollte.

➤ zu Caros Instagram-Profil

Im Winter esse ich suuuper gerne meine Overnight Oats und toppe diese mit einer Banane. Doch jedes Mal, wenn ich mein Frühstück poste, bekomme ich mindestens 10 Nachrichten, wie ich bei so einer großen Portion Kohlenhydrate noch eine ganze Banane verdrücken kann. Da müsste ja mein Blutzucker-Wert bei über 300 mg/dl (16,7 mmol/l) nach dem Essen liegen. Naja, ganz so ist es dann auch nicht! Mein Blutzucker ist tatsächlich von Haferflocken oder Bananen relativ unbeeindruckt und geht nur minimal hoch. Gott sei Dank, denn ich liebe einfach Bananen! Vor allem mit Erdnussbutter… Doch ich schweife ab. So individuell, wie Euer Blutzucker ist, so individuell reagiert er natürlich auch auf gewisse Lebensmittel. Beeren, Äpfel, Bananen – diese Obstsorten haben wirklich kaum Einfluss auf meinen Blutzucker. Doch Trauben oder Wassermelone? Explosionsgefahr!

Gönnen mal anders! 🙂 Foto: privat.

Wie eingangs erwähnt, esse ich zwar Obst, aber einfach in Maßen und nicht alle Sorten. Tatsächlich war auch das damals die Empfehlung meiner Diabetologin. Solange die Portion in eine gekrümmte Handfläche passt und nicht darüber hinaus, ist es komplett legitim. Und an diese Faustregel versuche ich mich im Normalfall immer zu halten. Doch da ich nicht jeden Tag Obst esse, nehme ich es manchmal nicht all zu streng, wenn ich dann mal so richtig Lust auf einen Chia-Pudding mit verschiedenen Leckereien habe. Ich meine: Bananen halbieren? How dare you!? Und Erdbeeren gehen doch einfach immer, oder?

Welche Obstsorten für Euren Blutzucker “gut” oder “böse” sind, gilt es einfach auszuprobieren. Doch auch bei Obstsorten, auf die Euer Blutzucker stärker reagiert, müsst Ihr nicht zwanghaft verzichten. Tatsächlich kann man mit ein paar wenigen Tricks größere Spikes verhindern. Du weißt nicht, was ich meine? Ich erklär’s Dir…

Mehr zum Thema
➤ Fruchtalarm – welches Obst passt zum Diabetes?

Wenn Du beispielsweise Lust auf eine Handvoll Trauben hast, aber Dein Blutzucker davon einfach immer direkt in die Höhe schießt, dann iss vorab einfach ein großes Stückchen Käse. Denn Dein Blutzucker wird sich zuerst auf das Eiweiß und die Fette stürzen, ehe es an den Fruchtzucker geht. Somit kannst Du einen starken Blutzucker-Anstieg verhindern. Dasselbe gilt auch bei Wassermelone – kombiniere diese mit ein bisschen Fetakäse. Oder die Banane oder den Apfel mit ein bisschen Erdnussbutter bzw. Mandelmus.

Das Prinzip ist klar, oder? You can thank me later 😉

Caros Kolumne

Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt

Caros Kolumne „Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt“

Hallo, mein Name ist Caro! Ich wurde als 27-Jährige mit einem Typ-2-Diabetes diagnostiziert. Erfahrt in meiner Kolumne „Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt“ alles über meine außergewöhnliche Reise als junge Frau mit Diabetes. Viel Spaß beim Lesen!

➤ alle Kolumnen-Beiträge von Caro


von Caro

Avatar von sweet-caromell-type2
Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Kolumne „Fernweh“: Reisen auf Knopfdruck
Früher war Reisen anders. Analoger. Weniger planbar. Abenteuerlicher. Aber auch besser? Wie so oft im Leben lautet die Antwort: Jein. Heutzutage läuft alles digitaler und per Knopfdruck ab, was gerade das Reisen mit Diabetes einfacher machen kann, wie Susanne in der Kolumne „Fernweh“ berichtet.
Kolumne „Fernweh“: Reisen auf Knopfdruck | Foto: DesignSells – stock.adobe.com

2 Minuten

Community-Beitrag
Informationstag für Menschen mit Adipositas und/oder Diabetes: Gelebtes Empowerment bei der ADIBETIKA 2026
Beim Informationstag ADIBETIKA 2026 tauschten sich Menschen mit Adipositas, Diabetes oder beidem über Therapien, Digitalisierung und den Alltag mit den Erkrankungen aus. Susanne Thiemann vom DDH-M NRW e.V. berichtet über die Veranstaltung und die starke Allianz zweier Patientenverbände. Zusätzliche Impressionen und Stimmen gibt's im Video.
Informationstag für Menschen mit Adipositas und/oder Diabetes: Gelebtes Empowerment bei der ADIBETIKA 2026 | Foto: DDH-M NRW

2 Minuten

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • 123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
    Wir freuen uns auf Euch! 🙂