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Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: #4 | 1 Frage, 100 Antworten – doch welche Quelle ist vertrauenswürdig?
3 Minuten
Hand aufs Herz – wusstest Du vor Deiner oder der Diagnose von Angehörigen, Freunden oder Bekannten etwas über Diabetes? Also ich definitiv nicht! An sich kannte ich den Begriff „Diabetes“, was bei uns in der Familie auch „Zuckerkrankheit“ genannt wurde. Doch außer der Tatsache, dass sich meine Oma vor dem Essen die Hose am Esstisch runterzog und sich in den Bauch spritzte, wusste ich absolut nichts über die Erkrankung. Was für ein traurige Wahrheit über eine doch so weitverbreitete Volkskrankheit, oder?
Aber soll ich Dir was sagen? Ich denke, es geht es vielen so! Ich würde sogar behaupten, dass die meisten Menschen erst so richtig wissen, was Diabetes ist, wenn sie selber oder andere aus dem engsten Kreise davon betroffen sind.

Tritt der Tag der Tage ein und die Diagnose wurde gestellt, so fängt die intensive Recherche und Auseinandersetzung mit dem Thema „Diabetes“ an. Doch wie genau geht man vor? Woher bekommt man die passenden Informationen? Und wie kann man sicherstellen, dass diese auch richtig sind?
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Diabetes ist, wie alle chronischen Krankheiten, ein komplexes Thema. Überall findet man unterschiedliche Informationen zu diversen Themen und wirklich jeder hat eine eigene Meinung dazu. Und ob man will oder nicht, diese Meinung wird auch immer kundgetan. Hier den Überblick zu behalten, kann gerade für Neu-Diagnostizierte sehr schwer sein.
Ich erinnere mich noch gut an die Antwort meiner Diabetologin, als ich sie nach einem möglichen Ratgeber-Buch fragte. Sie meinte nur „Frau R., gehen Sie in eine Buchhandlung, nehmen Sie sich die Rückseite von unterschiedlichen Diabetes-Büchern vor und entscheiden Sie nach Bauchgefühl.“
Im ersten Moment erscheint diese Aussage vielleicht etwas vage, doch ich glaube damit wollte sie bezwecken, dass ich generell – in all der Fülle an Informationen – einen Anfang finde.
Meine ersten Recherchen startete ich mit Dr. Google. Denn der Vorteil ist, dass es immer kostenfrei und zu jeder Zeit abrufbar ist. Egal, ob morgens bei einer Tasse Kaffee, in der Mittagspause oder abends im Gym auf dem Fahrrad – ich habe mir wirklich immer und überall Beiträge von unterschiedlichen Seiten durchgelesen und mir somit mein Wissen aufgebaut. Später kamen dann noch Fachzeitschriften, Podcasts oder auch Instagram-Posts sowie Blog-Beiträge hinzu.
Doch welche Quelle fand ich nun am besten?
Wie bereits der Titel dieses Beitrags verrät – stellt man eine Frage, so erhält man 100 Antworten. Dir sollte bewusst sein, dass Du nicht alles, was Du liest, auf die Goldwaage legen solltest. Doch meiner Erfahrung nach sind die meisten Beiträge, die man auf deutschen Plattformen findet, sehr gut recherchiert. Sobald Du Dich eingelesen hast, werden sich womöglich viele Informationen doppeln. Somit wirst Du schnell merken, welche Quellen vertrauenswürdig sind und welche nicht.

Neben all den aufgezählten Quellen ist die für mich wohl ausschlaggebendste und wichtigste Quelle immer noch die persönliche Erfahrung. Da ich privat viel Zeit auf Instagram verbringe, ist es wirklich mein täglich‘ Brot. Und nach meiner Diagnose war ich mir sicher, dass ich auch hier eine Community für Menschen mit Diabetes finden würde. Denn auf Instagram gibt es wirklich zu jedem Thema eine Stimme oder Community. Und so war’s dann auch! Zwar fiel die Suche nach anderen Menschen mit Typ-2-Diabetes anfangs ziemlich mau aus, aber dafür fand man allerlei Erfahrungen und persönliche Profile von Menschen mit Typ-1-Diabetes. Klar, es ist nicht zu 100% vergleichbar, da die Behandlung einfach ganz andere Ansätze hat. Doch für den Anfang war ich einfach froh, generell jemanden mit diesem Krankheitsbild gefunden zu haben.
Doch stellte sich mir die Frage: Wenn es über 8 Mio. Menschen mit Diabetes in Deutschland gibt, wovon ca. 5% einen Typ-1 haben, wo sind dann die restlichen 95% der Menschen mit einem Typ-2-Diabetes? Verstehst Du meinen Gedankengang? Vielleicht musste eine Person einfach den Anfang machen… und da kam ich ins Spiel!
Caros Kolumne
Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt

Hallo, mein Name ist Caro! Ich wurde als 27-Jährige mit einem Typ-2-Diabetes diagnostiziert. Erfahrt in meiner Kolumne „Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt“ alles über meine außergewöhnliche Reise als junge Frau mit Diabetes. Viel Spaß beim Lesen!
von Caro
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Tag, 15 Stunden
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!-
calvin240 antwortete vor 1 Tag, 14 Stunden
Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
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uho1 antwortete vor 1 Tag, 12 Stunden
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
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calvin240 antwortete vor 9 Stunden, 16 Minuten
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße
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stephanie-haack postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 3 Wochen, 2 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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